1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Wer auf besondere Zusatzleistungen oder moderne Benefits Wert legt, wird hier eher wenig finden. Wer schon immer wissen wollte, warum der Obstkorb zum Sinnbild deutscher Arbeitgeber geworden ist, bekommt hier Anschauungsunterricht.
Die Arbeitsatmosphäre war insbesondere während meiner Ausbildungszeit teilweise angespannt. Durch personelle Wechsel und eine hohe Arbeitsbelastung kam es immer wieder zu stressigen Situationen. In einzelnen Phasen wurde der Umgangston rau, und als Auszubildender hatte ich gelegentlich das Gefühl, besonders vorsichtig sein zu müssen, wie und was man kommuniziert. Vereinzelt kam es auch zu Situationen, in denen Mitarbeiter laut oder unangemessen angesprochen wurden.
Im Laufe der Jahre hat sich das Unternehmen in einigen Bereichen weiterentwickelt und es waren durchaus positive Veränderungen erkennbar. Gleichzeitig gab es jedoch wirtschaftlich schwierigere Phasen. Nach der Einführung von Kurzarbeit entstand bei vielen Mitarbeitern eine spürbare Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens. Zusätzlich führten personelle Veränderungen und Kündigungen zu weiterer Unruhe innerhalb des Teams.
In dieser Zeit wirkte die Arbeitsorganisation teilweise chaotisch. Das Arbeitsaufkommen war zeitweise gering, wodurch Mitarbeiter aktiv nach Aufgaben suchen mussten. Dies führte stellenweise zu Unsicherheit bei der Priorisierung und Bearbeitung von Themen.
Die Work-Life-Balance war insgesamt gut. Es gab flexible Arbeitszeiten durch ein Gleitzeitmodell, wodurch sich private Termine und berufliche Verpflichtungen meist gut miteinander vereinbaren ließen. Anfallende Überstunden wurden erfasst und konnten zu einem späteren Zeitpunkt durch Freizeitausgleich abgebaut werden.
Während meiner Beschäftigungszeit waren Weiterbildungen und Zertifizierungen nur in begrenztem Umfang verfügbar. Insbesondere nach meiner Ausbildung hatte ich persönlich nur wenige Möglichkeiten, an Schulungen oder Zertifizierungsmaßnahmen teilzunehmen. Dadurch empfand ich meine fachlichen Entwicklungsmöglichkeiten als eher eingeschränkt.
Der Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht durchwachsen. Innerhalb einzelner Teams und insbesondere unter älteren Mitarbeitern bestand durchaus ein gutes Miteinander. Als neuerer oder jüngerer Mitarbeiter war es jedoch nicht immer einfach, sich in bestehende Strukturen zu integrieren.
Zwar wurden Teamevents und gemeinsame Aktivitäten angeboten, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass daraus ein besonders starker Zusammenhalt über alle Mitarbeiter hinweg entstanden ist. Vor allem für eher zurückhaltende Personen kann es herausfordernd sein, Anschluss zu finden und sich vollständig in das soziale Gefüge einzubringen.
Insgesamt gab es zwar funktionierende Arbeitsbeziehungen und einzelne gute kollegiale Kontakte, einen besonders ausgeprägten teamübergreifenden Zusammenhalt habe ich jedoch nicht wahrgenommen.
Langjährige und erfahrene Mitarbeiter genossen aus meiner Sicht einen hohen Stellenwert im Unternehmen. Das ist grundsätzlich nachvollziehbar, da sie über viel Fachwissen und Erfahrung verfügten. Gleichzeitig hatte ich jedoch den Eindruck, dass interessante Projekte und anspruchsvollere Aufgaben häufig bevorzugt an diese Mitarbeiter vergeben wurden.
Für jüngere Mitarbeiter oder Auszubildende waren die Entwicklungsmöglichkeiten dadurch teilweise eingeschränkt. Insbesondere in späteren Phasen bestand ein größerer Teil der Arbeit aus Support- und Routinetätigkeiten, während projektbezogene Aufgaben seltener übertragen wurden. Dadurch entstand gelegentlich das Gefühl, dass langjährige Mitarbeiter bei der Aufgabenverteilung bevorzugt berücksichtigt wurden.
Mein damaliger Chef (der primär sich um IPEXX gekümmert hat) war grundsätzlich ein offener und freundlicher Mensch. Erwartungen, Anforderungen und Rückmeldungen wurden in der Regel klar kommuniziert, sodass man wusste, woran man war. Bei Fragen oder Anliegen war grundsätzlich die Bereitschaft zum Austausch vorhanden.
Trotzdem hatte ich persönlich nicht immer das Gefühl, dass die zwischenmenschliche Ebene vollständig harmoniert hat. Dies lag weniger an konkreten fachlichen oder organisatorischen Themen, sondern vielmehr daran, dass die persönliche Zusammenarbeit aus meiner Sicht nicht in allen Bereichen optimal gepasst hat. Dadurch entstanden gelegentlich Situationen, in denen die Zusammenarbeit für mich etwas schwieriger war, obwohl die Kommunikation grundsätzlich offen und direkt erfolgte.
