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Berlin
Bewertung

Schweigen der Lämmer im ITDZ: Reden wäre riskan

1,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei ITDZ Berlin in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Aktuell fällt es schwer, konkrete positive Aspekte am Arbeitgeber selbst hervorzuheben. Positiv erlebe ich jedoch meine eigene Tätigkeit im direkten Kontakt mit den Kundinnen und Kunden.

Die Möglichkeit, anderen zu helfen und Lösungen für ihre Anliegen zu finden, ist für mich eine wichtige Motivation im Arbeitsalltag. Die Kundinnen und Kunden können nichts für die aktuellen internen Entwicklungen, weshalb es umso mehr Antrieb gibt, ihnen dennoch bestmöglich zu unterstützen.

Diese intrinsische Motivation trägt für mich wesentlich dazu bei, auch unter den gegebenen Umständen engagiert zu bleiben.

Verbesserungsvorschläge

Statt grundlegende Kritik pauschal auszudrücken, wäre es aus meiner Sicht zielführender, konkrete Veränderungen anzustoßen, die zu einer modernen und mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur beitragen können:

- Mehr Transparenz und Beteiligung: Entscheidungen sollten frühzeitig kommuniziert und Mitarbeitende aktiv in Veränderungsprozesse eingebunden werden.
- Planbarkeit und Rücksichtnahme: Veränderungen – insbesondere bei Arbeitsort und -zeit – benötigen angemessene Vorlaufzeiten und sollten individuelle Lebenssituationen berücksichtigen.
- Führungskultur modernisieren: Ein Wechsel von reinem Top-Down hin zu einem dialogorientierten Führungsstil mit offenem Feedback, klarer Kommunikation und echter Wertschätzung.
- Arbeitsklima stärken: Eine Atmosphäre schaffen, in der Fragen, Kritik und neue Ideen ausdrücklich erwünscht sind, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen.
- Work-Life-Balance ernst nehmen: Flexible und verlässliche Regelungen, die sowohl den betrieblichen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht werden.

Solche Maßnahmen könnten dazu beitragen, Vertrauen wieder aufzubauen und langfristig eine positive, zeitgemäße Unternehmenskultur zu etablieren.

Arbeitsatmosphäre

Die aktuelle Transformation im ITDZ wird mit hoher Gewenig Rücksicht auf die Mitarbeitenden umgesetzt. Entscheidungen werden überwiegend auf den oberen Ebenen getroffen, ohne erkennbare Einbindung der betroffenen Teams oder transparente Kommunikation im Vorfeld.

Besonders kritisch ist der Umgang mit personellen Veränderungen: Mitarbeitende werden teilweise wie austauschbare Ressourcen behandelt und im Rahmen groß angelegter Meetings über ihre zukünftigen Einsatzbereiche informiert – oft ohne individuelle Abstimmung oder Berücksichtigung persönlicher Umstände. Ob diese Veränderungen für die Betroffenen passend oder tragbar sischwindigkeit und nd, scheint dabei eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Diese Vorgehensweise führt zu Verunsicherung, Frustration und einem spürbaren Vertrauensverlust innerhalb der Belegschaft. Eine nachhaltige Transformation sollte jedoch auf Dialog, Transparenz und Wertschätzung basieren – Aspekte, die aktuell aus Sicht vieler Mitarbeitender zu kurz kommen.

Work-Life-Balance

Darüber hinaus verschlechtert sich die Work-Life-Balance sowie die Familienfreundlichkeit zunehmend. Mitarbeitende werden kurzfristig dazu verpflichtet, ihre Präsenz im Büro deutlich zu erhöhen – teilweise von heute auf morgen um mindestens zwei zusätzliche Tage pro Woche.

Für diese Änderungen bleibt keinerlei Vorlaufzeit, um private oder familiäre Verpflichtungen entsprechend anzupassen. Insbesondere für Kolleginnen und Kollegen mit längeren Anfahrtswegen stellt dies eine erhebliche Belastung dar. Die gestiegenen Kosten für Mobilität, etwa durch hohe Benzinpreise, werden dabei ebenso wenig berücksichtigt wie individuelle Lebenssituationen.

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass wirtschaftliche und organisatorische Ziele konsequent über die Bedürfnisse der Mitarbeitenden gestellt werden. Dies wirkt sich negativ auf Motivation, Zufriedenheit und langfristige Bindung aus und steht im Widerspruch zu einem modernen, mitarbeiterorientierten Arbeitsumfeld.

