Nicht empfehlenswert
Gut am Arbeitgeber finde ich
-
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es ist sofort spürbar, dass die Stimmung deutlich besser ist, wenn der Chef nicht im Haus ist. Wenn Vertrauen in Bezug auf Arbeitszeiten oder Homeoffice eingefordert wird, sollte dieses auch den Mitarbeitenden entgegengebracht werden, anstatt sie ständig zu kontrollieren. Werden Überstunden korrekt eingereicht, sollte dies nicht als Anlass genommen werden, die Mitarbeitenden als unzuverlässig oder unehrlich darzustellen. Insgesamt prägt das Verhalten des Chefs die Arbeitsatmosphäre stark, wobei seine Art als toxisch empfunden wird. Die allgemeine Denkweise und das Verhalten gegenüber den Mitarbeitenden sind problematisch. Wenn innerhalb von nur sechs Monaten sechs Personen das Unternehmen verlassen, sagt das - besonders bei einem kleinen Team - einiges über das Arbeitsklima aus.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre sinnvoll, sich Gedanken darüber zu machen, warum so viele Mitarbeitende das Unternehmen verlassen haben, und gegebenenfalls das eigene Verhalten zu reflektieren. Zudem sollten echte Benefits eingeführt werden, die das Arbeiten im unternehmen attraktiver und angenehmer gestalten.
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt ein äußerst unangenehmes Arbeitsumfeld. Statt konstruktiver Gespräche wird hier gerne quer durchs Büro gebrüllt. Die Freude, morgens zur Arbeit zu gehen, blieb komplett aus - es war der mit Abstand schlechteste Vorgesetzte, dem ich je begegnet bin.
Wer auf ein bisschen Spaß im Job hofft, wird hier leider bitter enttäuscht.
Kommunikation
Aufgaben werden selten klar kommuniziert, stattdessen erhält man passiv-aggressive E-Mails, die einem sofort die Stimmung verderben. Spricht man den Chef direkt darauf an, wird die Situation heruntergespielt und als „gar nicht so schlimm" dargestellt. Direktes Feedback existiert nicht - stattdessen wird lieber hinter dem Rücken gesprochen. Konstruktive Kritik?
Fehlanzeige.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Kollegen herrschte im Großen und Ganzen eine gute Stimmung. Man hat sich gegenseitig den Frust über den Chef von der Seele geredet, was für eine gewisse Erleichterung sorgte. Hin und wieder hat man nach Feierabend noch etwas gemeinsam unternommen - das waren die wenigen Lichtblicke im Arbeitsalltag.
Work-Life-Balance
Das Büro sollte idealerweise bis 16:30 Uhr nicht verlassen werden, da sonst unangenehme Kommentare vom Chef drohen. Homeoffice ist auf maximal einen Tag pro Woche beschränkt, Ausnahmen gibt es bislang nicht. Auch im Homeoffice erfolgt eine enge Kontrolle, beispielsweise durch Anrufe, um sicherzustellen, dass tatsächlich gearbeitet wird - von Vertrauen ist hier wenig zu spüren.
Arzttermine und Ähnliches sollten nach Möglichkeit außerhalb der Arbeitszeit liegen.
Vorgesetztenverhalten
Oftmals zeigt sich ein respektloser Umgang mit den Mitarbeitenden. Hinter dem Rücken der Mitarbeiter fallen zudem abwertende oder unangemessene Kommentare.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren interessant und abwechslungsreich.
Gleichberechtigung
Es war deutlich erkennbar, welche Mitarbeitenden bevorzugt wurden. Diese Personen erhielten entsprechende Aufmerksamkeit und Behandlung. Wer weniger gemocht wurde, spürte dies deutlich im Verhalten des Vorgesetzten.
Zusätzlich wurden kleine Geschenke oder Gefälligkeiten eingesetzt, um sich bei bestimmten Mitarbeitenden zusätzlich einzuschmeicheln.
Arbeitsbedingungen
Parkplätze stehen nicht zur Verfügung.
Bei Streiks der Bahn muss man eigenständig eine Möglichkeit finden, zur Arbeit zu kommen. Ein Ausgleich durch Homeoffice wird nicht angeboten. Zudem müssen Telefonate im Homeoffice über das private Handy geführt werden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt im unteren Bereich.
Gehaltserhöhungen werden zwar angekündigt, jedoch nicht umgesetzt. Als „Bonus" gibt es gelegentlich eine Flasche Champagner in Wert von 40€.
Karriere/Weiterbildung
Solche Leistungen gibt es hier nicht, da sie aus eigener Tasche bezahlt werden müssten - und das ist bei einem sparsam kalkulierenden Chef nicht vorgesehen.