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt gut. Die Büroräume waren mit den grundlegenden Ausstattungen wie Heizung, Klimaanlage und ausreichend Parkmöglichkeiten versehen. Auch die Erreichbarkeit des Firmengebäudes und die allgemeine Infrastruktur waren aus meiner Sicht positiv. Außer man ist mit den Öffis unterwegs, dann kann man es vergessen.
Die technische Ausstattung befand sich überwiegend auf einem aktuellen Stand. Mitarbeiter wurden in der Regel mit den notwendigen Arbeitsmitteln ausgestattet, sodass die tägliche Arbeit problemlos möglich war. Verbesserungsmöglichkeiten gab es zwar vereinzelt bei zusätzlicher Ausstattung oder einzelnen Komponenten, insgesamt war das Niveau jedoch zufriedenstellend.
Verbesserungspotenzial habe ich vor allem bei der Arbeitsplatzumgebung gesehen. In den Großraumbüros konnte es durch Gespräche, Telefonate und die allgemeine Betriebsamkeit zeitweise recht laut werden. Da nur wenige Maßnahmen zur Schallreduzierung vorhanden waren, fiel konzentriertes Arbeiten in bestimmten Situationen schwerer.
Die Kommunikation im Unternehmen war insgesamt in Ordnung, hatte jedoch Verbesserungspotenzial. Bei fachlichen und technischen Fragen erhielt man grundsätzlich Unterstützung, sofern entsprechende Ansprechpartner verfügbar waren. Aufgrund der personellen Situation kam es jedoch regelmäßig vor, dass Kollegen stark ausgelastet waren oder nicht zur Verfügung standen. Gerade in der IT musste man sich daher viele Themen eigenständig erarbeiten und wurde häufig ins kalte Wasser geworfen. Dies förderte zwar die persönliche und fachliche Entwicklung, konnte jedoch insbesondere für weniger erfahrene Mitarbeiter herausfordernd sein.
Die Kommunikation mit der Führungsebene war nicht immer einfach und hätte in manchen Bereichen transparenter sein können. Zudem war der Umgangston unter einigen Mitarbeitern zeitweise recht rau. Einzelne Ausdrucksweisen und Kommentare empfand ich gelegentlich als unangemessen, was die Zusammenarbeit nicht immer erleichterte. Zwar wurden solche Themen teilweise angesprochen, dennoch führte dies nicht immer zu einer nachhaltigen Verbesserung.
Insgesamt funktionierte die fachliche Kommunikation meist gut, während die zwischenmenschliche Kommunikation und die Verfüg
Das Gehalt empfand ich insgesamt als eher unterdurchschnittlich. Dabei muss berücksichtigt werden, dass sich das Unternehmen nicht in einer Großstadt befindet und die Gehaltsniveaus regional unterschiedlich ausfallen können. Dennoch lag die Vergütung aus meiner Sicht eher im unteren Bereich dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten nicht üblich ist.
Besonders während der Phase der Kurzarbeit war die finanzielle Situation für viele Mitarbeiter spürbar belastender. Das reduzierte Einkommen ließ nur begrenzten finanziellen Spielraum zu und deckte aus meiner Sicht vor allem die laufenden Lebenshaltungskosten ab.
Die Belegschaft im technischen Bereich war während meiner Beschäftigungszeit nur männlich geprägt. Weibliche technische Mitarbeiterinnen waren nicht vertreten, weshalb ich die Gleichberechtigung in diesem Bereich nur eingeschränkt beurteilen kann.
IT-Systemhauses. Während meiner Beschäftigungszeit arbeitete das Unternehmen überwiegend für Geschäftskunden, wodurch man mit unterschiedlichen IT-Umgebungen, Supportanfragen und technischen Herausforderungen in Berührung kam. Gerade zu Beginn konnte ich dadurch viele Erfahrungen sammeln und mein Fachwissen erweitern.
Während meiner Ausbildungszeit gab es zudem vereinzelt interessante Projekte, bei denen man praktische Erfahrungen sammeln konnte. Nach wirtschaftlich schwierigeren Phasen und der Einführung von Kurzarbeit veränderte sich die Aufgabenverteilung jedoch spürbar. Projekte wurden überwiegend von erfahrenen und langjährigen Mitarbeitern übernommen, während Auszubildende und jüngere Mitarbeiter seltener (eigentlich kaum) in solche Tätigkeiten eingebunden wurden.
Dadurch bestand ein größerer Teil des Arbeitsalltags aus Routinetätigkeiten (Zeit sinnlos absitzen) , was die Arbeit für mich zeitweise 0 abwechslungsreich und herausfordernd machte. Insbesondere in dieser Phase empfand ich die Aufgaben mehr als eintönig.