Öffentlicher Druck wohl notwendig.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungskräfte sollten tatsächlich auch führen können. Die Mitarbeitenden werden oft wie kleine Kinder behandelt, siehe Einschränkung Work@Home, siehe Wischi-Waschi Kommunikation.
Verbesserungsvorschläge
Meines Erachtens sollte erst einmal an den dysfunktionalen Prozessen und unklaren Verantwortlichkeiten gearbeitet und optimiert werden, bevor Menschen hier von a nach b und aus ihren etablierten Teams herausgelöst werden. Ich glaube sogar, dass man den overhead und das Personal nicht so hätte aufblähen müssen, gäbe es gute Prozesse und klare Verantwortlichkeiten.
Arbeitsatmosphäre
Es ist besser geworden, weil auf öffentlichen Druck hin endlich gehandelt wurde und die Leitende der Abteilung Kunden und Produkte sich nun anderen Aufgaben in Nähe der Vorständin widmen darf. Jeder weiß jedoch, dass dies eine vorgeschobene Begründung ist und eigentlich ENDLICH erkannt wurde, dass das eine eklatante Fehlbesetzung in allen Bereichen war. Vielen Dank an der Stelle im Namen sicherlich vieler Mitarbeitenden für die Erlösung.
Dennoch schade, dass erst so viel passieren musste und Mitarbeitende vorher nicht ernstgenommen wurden. Schade, dass auch so so viele gute Leute gehen mussten.
Kommunikation
Inmitten der Reorganisation, Transformation oder Umstrukturierung (wie auch immer ihr es nennen wollt) leider nicht wirklich gut. Viel Flurfunk, wenig konkretes in den angebotenen Formaten. Es wird viel gesagt, jedoch eben nichts handfestes. Auf direkte Fragen folgen Ausflüchte und Phrasen. Einfaches Beispiel: Selbst über den Weggang der Ex Abteilungsleitenden werden fadenscheinige Erklärungen und Einordnungen schwammige Aussagen. Nennt das Kind doch beim Namen.
Work-Life-Balance
Man hört von Überlegungen das Angebot zur Work@Home Regelung einzuschränken. In Zeiten von exorbitant hohen Energie- und Spritpreisen ist das ein absolut falsches Signal. Vereinbarkeit von Familie und Beruf lässt auch grüßen. Hört auf den Mitarbeitenden so sinnlos und unüberlegt weiter vor den Kopf zu stoßen. Die Frustration ist aufgrund der aktuellen Situation sowieso schon am absoluten Maximum.
Vorgesetztenverhalten
Leider weiterhin nicht gut. Keine Konstante, keine Verbindlichkeit. Führungskräfte alle übergangsweise installiert, Vorgaben von „oben“ werden durchgereicht, kein kritisches hinterfragen oder dagegenhalten. Echte Führung existiert hier nicht.
Interessante Aufgaben
Arbeit sinnstiftend und wichtig. Arbeit macht unter den richtigen Voraussetzungen auch eine Menge Spaß!
Arbeitsbedingungen
Volle Büros, sehr laut, shared desk schlecht über Excel-Tabelle umgesetzt. Dennoch die Work@Home Regelung weiter kürzen, make it make sense.
Gehalt/Benefits
Gut.
Karriere/Weiterbildung
Höherwertige Stellen werden ohne Bewerbungsverfahren auf Zuruf vergeben. Und wenn es Bewerbungsverfahren gibt, dann steht das Ergebnis schon vorher fest. Gremien schauen nur zu. Ist ja alles ein Pilot. Weiterbildungen, bis auf interne Pflichtschulungen, eigentlich nicht vorhanden. Alles andere, wie z.B. ITIL Schulungen, wurden weggekürzt.

