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Bewertung

TopCompany6 Jahre

Licht und Schatten fallen auf den Bereich Statistik

4,2
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Die Work-Life-Balance profitiert erheblich vom hohen Anteil an Telearbeit.
- Die Aufgaben bieten häufig spannende und abwechslungsreiche Herausforderungen.
- Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen ist überwiegend sehr gut.
- Der Arbeitsplatz bietet eine hohe Sicherheit.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Die Führungsebene erfüllt oft nicht die Erwartungen, die an sie gestellt werden.
- Die Arbeitsatmosphäre wird durch Überlastung, bedingt durch sachgebietsfremde Aufgaben und Personalmangel, beeinträchtigt.

Verbesserungsvorschläge

Eine starke Unternehmenskultur sollte in erster Linie die Motivation der Mitarbeitenden fördern und ihre Identifikation mit dem Unternehmen stärken. Das Vorleben der Werte durch die Führungskräfte sollte das zentrale Werkzeug sein, nicht das Auswendiglernen des Leitbilds. Eine echte Feedback-Kultur verliert an Wert, wenn nicht der Empfänger des Feedbacks, sondern der Gebende sich ändern soll. Wenn Wertschätzung hauptsächlich auf dem Papier existiert, wird es schwer, Vertrauen zu den Führungskräften aufzubauen. Am Ende bleibt nur das Gefühl, ein kleines Rädchen im Getriebe zu sein.

Arbeitsatmosphäre

Grundsätzlich bin ich zufrieden, doch in vielen Bereichen lässt die Arbeitsatmosphäre zu wünschen übrig. Das Hauptproblem ist häufig die Überlastung der Mitarbeitenden, bedingt durch Personalmangel. Auch die Führungsebene zeigt sich nicht immer von ihrer besten Seite. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass kürzlich Maßnahmen eingeführt wurden, um die Arbeitszufriedenheit regelmäßig zu erfassen. Ob diese letztlich zu einer spürbaren Verbesserung führen werden, bleibt abzuwarten.

Image

Statistiken genießen zwar nicht das beste Ansehen, doch dieses Urteil ist ungerechtfertigt. Zudem trägt IT.NRW keinerlei Verantwortung für das Image der Statistik in der Öffentlichkeit.

Work-Life-Balance

Alles andere als fünf Sterne wäre kaum gerechtfertigt. Es sind beeindruckende 80 % Telearbeit möglich. Auch im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wird, meines Erachtens, Rücksicht genommen – wobei dies je nach Team unterschiedlich ausfallen kann.

Karriere/Weiterbildung

Es stehen zahlreiche Fortbildungsangebote sowie vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Förderung zur Verfügung. Allerdings könnte die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Laufbahnen noch weiter verbessert werden.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung erfolgt gemäß dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Daher sind die Tarifparteien und nicht IT.NRW für die Festlegung der Entgelttabelle verantwortlich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein Team für Nachhaltigkeit wurde ins Leben gerufen, das sich unter anderem mit der Wiederverwertung von ausgemusterten Geräten beschäftigt. Auch das Thema Green IT wird aktiv vorangetrieben.

Kollegenzusammenhalt

Den Kollegenzusammenhalt würde ich als sehr gut bezeichnen. Allerdings ist dies, wie man weiß, oft eine Frage des Glücks und kann innerhalb eines Unternehmens durchaus variieren.

Umgang mit älteren Kollegen

Meiner Einschätzung nach gibt es auch hier keine Benachteiligung. Bei Bedarf steht die Schwerbehindertenvertretung mit Rat und Tat zur Seite.

Vorgesetztenverhalten

Man kann Riesenglück haben – oder auch richtiges Pech. Im Bereich Statistik laufen die Uhren anders als in der IT. Zwar gibt man sich modern und unkonventionell wie ein trendiges Startup, doch die Hierarchie erinnert eher an die eines Ministeriums aus den 70er Jahren. Ob man sich duzt und wie man miteinander umgeht, sollte keine Frage der Hierarchie oder des sozialen Kapitals sein. Es ist schlichtweg entwürdigend, dass der 'Stallgeruch' über die Anrede entscheidet, und über die Hierarchieebenen hinweg (mit wenigen Ausnahmen) das Siezen die Norm bleibt. Das spiegelt oft auch den Umgang mit den Untergebenen wider. Es fällt mir schwer, das zu sagen, aber leider gibt es auch einige schwierige Persönlichkeiten in Schlüsselpositionen. Zum Glück gibt es auch positive Ausnahmen.

