Die schlechten Bewertungen sind nachvollziehbar und berechtigt
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Gehalt kommt pünktlich
- je nach Vorgesetztem: soweit es die Projekt zulassen, nimmt man auf den Mitarbeiter Rücksicht
- keine Diskussionen wegen Urlaub.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Das vollkommene Desinteresse am Mitarbeiter
- Qualifikation, Wissen und Wünsche sind vollkommen egal
- die Jobinhalte ändern sich auch schon mal ohne Rücksprache
- Amerikanische Führung wird versucht, auf Deutschland zu übertragen. Das hat noch nie irgendwo funktionier, aber wir Versuchens halt trotzdem.
- Genauso wie Outsourcing. Das ist bestimmt ne tolle Idee, die garantiert noch nie irgendwo gescheitert ist...
Verbesserungsvorschläge
- Hört endlich mal auf die Mitarbeiter
- setzt euch mal mit den Problemen auseinander, anstatt alles schönzureden
- Werdet moderner, vor allem was die Führung angeht
- Passt die Gehälter an die Branche an, und mindestens jährlich an die echte Inflation
Arbeitsatmosphäre
Es gibt einen Grund, warum sich die Leitung weigert Zufriedenheitsumfragen zu machen. Dann wäre man mit der Wahrheit konfrontiert. Manche sind zufrieden, viele nicht. Die Arbeitsatmosphäre ist eher unterdurchschnittlich.
Image
Wenn man das ganze "sich selbst auf die Schulterklopfen" mal weglässt, ist es ein Unternehmen mit durchschnittlichem Ruf. Ich würde jetzt nicht voller Stolz ein T-Shirt mit deren Logo in meiner Freizeit tragen.
Work-Life-Balance
Wer sich nicht verheizen lässt, kann damit ganz gut. Wer meint, einer vorgehaltenen Möhre und etwas Lob hinterherlaufen zu müssen, darf sich dann aber auch nicht beschweren.
Karriere/Weiterbildung
Karriere gibt es nicht. Karriere ist für diejenigen, die Jahrzehnte hier überleben. Weiterbildung grenzwertig nur dort, wo es überhaupt nicht anders geht. In der Regel bekommt man einen packen Dokumente hingeworfen, dann gibt es eine 1-stündige Schulung, dann Unterschreibt man dafür, dass man alles kann und Anwenden kann.
Gehalt/Benefits
Gehalt meist unterdurchschnittlich. Es gibt zwar Anpassungen, diese grenzen aber an Lächerlichkeit und dienen nur der Rechtfertigung. Sozialleistungen gibt es was vorgeschrieben ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Müll wird zusammengeschmissen. Sozialbewusstsein hört beim Gehalt auf, man sollte also nicht zu viel erwarten. Corona-Maßnahmen wurden dann umgesetzt, wenn es nicht mehr zu umgehen war. Offene Positionen werden nur bei drohendem Kollaps nachbesetzt, das verringert offensichtlich den Gewinn. Gekündigt wird selten. Entweder weil man Angst vor den Prozesskosten hat oder weil unliebsame (oder eher: teure) Mitarbeiter eh irgendwann von selbst gehen. Man ist sehr tolerant gegenüber echten krankheitsbedingten Ausfällen oder Umständen, hier hat sich ein gewisses Maß an Menschlichkeit erhalten.
Kollegenzusammenhalt
Gibt es zwanghaft, denn ohne würde gar nichts laufen. Aber es gibt auch viele Grabenkämpfe.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt ältere Kollegen. Urgesteine, die seit Anfang in der Firma sind. Alle anderen älteren sind irgendwann abgehauen, auf dem Sprung oder in "Dienst nach Vorschrift" abgetaucht. Es gibt am Umgang aber an sich nichts zu bemängeln, es wird nicht diskriminiert o.ä. Es wird aber auch nicht wahrgenommen, dass auch ältere (und jüngere) Neueinsteiger Fachwissen haben, denn das dürfen per Definition nur die Urgesteine im Unternehmen haben und kommunizieren das auch ganz laut.
Vorgesetztenverhalten
Wenn Absprachen nicht eingehalten werden, sich weder Vorgesetzte noch Personal für den Mitarbeiter Interessiert, was ist das für ein Verhalten ? Führung basiert auf Kennzahlen, da ist man stolz drauf. Was unangenehm ist, gibt es nicht. Aber wehe, wenn während Corona der Umsatz eines Monats zum Vorjahr um 1% zurückgeht, dann wird Krieg ausgerufen und sehr deutlich gemacht, das das zu ändern ist. Vorgesetzte sind immer allwissend. Deswegen wird auch nicht miteinander gesprochen, sondern nur Ansagen gemacht. Mitarbeitergespräche könnte man sich sparen.
Arbeitsbedingungen
Die Büros sind laut, die "Telefonielösung" eine Katastrophe, die Rechner billig. Die Arbeitsplätze sind zu klein, man hat keinerlei Privatsphäre und hat oft das Gefühl, überwacht zu werden. Klimaanlagen sind existent. Beim Homeoffice wartet man nur darauf, die Mitarbeiter wieder reinzuholen, obwohl es keinerlei Auswirkungen auf den Ablauf hatte und viele sogar produktiver oder zufriedener sind.
Kommunikation
Ganz schlecht. Selbst wichtige Informationen erhält man nur auf Nachfrage. Wer mehr als einmal "Warum" frägt, stellt fest, dass es für vieles keine Begründung gibt. Die Kommunikation ist teilweise dermaßen schlecht das man als Mitarbeiter nicht mal mehr weiß, ob man überhaupt noch im Unternehmen erwünscht ist.
Gleichberechtigung
Es gibt keine Unterschiede in Herkunft, Religion, Hautfarbe oder Geschlecht.
Interessante Aufgaben
Gibt es nicht. Es ist ein Normen-orientiertes Prüflabor. Operativ wird das Denken durch die Normen ersetzt. Interpretiert, falls nötig, durch die alten Hasen. Aber ansonsten sind die Inhaltlich immer gleich. Interessant ist es bestenfalls zu improvisieren um Tests durchzuführen und anderweitige Mängel auszugleichen. Auch die Produkte sind meist die gleichen. Also keine Abwechslung. Strategisches denken darf und kann nur das Top-Management, also hat man auch keine Chance, sich einzubringen. Wer also strategisch veranlagt ist, etwas mit KVP am Hut hat etc. und sich hier bewerben will, sollte sich mehrmals und selbstkritisch überlegen, ob er damit auf Dauer zurechtkommt.