Technik, Vertrieb und Kundensupport von wissensch. Geräten: Gute Firma für guten Job
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich denke ich habe mich deutlich genug ausgedrückt.
Das positive überwiegt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie gesagt, das positive überwiegt sehr deutlich...
Die Farbe des Firmensitzes ist von außen sehr dunkel, ist klar das schlimmste.
Verbesserungsvorschläge
Ehrlich gesagt, jeder hat Sachen, die er an seinem Job nicht mag. Manchmal ist man in der falschen Branche, manchmal ist man in der falschen Firma, manchmal ist Arbeit ein nicht notwendiges Übel.
Wenn ich das weglasse, was jeder immer findet, bleibt nichts relevantes übrig.
Arbeitsatmosphäre
War tadellos.
Meiner Meinung nach entstand Druck durch den eigenen Anspruch, Kritik war - wenn geäußert - gerechtfertigt und als fachliche Kritik formuliert. Dafür waren alle bemüht freundlich und immer hilfreich zu sein.
Es gab keine erzwungene JEOL Office-Philosophie.
Der freundliche Umgang war ehrlich.
Ich habe keine Buzzwords gehört um irgendetwas schräges zu machen.
Es gab keinen sozialen Druck irgendein besonderes Verhalten mit zu machen, oder an eine besondere Firmen-Philosophie zu glauben.
Ich hatte keine Kenntnis und keinen Kontakt mit oder zu Office-Politik, ich glaube so etwas gab es nicht.
Die Kultur war wie in einer Firma. Man macht es mit (oder nur soweit man es muss, wenn man es nicht mag.) Es ist ein Unternehmen, kein Sportplatz, keine Kneipe und keine Kirche.
Image
In Naturwissenschaftlerkreisen: hoch.
Aber die Geräte werden selten an Konsumenten oder Banken, oder Geschäfte oder die Feuerwehr verkauft. An Siemens, Fendt und Claas kommt das Image von JEOL deshalb nicht heran.
Work-Life-Balance
Leider war es mir nicht möglich nach meine Zeit nach freiem Willen zu legen, also "heute mal nicht" zu Arbeit zu gehen.
Weil es in manchen Jobs vereinzelt möglich ist, kann ich keine 5/5 vergeben.
Davon abgesehen, wenn ich Bedarf hatte, habe ich immer frei bekommen. Management und Kollegen haben geschaut, dass freie Tagen nach Überstunden auch genommen wurden.
Es gab keine "mach mal länger" oder "das muss jetzt raus" oder "dann und dann ist Deadline" Ansagen, die am Ende der Woche kamen. Wenn etwas zeitlich nicht machbar war, konnte man es in der nächsten Arbeitswoche abarbeiten.
Karriere/Weiterbildung
Die Firma ist nicht groß. Wenn man unbedingt in X Jahren Y neue Titel sammeln möchte ist man hier leider falsch.
Dafür ist die Weiterbildung super. Die formelle Weiterbildung wird unterstützt. Die Firmeninterne Weiterbildung a.k.a. das Lernen von Neuem Sachen wird angeboten und wurde in meinem Bereich quasi als Selbstverständlichkeit gesehen.
Ich hatte dazu auch immer genug Zeit bekommen.
Zudem lernt man aus sachlichen Gründen schon immer viel Neues, wenn man nur zuhört. Siehe oben: es gibt viele interessante Aufgaben - und deshalb gibt es immer mehr als man sich merken kann.
Gehalt/Benefits
Jeder wünscht sich immer mehr Geld.
Ich hatte allerdings das Gefühl, dass das Management einen fairen Lohn bezahlen wollte. Und das nicht nur gesagt hat, sondern auch so gegenüber allen vertreten hat. Ich habe außerdem das Gefühl, darüber musste aber auch nicht zu viel diskutiert werden, weil das als selbstverständlich wahrgenommen wurde.
JEOL ist aber keine Investment-Bank, die Börsenhändler mit Provision bezahlt. Die ganz große finanzielle Karriere kann man hier bestimmt nicht machen. Gegen Tarif bei einer Großen Firma kommt JEOL aber immer noch an.
Trotzdem oder Deshalb 5/5.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ist vorhanden...
Die Firma macht auch keine chemische Produktion. Die Geräte sind groß und gehen an Naturwissenschaftler in Laboren. Natürlich entstehen dadurch unvermeidbare Transporte. Natürlich werden Sie mit Chemie oder Lösungsmitteln benutzt.
Das war es dann aber auch.
Die Arbeitssicherheit für die Chemie, die Elektrik und den Strahlenschutz ist großgeschrieben, die BG ist ziemlich sicher glücklich, es gibt einen Plan für Rente, Krankheit und Gewitter.
Alles was gesetzliche und andere Mindeststandards betrifft ist ziemlich sicher erfüllt, wenn nicht übererfüllt.
Und der Müll kann getrennt werden.
Kollegenzusammenhalt
War Hervorragend.
Immer freundliche, immer hilfreiche Kollegen. Niemand hat geglaubt er könne mehr, oder wäre was besseres.
Das wars. Sonst gibt es hier nichts zu lesen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich kann auch hier eigentlich nichts sagen, aber meiner Meinung nach tadellos.
Vorgesetztenverhalten
War Hervorragend. Siehe alle Punkte oben.
Arbeitsbedingungen
Siehe Work-Life-Balance. Wenn UPS oder eine Spedition kommt, muss man da sein. Und wenn man es mit dem Aufwand eines sehr erfolgreichem App-Entwicklers vergleicht, der zu Hause ein abgetrenntes Home Office hat, sind viele Arbeitsbedingungen keine 5/5.
Aber die Arbeitsmittel waren top. Wenn man etwas brauchte gab es das, wenn man Hilfsmittel brauchte waren sie quasi schon da, und wenn man Hilfe brauchte hat man sie bekommen.
Wenn man noch etwas anderes brauchte, wurde es beschafft.
Kommunikation
War in meinem Bereich sehr gut, schnell, angenehm und bei Bedarf der Situation angepasst (also lang genug um gründlich zu verstehen um was es geht).
Zumeist telefonisch, wenn möglich aber persönlich.
Die Menge der Mails ist immer zu hoch, ich kenne aber wirklich unangenehmere Mail-Aufkommen.
Gleichberechtigung
Ich kann hier eigentlich nichts sagen, aber ich habe keine systematischen Sachen wahrgenommen. Ich wäre aber auch kein Ziel gewesen, deswegen einfach mal 4/5.
Interessante Aufgaben
Ja. Viele.
Die verkauften Geräte (und die Dienstleistungen) konnten Komplex werden. Viele Kunden hatten besondere Wünsche, und die JEOL hat fast immer versucht es möglich zu machen.
Im Ausgleich wurde man nach Nachfrage immer gut unterstützt - und wenn man etwas nicht machen konnte, hat man immer schnell Hilfe bekommen.