Ihr Unternehmen?

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Jobcenter 
Berlin
Vorstellungsgespräche

Ihr Unternehmen?

Das Jobcenter. (Eigentlich) Teil des Systems, welche Menschen ermutigen und befähigen soll, wieder in Arbeit zu kommen.

2,6
Absage
Bewerber/inHat sich 2026 in Berlin als Fachassistent/in Leistungsgewährung beworben und eine Absage erhalten.

Verbesserungsvorschläge

Zunächst bin ich ehrlich gesagt erleichtert, dass auch seitens des Jobcenters (Tempelhof-Schöneberg) entschieden wurde, dass es nicht passt. Dennoch hinterlassen die Art und Weise sowie der gesamte Prozess bei mir erhebliche Zweifel.

Das Recruiting wirkte von Anfang an sehr unpersönlich. Keine direkte Kontaktaufnahme - Einladung ausschließlich per Post im Bewerberportal, aus welchem heraus man sich selbst dann per E-Mail melden sollte. Warum kann die Einladung nicht (zusätzlich) bereits ein Mensch per Direktmail senden?

Die rekrutierende Person war ebenfalls (mehr als) sachlich und ja, es ist bei vielen Verfahren und Personen überwiegend der gleiche Text, der mitgeteilt werden will, aber dennoch habe ich es nirgendwo so unpersönlich und kühl erlebt, wie hier.

Im Interview wurden viele Fragen - auch klassische Konflikt- und Stressfragen. Was aber eigentlich gestresst hat war, dass die Anwesenden seitens Jobcenter fast die gesamte Zeit mitgeschrieben haben während ich auf diese Fragen geantwortet habe. Zeitweise fühlte es sich an, als würde ich in einen leeren Raum sprechen, da kaum Blickkontakt, Reaktionen oder erkennbare Präsenz vorhanden waren. Es gab keinerlei Rückmeldung, keine sichtbare Empathie für meine nachvollziehbare Aufregung und kein menschliches Feedback, das in einer solchen Prüfungssituation Orientierung oder Sicherheit hätte geben können. Persönliche Worte beschränkten sich auf die Nennung der Namen und den Wunsch nach einem „guten Vorstellungsgespräch“ zu Beginn (was ebenfalls sehr distanziert wirkte).

Der gesamte Ablauf hat mich immer wieder aus dem Konzept gebracht.
Ich frage mich, ob möglichweise bereits am Anfang das Urteil gefallen und es sich deswegen so darstellte.

Natürlich sind dies persönliche Eindrücke – dennoch prägen sie die Wahrnehmung des gesamten Prozesses.

Der auslösende Grund meiner Bewertung ist jedoch, dass ausschließlich im Falle einer positiven Entscheidung ein Anruf am Folgetag erfolgt. Das Vorgehen wurde zwar im Gespräch transparent gemacht, dennoch halte ich diesen Umgang für höchst problematisch.
Der bewerbenden Person wird damit suggeriert, das sie NUR wertvoll ist, wenn Sie für die Stelle passt, ansonsten ist sie "egal". Es erfolgte auch später keine Mail-Informationen über die Entscheidung.

Dabei investiert man als bewerbende Person Zeit, Energie und mentale Ressourcen in den Bewerbungsprozess. Man öffnet sich in Gesprächen, teilt Erfahrungen und bemüht sich um einen authentischen Austausch. Eine ausbleibende Rückmeldung vermittelt in diesem Kontext nicht nur Unsicherheit, sondern auch fehlende Wertschätzung.

Nach mehreren Monaten intensiver vergeblicher Arbeitssuche verliert man ohnehin an Selbstvertrauen. Umso bedauerlicher ist dies bei einer Institution, deren Auftrag darin besteht, Menschen zu unterstützen, zu stärken und sie auf ihrem Weg in eine existenzsichernde Beschäftigung zu begleiten.


Erklärung der weiteren Schritte

Professionalität des Gesprächs

Zufriedenstellende Reaktion

Wertschätzende Behandlung

Vollständigkeit der Infos

Erwartbarkeit des Prozesses

Zufriedenstellende Antworten

Zeitgerechte Zu- oder Absage

Angenehme Atmosphäre

Schnelle Antwort

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