IRS an sich ein guter Arbeitgeber, Standorte in Düsseldorf katastrophal
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Führung durch die IRS war ein guter Anfang um wieder Klarheit in die Hütte zu bringen. Mit den Werkstattleitern/Mitarbeitern konnte man sehr gut zusammenarbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider zu viele Punkte die verbesserungsbedürftig waren.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeiter gewählt aussuchen und nicht ständiges „ausprobieren“ wenn man im Bewerbungsgespräch schon merkt dass wird nichts. Es zählte Quantität statt Qualität. Gefühlt war jeden Monat ein neues Gesicht im Büro und genauso schnell wieder weg. Entweder von selbst, weil die Umstände zu chaotisch waren oder sie wurden gekündigt, da sie dort absolut nichts zu suchen hatten. Diese jedes Mal aufs Neue anzulernen, für nichts, war enttäuschend. Ich hoffe sehr das diese Kritik auch angenommen und umgesetzt wurde. (Verbesserungsvorschläge haben wir oft besprochen und auch oft ehrlich kommuniziert)
Arbeitsatmosphäre
Es herrschte nur schlechte Laune und Druck ohne Aussicht auf Verbesserung zu diesem Zeitpunkt.
Image
Also geht man von dem aus, was 80% der Mitarbeiter von sich gaben, hätte der Standort schon längst geschlossen. Leider oft auch den Kunden gegenüber verdeutlicht.
Work-Life-Balance
Versprochen wurde Schichtarbeit in Absprache (Wechsel) und dabei raus kam „Tja, musst du jetzt halt durch mehrere Wochen Spätschicht zu machen. Geht nicht anders.“ andere Kollegen jedoch ruhten sich auf ihrer Frühschicht aus und tauschen? Keine Chance. Rumgeschubse in andere Abteilungen weil es einfacher ist, war Standard. Hauptsache man selbst konnte an seinem Platz bleiben. Außerdem waren Überstunden schon fast „aufgezwungen“ damit wir annähernd das erreichten was wichtig war. Früher gehen weil man einen Termin hat? Meist abgelehnt oder unfreiwillig toleriert wenn es z.B. ärztlicher Natur war. Aussagen wie, „dann musst du deine Termine halt später legen“ oder „dafür willst du früher gehen?“ waren enttäuschend. Die Zahlen wurden immer besser, auf dem Rücken der Mitarbeiter, die schon auf dem Zahnfleisch gingen.
Karriere/Weiterbildung
Wären die guten Mitarbeiter auch lang genug geblieben, hätten sie viele Chancen erhalten. Da es auch leider viele Stellen zu vergeben gab. Es war ein ewiger Kreislauf aus Stress, weil niemand da war um die Aufgaben zu erledigen und zusätzlichem anlernen für die Tonne, um dann wieder selbst an den viel zu vielen Aufgaben zu sitzen.
Kollegenzusammenhalt
Jeder hätte jeden für ein Mittagessen verraten.
Umgang mit älteren Kollegen
Überstunden waren Programm für jeden ohne Rücksicht. Arzt Termine o.ä. der älteren Kollegen wurden grundsätzlich mit einem Augenrollen toleriert.
Vorgesetztenverhalten
Bei Problemen oder Schwierigkeiten war der Bereichsleiter immer erreichbar und zwischenmenschlich total super. Für ihn waren die Mitarbeiter Gold und so hat er sie auch behandelt. Leider nur er und Seine Assistenz. Die Führung des Standorts in dieser Zeit wechselte leider häufig und das hatte auch seine Gründe.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsmittel waren Standard und grade ausreichend um den Aufgaben nachzukommen. Die Einführung des neuen Systems (das soweit ziemlich gut und interessant war) lies trotzdem zu wünschen übrig. Wir mussten vieles zu Anfang selbst herausfinden und auch bei der Einarbeitung der neuen Mitarbeiter hieß es oft, „ja Probier einfach mal aus, wird schon.“ War es aber falsch, dann gab es natürlich auch einen auf den Deckel. Manche Mitarbeiter wollten auch einfach ihre Fortschritte nicht wirklich teilen.
Kommunikation
Jeder verstand sich falsch und am Ende wurden Probleme hin und her geschoben. Hauptsache man selbst war es nicht schuld.
Gehalt/Benefits
Für den Mist hat man immerhin nicht schlecht verdient. Man fühlte sich schon irgendwie „verkauft“ bei den Umständen.
Gleichberechtigung
Durch die konstante Unterbesetzung war die Gleichberechtigung auf jeden Fall gegeben.
Interessante Aufgaben
Bei der richtigen Ausführung und Anleitung gab es viele spannende Aufgaben. Nur bei der Besetzung dieser gab es meiner Meinung nach Rede Bedarf. Ich meine, gut, wenn niemand da ist der das auch kann… muss es ja irgendwer machen.