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Bewertung

Es tut weh zu bleiben aber es ist zu bequem um zu gehen.

2,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Information und Technik Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Hervorragende Work-Life Balance mit theoretisch hoher Telearbeitsquote. Gutes Gehalt für entsprechend geringe Arbeitslast.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Langsame Bürokratie und veraltete Ausstattung der Büros. Falsche Versprechen durch Vorgesetzte und unstrategische Führung.

Verbesserungsvorschläge

Es ist dringend eine Änderung im Bereich der Ausbildung und des dualen Studiums nötig. Die betreuung variiert je nach Abteilung enorm, die Verantwortlichen in der Ausbildungsabteilung sind in ihrer Position falsch besetzt. Den Auszubildenden wird misstraut, benefits werden abgebaut. Es wird das Gefühl vermittelt weniger Wert zu sein, Probleme werden als "unverhätnismäßige Ansprüche" abgetan. Eigene Abläufe sind nicht bekannt und müssen selber für die Verantwortlichen recherchiert werden.
Nach Ende des dualen Studiums wird unter der Begründung "einer Einarbeitung" außnahmslos für 6 Monate in der Gehaltsstufe EG10 eingestellt. Auch dann, wenn keine Wechsel der Abteilung oder Tätigkeit vorliegt.

Hier wird die Bekämpfung des demografischen Wandles schon an der Wurzel verfehlt.

Arbeitsatmosphäre

Eigeninitiative und Engagement führen häufig zu einer Erhöhung des eigenen Arbeitspensums, ohne dass dies nachhaltig anerkannt oder ausgeglichen wird. Eigene Projekte und Ideen verlaufen nicht selten im Sande, da notwendige Entscheidungen ausbleiben oder stark verzögert werden. Aufgaben werden vielfach nach dem Prinzip „Arbeit fließt dorthin, wo sie erledigt wird“ verteilt, was Zurückhaltung begünstigt und Verantwortung ungleich verteilt. Dies führt regelmäßig zu Frustration durch verlangsamte Arbeitsabläufe und dem Gefühl, trotz Einsatz wenig erreicht zu haben.

Kommunikation

Kommunikation innerhalb der Teams laufen nach meiner Erfahrung gut ab. Es scheitert eher an der Kommunikation mit anderen Teams. Breaking-Changes werden nicht rechtzeitig bekannt gegeben, häufig erhält man keine Antworten auf Anfragen oder Tickets.

Kollegenzusammenhalt

Abhängig von der Abteilung. Mit einigen wenigen ist es möglich effektiv und mit Spaß zusammen zu arbeiten. In der Regel wird sich aber vor der Erteilung von Aufgaben gedrückt. Die Arbeit fließt dann meistens zu den wenigen, kompetenten Mitarbeitern. Hilfeersuchen werden ignoriert um das eigene Arbeitspensum möglichst minimal zu halten.

Work-Life-Balance

Es gibt die Möglichkeit BIS ZU 80% in Telearbeit zu arbeiten. Das schließt allerdings nur das Arbeiten am heimischen Arbeitsplatz ein. Workation oder einfaches Arbeiten aus einem Café sind offiziell nicht möglich. Ab 06:30 Uhr kann den Tag über die Arbeit flexibel selber eingeteilt werden. Niemand arbeitet sich zu Grunde, viele nutzen es aber auch aus.

Vorgesetztenverhalten

Es wird viel versprochen und viel erzählt. In meiner Abteilung bleibt es aber meist dabei. Absprachen werden nicht eingehalten, Entscheidungen ins unendliche aufgeschoben bis sie in Vergessenheit geraten. Es herrscht kein Überblick über die Auslastung und Aufgaben der Mitarbeitenden.
Häufig scheinen die direkten Vorgesetzten eher als Eskalationsmedium zu dienen als aktiv das Team zu leiten und zu fördern.

Interessante Aufgaben

Da wo neue, interessante Aufgaben geschaffen werden könnten, bleibt die Entwicklung meist an Entscheidungen der Vorgesetzten hängen. Die Kompetenzen der Mitarbeitenden in den Teams schwanken massiv, weshalb Aufgaben mit unterschiedlich viel Herzblut bearbeitet werden. Hier wird nur ein minimum geleistet statt das gesamt mögliche Potential auszuschöpfen und sich weiter zu entwickeln.

Umgang mit älteren Kollegen

Mein Gefühl als junger Kollege ist, dass der Umgang mit älteren Kollegen meist gut abläuft. Erfahrungen und Wissen wird gewertschätzt auch wenn oft viel Überzeugungskraft nötig ist um Änderungen herbeizuführen. Leittragend sind hier eher jüngere Kollegen, deren frischer Wind erstickt wird.

