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Johanniter 
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Bewertung

Johanniter Waldkrankenhaus Bonn Abteilung: Anästhesie „Aus Liebe zum Leben“

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Johanniter- und Waldkrankenhaus Bonn in Bonn gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Über Jahre hinweg eine exzellente Arbeitsatmosphäre, nach einem Chefarztwechsel und mittlerweile fast 50% Leiharbeitskräften bei der Anästhesiepflege, sowie der OP-Pflege, nun nur noch eine „2-3 von 10“.

Image

Möchte den Schein einer kirchlichen Ordensgemeinschaft mit Gemeinnützigkeitscharakter erwecken. Dahinter verbirgt sich jedoch nur ein profitorientierter Konzern, dem die christlichen Wertvorstellungen fern sind.

Work-Life-Balance

Durch zunehmenden Druck durch das Management auf die operativen Kollegen werden im „Bereitschafts“-dienst immer mehr und mehr „semi-elektive“ OP’s angesetzt. Dies führt dazu, dass dies auf dem Rücken der Diensthabenden (Ärzte und Pflege) ausgetragen wird, so dass die wöchentliche Arbeitszeit . . .ähm. . .Bereitschaftszeit doch erhebliche Stundenzahlen annimmt und die „Work-Life-Balance“ einer „Work-Recovery-Time“ gewichen ist.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Greenwashing par excellence. Wenn eine CO2-schädliche Maßnahme reduziert wird (Abschaffung Desflurane) wird dies überall betont und sich gegenseitig auf die Schultern geklopft. Hintenherum wird aber (aus Kostenreduktionsgründen) sterilisationsfähiges Mehrweginstrumentarium gegen Einwegartikel (z.B. Einweg-Laryngoskope und Einweg-Laryngoskopspatel) ausgetauscht.

Karriere/Weiterbildung

Arbeitsverträge werden nur befristet auf 2 Jahre erteilt, längstens bis zum Ablauf des Weiterbildungszeitraums. Oftmals werden die Verträge dann nicht verlängert, da man lieber wieder günstigere Jungassistenten einstellt. Über den Umstand, dass der Vertrag auslaufen gelassen wird, wird bis kurz vor Ende nicht informiert, auf Anfrage ausweichend reagiert und immer wieder vertröstet. Dies gilt sowohl für das Johanniter Krankenhaus Bonn, als auch für das Johanniter Waldkrankenhaus Bonn.

Formell besteht ein Weiterbildungscurriculum für die Assistenzärzte im Qualitätsmanagementhandbuch. In der Praxis wird dieses Handbuch jedoch weder gepflegt noch Beachtung geschenkt. Es gibt keinerlei Ausbildung für Assistenzärzte. Nach kürzester Zeit werden Jungassistenten ohne Fluraufsicht -alleine- gelassen, die eigene Weiterbildung obliegt jedem für sich.

Kollegenzusammenhalt

„Gemeinsam sind wir stark!“ Der Zusammenhalt des Teams war getreu dem Johanniter-Motto bisher die Stärke der Abteilung, nach einigen Personaländerungen nach dem Chefarztwechsel wird dieser Zusammenhalt gerade aufgebrochen.

Vorgesetztenverhalten

Die ehemals flache Hierarchie ist einer monarchistischen Struktur gewichen.

Arbeitsbedingungen

Mitarbeiterparkplätze sind kostenpflichtig, das Dienstzimmer hat den Charme (und die Sauberkeit) einer osteuropäischen Jugendherberge aus den 80er Jahren. Ergonomie, Arbeitsplatzsicherheit, Brandschutzverhütung, korrekt hygienisches Arbeiten und Freihalten von Fluchtwegen im OP. . .werden kurz vor Begehungen sichergestellt. Man wird nun vermehrt an beiden Standorten (Waldkrankenhaus und Johanniter) eingesetzt um einen flexibel einsetzbaren Pool an Mitarbeitern zu schaffen.
Es gibt selten einen pünktlichen Feierabend, da rigoros immer weiter Patienten kurz vor Feierabend eingeleitet werden und somit immer mehrere OP-Säle in den Dienst gehen. Dies ist „von oben“ so gewollt. . .ob man überhaupt Zeit hat länger zu bleiben wird nicht gefragt, man wird einfach „sitzen gelassen“.
Durch die erhebliche Arbeitsbelastung ist der Krankenstand eklatant hoch. Wer oft krank ist, bekommt ein persönliches Gespräch mit der Führung.

Kommunikation

Der „Flurfunk“ funktioniert wunderbar. Offen/ehrliche Kommunikation wird selten gepflegt. Die Kommunikation „von oben“ erfolgt über eine Flut von e-mails.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung erfolgt nach TV-Ärzte KF. Das Gehalt kommt zuverlässig zum 15. des Monats. Die Abrechnung ist jedoch unglaublich undurchsichtig und kaum verständlich. Die Personalsachbearbeiterinnen sind aber bei Fragen äußerst freundlich und bemüht.

Interessante Aufgaben

„Pöstchen“ gibt es für jeden der diese gerne übernehmen möchte, wenn sich niemand findet wird jemand bestimmt. Diese sind die Aufgaben wie in jeder anderen Klinik: Transfusionsbeauftragter, Organspendebeauftragter, usw.

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Arbeitgeber-Kommentar

Liebe ehemalige Mitarbeiterin, lieber ehemaliger Mitarbeiter,

vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, uns Deine Erfahrungen mitzuteilen. Es tut uns sehr leid, dass Deine Zeit bei uns nicht den Erwartungen entsprochen hat, und wir möchten uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen.

Deine Rückmeldungen zu den verschiedenen Bereichen wie der Arbeitsatmosphäre, Kommunikation, Work-Life-Balance und den Arbeitsbedingungen nehmen wir sehr ernst. Wir wissen, wie wichtig es ist, ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen, und arbeiten kontinuierlich daran, diese Aspekte zu verbessern.

Auch Deine Anmerkungen zur Kommunikation und den internen Strukturen sind für uns sehr wertvoll. Wir werden uns weiterhin darum bemühen, eine transparentere und offenere Kommunikation auf allen Ebenen zu fördern. Das Wohl unserer Mitarbeitenden und die Förderung eines respektvollen Miteinanders sind uns besonders wichtig.

Deine Hinweise zur Work-Life-Balance und den Arbeitsbedingungen nehmen wir ebenfalls ernst. Wir wissen, dass die Herausforderungen im Arbeitsalltag große Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden haben können, und setzen uns dafür ein, hier Lösungen zu finden, die die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden gewährleisten.

Wir sind uns bewusst, dass kontinuierliche Weiterbildung entscheidend für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung ist. Wir werden prüfen, wie wir die Strukturen der Weiterbildung und Unterstützung für unsere Mitarbeitenden weiter verbessern können, um einen besseren Rahmen für Deine persönliche und fachliche Entwicklung zu schaffen.

Nochmals vielen Dank für Deine ehrliche Rückmeldung. Wir hoffen, dass wir in der Zukunft durch Deine Hinweise positive Veränderungen umsetzen können, und wünschen Dir für Deine weitere berufliche Zukunft alles Gute.

Viele Grüße
Can Kurt
Recruiter

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.