Fassade schön, Fundament wackelt – don´t look up!
Verbesserungsvorschläge
Etabliert wieder einen wertschätzenden und respektvollen Umgang mit allen Mitarbeitenden.
Beendet das Führen durch Angst, Bashing und Micromanagement.
Fördert den Zusammenhalt im Unternehmen, statt zu spalten oder zu fragmentieren.
Kommuniziert rechtzeitig, transparent und umfassend mit allen Mitarbeitenden.
Setzt auf zeitgemäße digitale Lösungen, um Prozesse effizienter zu gestalten und die Arbeitslast zu reduzieren.
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht ein Klima der Vorsicht und des Misstrauens. Ängste und Unsicherheiten dominieren. Viele Mitarbeitende vermeiden es, eigene Meinungen offen zu äußern oder auf Missstände hinzuweisen, negative Konsequenzen könnten drohen. Die Führungskultur setzt mehr auf Spaltung als auf Zusammenhalt. Mitarbeitende werden bewusst gegeneinander positioniert, Informationen werden ungleich verteilt, gezielte Andeutungen dienen als Steuerungsinstrument. Konkurrenzverhalten wird bewusst gefördert. Fehler werden oftmals als persönliches Versagen bewertet. Ursachen für Fehler werden nicht analysiert und auch nicht bewertet. Stattdessen werden Schuldige benannt. Wer sich anpasst, wird geduldet oder begünstigt, wer Fragen stellt oder Entscheidungen hinterfragt, kann schnell ganz allein dastehen. Das Ergebnis ist eine toxische Arbeitskultur, in der Angst und Selbstdarstellung den Platz von Kooperation, Vertrauen und gegenseitigem Respekt eingenommen haben.
Image
Das Image des Unternehmens ist leider seit geraumer Zeit nicht besonders positiv. Erfolge und Weiterentwicklungen reichen bislang nicht aus, um das bestehende öffentliche Bild nachhaltig zu verändern. Insbesondere bei den Behörden des Landes Berlin bleibt das Image des Unternehmens daher weiterhin verbesserungswürdig.
Work-Life-Balance
Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Optionen, Urlaub und Erholungszeiten sind formal geregelt und grundsätzlich verfügbar. Die psychische Anspannung, die viele Mitarbeitende mit nach Hause nehmen, bleibt jedoch bestehen. Kurzfristige Aufgabenänderungen, hoher Leistungsdruck und die Angst vor negativen Konsequenzen konterkarieren diese Angebote und ihre Wirkung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ist im Großen und Ganzen akzeptabel. Es besteht Luft nach oben, um nachhaltige und soziale Aspekte stärker in den Arbeitsalltag und die Unternehmensprozesse zu integrieren.
Kollegenzusammenhalt
Unter den „Kollegen-Besties“ existiert Vertrauen und die Bereitschaft zur Unterstützung, doch diese Solidarität ist im Großen verloren gegangen. Viele Mitarbeitende ziehen sich auf ihre kleinen Vertrauensnetzwerke zurück. Statt Probleme gemeinsam zu lösen, geht es heute öfter darum, die eigene Position zu schützen oder sich Vorteile über die Unzulänglichkeiten anderer zu sichern.
Vorgesetztenverhalten
Mikromanagement, Kontrolle, Macht, Intransparenz und Spaltung killen Werte wie Unterstützung und Vertrauen. Entscheidungen werden häufig ohne nachvollziehbare Begründung kommuniziert, was bei Mitarbeitenden Fragen offenlässt. Das „Aufgabenroulette“ sorgt für zusätzlichen Druck und Frustration.
Arbeitsbedingungen
Grundsätzlich fehlt es an nichts.
Kommunikation
Gerade in Zeiten von Umbrüchen und Veränderungen ist eine klare und transparente Kommunikation entscheidend. In der aktuellen Praxis werden Informationen unklar, selektiv oder verspätet weitergegeben, teilweise werden wichtige Details bewusst verschwiegen oder nur Halbwahrheiten kommuniziert. Die interne Kommunikation wirkt teilweise abwertend und wenig wertschätzend gegenüber Mitarbeitenden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben des Unternehmens und seiner Abteilungen sind spannend und herausfordernd. Ihre zügige und qualitativ hochwertige Umsetzung wird leider häufig durch wenig nachvollziehbare interne Entscheidungen, plötzliche Richtungswechsel und Umkehrungen erschwert. Dies führt zu Verzögerungen bei der Realisierung wichtiger Vorhaben.

