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interKultur 
e.V.
Bewertung

Ihr Unternehmen?

"interKultur" e.V. - ohne inter und Kultur

1,2
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2021 für dieses Unternehmen in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv zu erwähnen sind einzelne interkulturelle und feministische Projekte, die nach außen hin organisiert wurden. Allerdings entstand fast immer der Eindruck, dass diese Projekte in erster Linie der Eigenwerbung und finanziellen Vorteilen der Geschäftsführung dienten. Relevanz hatten sie vor allem dann, wenn sie Geld einbrachten und weniger, wenn sie tatsächlich gesellschaftlich wichtig gewesen wären.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war von Anfang an von Druck, Misstrauen und Einschüchterung geprägt. Die Geschäftsführung bildete eine kleine Elite, die Mitarbeiter*innen grundsätzlich unter Generalverdacht stellte. Es kam immer wieder vor, dass Beschäftigte ohne nachvollziehbaren Grund in Gespräche zitiert wurden und sich rechtfertigen mussten; sei es für private Kontakte, Meinungen oder harmlose Nebensächlichkeiten. Diese Praxis führte zu einer ständigen Grundangst und massiver Belastung.

Kommunikation

Respekt oder Motivation existierten nicht. Wer nach Unterstützung fragte, bekam keine Hilfe, sondern Kündigungsdrohungen. In manchen Fällen wurde Mitarbeiter*innen sogar wörtlich gesagt: „Da ist die Tür, du weißt ja, wo es rausgeht.“ Dieses Klima hat viele Kolleg*innen psychisch stark belastet.

Kollegenzusammenhalt

Es gab vereinzelt Kolleg*innen, die versucht haben, zusammenzuhalten. Doch insgesamt war das Klima von Misstrauen und Angst geprägt. Da es keine betriebsratliche Absicherung gab, fühlte sich niemand sicher. Die Geschäftsführung spielte Mitarbeiter*innen gezielt gegeneinander aus. Dadurch entstand ein Klima, in dem Kolleg*innen einander misstrauten und teilweise sogar gegeneinander arbeiteten. Echter Teamgeist war praktisch nicht möglich.

Work-Life-Balance

Die Arbeitszeiten waren extrem unberechenbar. Es gab Phasen mit wenig Arbeit, aber auch Zeiten, in denen nahezu rund um die Uhr gearbeitet werden musste. Uns wurde versprochen, dass sich diese Mehrarbeit auszahlen würde. Doch als wir unsere Überstunden abrechnen wollten, hieß es plötzlich, es gäbe keine Überstunden und alles sei „freiwillig“ geleistet worden. Mitarbeiter*innen, die ihr Recht einforderten, wurden nicht nur abgewiesen, sondern sogar mündlich ermahnt und unter Druck gesetzt.

Ständige Erreichbarkeit war ebenfalls selbstverständlich. Ich wurde regelmäßig abends, teilweise nach 20:00 Uhr, angerufen und oft mit völlig irrelevanten Themen. Wer sich dagegen wehrte, musste mit Konsequenzen rechnen. Privatleben und Arbeit waren kaum zu trennen.

Planungssicherheit gab es keine. Entscheidungen fielen kurzfristig, Aufträge wurden spontan verteilt. Versuche meinerseits, Strukturen einzuführen, wurden aktiv blockiert. Statt Anerkennung bekam ich den Vorwurf, ich solle „die Füße stillhalten“.

Vorgesetztenverhalten

Die Geschäftsführung kannte grundlegende Abläufe nicht. Wenn Fehler passierten, wurde sofort die Schuld bei den Mitarbeiter*innen gesucht; nie bei den Strukturen oder bei der Leitung selbst.

Gleichberechtigung

Besonders problematisch ist auch, dass unangemessene, teils rassistische Äußerungen über Klient*innen, insbesondere über Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund fielen. Das steht im krassen Gegensatz zu dem Bild, das Interkultur e.V. nach außen vermittelt.

Zudem ist die Frauenquote in der Führungsebene erschreckend niedrig. Im Vorstand sitzt lediglich nur eine Fra.u, während alle anderen führenden Positionen von Männern besetzt sind. Gleichzeitig präsentiert sich die Organisation nach außen als pro-feministisch und gleichberechtigt; eine offensichtliche Doppelmoral.

Arbeitsbedingungen

Der Umgangston war von Respektlosigkeit, Demütigungen und Übergriffen geprägt. Die männlich geprägte Geschäftsführung machten immer wieder herabwürdigende und sexistische Bemerkungen über weibliche Mitarbeiterinnen. Als ich als Teamcoach versuchte, dieses Verhalten zu thematisieren, wurde ich ausgelacht, da man es als normal empfand.

Darüber hinaus wurden private Informationen über Mitarbeitende intern weitergegeben und für Drucksituationen genutzt. Professioneller Umgang mit Nähe und Distanz existierte nicht.

Gehalt/Benefits

Die Bezahlung ist angesichts der enormen Arbeitsbelastung schlicht inakzeptabel. Der Lohn steht in keinem Verhältnis zu dem Druck und der Verantwortung. Man arbeitet hier für Hobbygeld, nicht für ein faires Gehalt. Zudem ist auch die Gehaltsverteilung nicht gerecht. Teilweise spielten mehrere hundert Euro zwischen den Gehältern von Menschen mit gleichen Bedingungen.

Karriere/Weiterbildung

Entwicklungsmöglichkeiten existieren nicht. Wer eine Weiterbildung anstrebte, wurde als „Belastung“ angesehen und abgewiesen. Viele Mitarbeiter*innen verließen das Unternehmen nicht freiwillig, sondern unter Druck oder durch Kündigungsdrohungen. Manche sind bis heute arbeitslos, da Interkultur e.V. einen schlechten Ruf hat, der auf ehemalige Beschäftigte zurückfällt.

Karriere im eigentlichen Sinne gibt es nur über Vetternwirtschaft. Wer familiär mit der Geschäftsführung verbunden ist oder enge Beziehungen zum Vorstand pflegt, kann aufsteigen. Für alle anderen ist das unmöglich.


Interessante Aufgaben

Umgang mit älteren Kollegen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.