Arbeitsbedingungen

Die Büroräume auf der Mauerstraße sind veraltet und wirken typsich für Behörden. Regelmäßig fällt der Vergleich, dass das Gebäude einem Gefängniss ähnelt. Wer nicht gerade ein Büro in den höheren Etagen hat wird leider auch nicht durch einen schönen Ausblick entschädigt. Die Klimatisierung im Gebäude ist nicht funktional. Im Winter ist es zu kalt, im Sommer stickig und warm, Fenster können nicht geöffnet werden. Bürostühle sind durchgesessen oder teilweise defekt.

Positiv lassen sich die kostenlosen Parkplätze hervorheben, wobei kein DeutschlandTicket als Alternative bezuschusst wird.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird viel über Green-IT geredet, wahrnehmen tut man hier aber nichts. Das wmweltschonende Pendeln mit dem DeutschlandTicket wird hingegen von der gesamten Landesverwaltung nicht bezuschusst.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt liegt weit unter der freien Wirtschaft, kann sich aber am Arbeitsaufwand gerechnet sehen lassen. Es ist ein abwegen, ob man ein solides Gehalt für wenig Arbeit und Stress bei IT.NRW bekommen möchte oder wirklich etwas verändern will. Wer gerne seine Zeit absitzt und hier und da ein paar Aufgaben erledigt kommt hier auf einen sehr guten Studenlohn.
Der ständige Stillstand ist aber frustrierend und man stellt sich regelmäßig die Frage, warum man bleibt.

Image

IT.NRW erfüllt viele Klischees des öffentlichen Dienstes aber nicht alle.

Karriere/Weiterbildung

Begründete und gewünschte Fortbildungen werden gerne finanziert und unterstützt. Es gibt eine große Auswahl an internen Fortbildungen aber auch externer Dienstleister.
Ohne den richtigen Abschluss ist ein Aufstieg in höhere Ebenen schwer.


Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Tobias KleinReferent Personalgewinnung und Personalentwicklung

Liebe Kollegin,
lieber Kollege,

vielen Dank für Ihr ausführliches Feedback. Ich schätze Ihre offenen Worte sehr, da sie uns wichtige Einblicke in die Arbeitsrealität geben.

Erfreulich ist natürlich, dass Sie unsere Work-Life-Balance und damit die flexiblen Arbeitszeiten sowie die weitreichenden Möglichkeiten zur Telearbeit mit der höchsten Bewertung versehen haben. Und auch Ihren Eindruck in Punkten wie Gleichberechtigung, Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen oder rund um Ihre qualitative Einschätzung zum Thema Fortbildungsmöglichkeiten teile ich persönlich.

Umso bedauerlicher ist Ihr Fazit „Es tut weh zu bleiben“. Die von Ihnen genannten Kritikpunkte, die dem zu Grunde liegen, nehmen wir sehr ernst, zumal wir – wie in Kommentaren auf kununu Bewertungen schon wiederholt geäußert – an einer kontinuierlichen (Weiter-)Entwicklung von IT.NRW interessiert sind. Dies betrifft z. B. auch das Thema Ausbildungsbetreuung, wo bereits jetzt regelmäßig Gespräche mit den Auszubildenden geführt werden, um gezielte Hilfsangebote unterbreiten zu können. In diesem Kontext sind wir aber auch dankbar für konkrete Hinweise, an welchen Stellen aus Ihrer Sicht beispielsweise Benefits abgebaut werden, um dies intern prüfen zu können. Manche Punkte liegen dabei aber auch nicht in unserer Macht: ich kann beispielsweise nachvollziehen, dass die Eingruppierung nach Abschluss des Studiums in den von Ihnen genannten Fällen erst einmal kontraintuitiv ist. Tatsächlich ist dies ist aber tarifvertraglichen Regelungen geschuldet. Ihr Feedback ist dennoch ein guter Hinweis für uns, dass wir diese an machen Stellen besser kommunizieren müssen.

Nicht nur in diesem Punkt sind wir offen für einen direkten Dialog, um gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Ihre Erfahrungen können uns dabei helfen, Herausforderungen anzugehen und unsere Arbeitsabläufe zu verbessern. Insofern möchte ich Ihnen gerne ein persönliches Gespräch zu Ihren Erfahrungen und unterbreiteten Verbesserungsvorschlägen anbieten, in dem wir einmal mehr in die Tiefe gehen können. Sofern Sie daran Interesse haben, kommen Sie gerne auf mich (z. B. per Mail an tobias.klein@it.nrw.de) oder meine für das Thema Ausbildung zuständige Kollegin Patricia Schink (z. B. per Mail an patricia.schink@it.nrw.de) zu, damit wir individuell einen Termin vereinbaren können.

Viele Grüße
Tobias Klein
– Referent Personalgewinnung und Personalentwicklung –

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.