Es war mal besser, es wir immer langweiliger
Gut am Arbeitgeber finde ich
Krisenfester Job, in meinem Fall super nette Kollegen und Vorgesetzte
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Oft langweilt man sich einfach und fühlt sich überqualifiziert. Man nutzt die vorhandenen Potentiale der Mitarbeiter zu wenig. Man fängt hoch motiviert an und nach zwei, drei Jahren ist alles verpufft, weil man vor Wände rennt oder die Prozesse nichts zulassen. Die guten jungen gehen dann (zurück) in die freie Wirtschaft, Ü50 bleibt und hofft, dass die Rente vor dem Bore-Out kommt.
Verbesserungsvorschläge
Ich bin seit über 5 Jahren dabei. Oft fühlt man sich bei IT.NRW als ITler fehl am Platz. Immer wieder externe Dienstleister, denen man ihre Arbeit erklären muss (nicht alle, es gibt auch positive Ausnahmen!) Statt die hauseigene Kompetenz der eigenen Programmierer zu nutzen und auszubauen, werden viel zu oft Externe eingesetzt. Am Ende leitet man nur noch Emails weiter.
Arbeitsatmosphäre
Für absolut alles gibt es einen Prozess und gefühlt kommt jede Woche was neues dazu, was einen bremst. Man könnte ja sonst zu effektiv arbeiten.
Image
Wenn man erzählt, wo man arbeitet, wird man belächelt
Work-Life-Balance
Vier Tage/Woche Homeoffice, Gleitzeitkonto, was will man mehr.
Karriere/Weiterbildung
Die interessanten Fortbildungen sind meist überbucht und man wartet ewig, dass man drankommt.
Karriere? Ab bestimmten "Flughöhen" geht es nur mit Master weiter und man muss Personalverantwortung übernehmen.
Hinzukommt: Wenn man in einer ungünstigen Entgeltgruppe/Stufe ist und man höher gruppiert wird, kann es sein, dass man erstmal einen Schritt zurück geht. Es sieht so aus, als ob die Tarifparteien nicht möchten, dass man Karriere macht.
Kollegenzusammenhalt
In meinem Team super
Umgang mit älteren Kollegen
Für meinen Bereich: Man weiß die Erfahrung von Ü50 zu schätzen
Vorgesetztenverhalten
Sehr von den jeweiligen Vorgesetzten abhängig. Persönlich habe ich absolute Top-Vorgesetzte, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für mich einsetzen.
Arbeitsbedingungen
Höhenverstellbare Schreibtische, man kann also zwischen sitzen und stehen wechseln. Für das Homeoffice bekommt man Monitor, Tastatur, Maus, Headset und Dockingstation gestellt. Das gibt es in der freien Wirtschaft selten.
Kommunikation
Vieles läuft über Flurfunk
Gehalt/Benefits
Unterliegt alles dem TV-L. "Draußen" verdient man mehr, hat aber auch meist schlechtere Arbeitsbedingungen.
Es gibt eine zusätzliche Altersvorsorge, VBL, sollte man nicht unterschätzen!
Interessante Aufgaben
Vieles wird an externe Dienstleister abgegeben. Oft leitet man nur Emails weiter oder koordiniert eine Telko um alle Dienstleister an einen virtuellen Tisch zu bekommen.