Arbeitsbedingungen

Im Allgemeinen sind sowohl die Räume als auch die technische Ausstattung in einwandfreiem Zustand. Allerdings ist die Kontrolle über die Haustechnik – insbesondere Beleuchtung, Belüftung und Heizung – nicht immer gegeben.

Kommunikation

In kleinen Angelegenheiten funktioniert die Kommunikation reibungslos. Bei größeren Themen hingegen ist der Flurfunk oft der dominierende Kommunikationskanal, bevor etwas offiziell verkündet wird.

Gleichberechtigung

Vorbildlich! Die Gleichstellungsbeauftragte ist sehr aktiv.

Interessante Aufgaben

In Bezug auf die Komplexität lässt sich die Arbeit sicherlich nicht mit anspruchsvollen Bereichen in der Wissenschaft vergleichen. Es erfordert die Eigeninitiative, sich interessante und herausfordernde Aufgaben zu suchen. Durch die fortschreitende Digitalisierung entstehen neue Möglichkeiten. Aber zugegeben, je nach Aufgabenbereich kann auch das Risiko eines Boreouts bestehen. Das Hauptproblem sind oftmals unsinnige, sachgebietsfremde Aufgaben, die von oben aufgedrängt werden, ohne einen erkennbaren Nutzen für das jeweilige Fachgebiet zu bieten. Sicher sind diese Aufgaben oft wichtig, aber in diesem Fall sollte auch entsprechendes Personal abgestellt oder eingestellt werden, das sich gezielt darum kümmert!

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Arbeitgeber-Kommentar

Tobias KleinReferent Personalgewinnung und Personalentwicklung

Liebe Kollegin,
lieber Kollege,

vielen herzlichen Dank für Ihre ausführliche und ausgewogene Bewertung und natürlich die Weiterempfehlung von IT.NRW als Arbeitgeber!

Ich weiß es sehr zu schätzen, dass Sie sich die Zeit für ein derart detailliertes Feedback genommen haben und freue mich natürlich über die vielen 4- bis sogar 5-Sterne Bepunktungen. Ihren Ausführungen zur Work-Life-Balance (mit weitreichender Telearbeit), dem sehr guten Zusammenhalt unter Kolleginnen und Kollegen, zu einer vorbildlichen Gleichberechtigung sowie zu dem umfangreichen Fortbildungsangebot kann ich nichts mehr hinzufügen. Vielmehr möchte ich diese Eindrücke auch aus meiner eigenen Wahrnehmung nur unterstreichen. Besonders wichtig finde ich persönlich, dass Sie im Kontext des Aspektes „Image“ auch nochmal auf die Wichtigkeit der amtlichen Statistik eingehen. Gerade in Zeiten, in denen immer häufiger von ‚Fake News‘ die Rede ist, sind unabhängige Fakten immens wichtig und stärken auch die Demokratie. Da IT.NRW zugleich das Statistische Landesamt von NRW ist, leisten Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen im Bereich Statistik genau hier einen enorm wichtigen Beitrag, für den ich Ihnen allen aufrichtig danke!

Auch Ihre konstruktiven Hinweise zum Führungsverhalten nehmen wir als IT.NRW ernst, zumal dieses sich – wie von Ihnen beschrieben – ja auch maßgeblich auf die Arbeitsatmosphäre auswirkt. Insofern sind die von Ihnen erwähnten eingeführten Maßnahmen zur regelmäßigen Erfassung der Arbeitszufriedenheit ein wichtiger erster Schritt, um systematisch Verbesserungen zu identifizieren und umzusetzen. Hilfreich für uns ist in diesem Kontext aber auch immer der direkte Austausch zu persönlichen Erfahrungen, da sich daraus besonders gut konkrete Maßnahmen und Lösungen ableiten lassen. Aus diesem Grund würde ich mich freuen, wenn Sie Kontakt zu mir aufnehmen würden (z. B. per Mail über tobias.klein@it.nrw.de), damit wir gemeinsam ins – selbstverständlich vertrauliche – Gespräch gehen können.

Bis dahin viele Grüße
Tobias Klein
– Referent Personalgewinnung und Personalentwicklung –

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.