Vorgesetztenverhalten

Auch das Führungsverhalten wirkt insgesamt überholt und wenig zeitgemäß. Der Umgang ist stark hierarchisch geprägt, Entscheidungen werden überwiegend im Top-Down-Stil getroffen und von den Mitarbeitenden erwartet, ohne größere Rückfragen akzeptiert zu werden.

Anerkennung und Wertschätzung sind im Arbeitsalltag kaum spürbar. Gute Leistungen werden häufig als selbstverständlich angesehen und selten aktiv gewürdigt. Feedback erfolgt eher in Form von Kritik, während positives Lob oder sichtbare Wertschätzung weitgehend ausbleiben.

Ein modernes Führungsverständnis, das auf Dialog, Motivation und Entwicklung setzt, ist aktuell nur begrenzt erkennbar. Dies wirkt sich negativ auf die Arbeitsatmosphäre und das Engagement vieler Mitarbeitender aus.

Arbeitsbedingungen

Das Arbeitsklima ist zunehmend von Unsicherheit und Zurückhaltung geprägt. In Meetings ist eine spürbare Veränderung zu erkennen: Beiträge werden seltener, Diskussionen bleiben aus und viele Mitarbeitende verzichten darauf, Fragen zu stellen oder ihre Meinung zu äußern.

Hintergrund ist häufig die Sorge, mit kritischen oder „falschen“ Fragen negativ aufzufallen. Diese Entwicklung führt dazu, dass wichtige Perspektiven ungehört bleiben und ein offener Austausch kaum noch stattfindet.

Ein konstruktives Arbeitsumfeld lebt jedoch von Vertrauen und der Möglichkeit, sich frei einzubringen. Wenn diese Grundlage fehlt, leidet nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Qualität von Entscheidungen und die Zusammenarbeit insgesamt.

Kommunikation

Das Arbeitsklima ist zunehmend von Unsicherheit und Zurückhaltung geprägt. In Meetings ist eine spürbare Veränderung zu erkennen: Beiträge werden seltener, Diskussionen bleiben aus und viele Mitarbeitende verzichten darauf, Fragen zu stellen oder ihre Meinung zu äußern.

Hintergrund ist häufig die Sorge, mit kritischen oder „falschen“ Fragen negativ aufzufallen. Diese Entwicklung führt dazu, dass wichtige Perspektiven ungehört bleiben und ein offener Austausch kaum noch stattfindet.

Ein konstruktives Arbeitsumfeld lebt jedoch von Vertrauen und der Möglichkeit, sich frei einzubringen. Wenn diese Grundlage fehlt, leidet nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Qualität von Entscheidungen und die Zusammenarbeit insgesamt.


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Arbeitgeber-Kommentar

IT-Dienstleistungszentrum BerlinHR-Team

Liebe*r Kolleg*in
vielen Dank für die offene und differenzierte Rückmeldung. Wir wissen, dass Transformationsprozesse für alle Beteiligten herausfordernd sind. Dennoch sind kontinuierliche strukturelle Anpassungen unumgänglich, um die wirtschaftliche Stabilität des ITDZ Berlin zu sichern und unseren Dienstleistungsauftrag sowie die Qualität unserer Services für unsere Kundinnen und Kunden auch in Zukunft zuverlässig erfüllen zu können. Deshalb freut es uns, dass du deine Tätigkeit im direkten Kontakt mit unseren Kundinnen und Kunden als positiv erlebst und dich durch deine intrinsische Motivation weiterhin engagiert einbringst.

Wir sind uns bewusst, dass Veränderungen von allen Mitarbeitenden ein gewisses Maß an Flexibilität und Bereitschaft erfordern – sowohl in der Denkweise als auch im täglichen Handeln. Gerade in der Abteilung Kunden und Projekte wird der Transformationsprozess deshalb engmaschig von unserem Transformationsteam begleitet, um die Auswirkungen bestmöglich zu steuern und zu unterstützen. Um Transparenz zu schaffen und den Wissenstransfer zu fördern, wurden und werden Townhall-Meetings durchgeführt, Gruppengespräche angeboten und Sprechstunden eingerichtet. Diese bieten allen Beteiligten die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, Fragen zu stellen und den Prozess mitzugestalten.

Deine konstruktiven Hinweise und Rückmeldungen nehmen wir mit, um den Transformationsprozess weiterhin so offen und nachvollziehbar wie möglich zu gestalten.
Dein HR-Team

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