Ein Paradies für anspruchslose Nachtschwärmer und Ehrenamtliche!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pro
Hervorragendes Sehtraining: Durch die konsequente Dunkelheit am Arbeitsplatz lernt man, sich wie eine Fledermaus per Echo zu orientieren.
Stärkung der Resilienz: Wer hier überlebt, den kann im restlichen Berufsleben absolut nichts mehr schockieren.
Gelebte Tradition: Man fühlt sich jeden Tag wie in einem Museum für Arbeitsbedingungen aus der Zeit der Industrialisierung.
Spannungsfaktor: Jeden Monat bleibt es bis zum Schluss ein Krimi, ob und wann das Gehalt eintrudelt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Lichtallergie des Chefs: Stromkosten für Lampen werden scheinbar direkt vom persönlichen Glück des Inhabers abgezogen.
Finanzielle Diät: Mindestlohn und unpünktliche Zahlungen sorgen dafür, dass man gar nicht erst in die Versuchung kommt, unnötiges Geld für Luxus (wie Miete oder Essen) auszugeben.
Hygiene-Konzept „Natur pur“: Die Staubschichten sind mittlerweile so dicht, dass sie als zusätzliches Dämmmaterial für den Winter dienen könnten.
Vetternwirtschaft deluxe: Wenn man nicht zur Familie gehört, ist man im Grunde nur ein lästiger Kostenfaktor, der zufällig die Arbeit erledigt.
Wertschätzung im Minusbereich: Ein „Danke“ ist hier wohl ein Fremdwort, das in keinem firmeninternen Wörterbuch existiert.
Arbeitsatmosphäre
Ein Traum für jeden, der Lichtscheue und Staubmilben liebt. Um die Stromrechnung des Chefs nicht unnötig zu belasten, wird in einer atmosphärischen Fast-Dunkelheit gearbeitet. Das schont nicht nur die Stromkosten, sondern kaschiert auch hervorragend deSchmutz, auf den hier glücklicherweise kein Wert gelegt wird. Wer braucht schon Sauberkeit oder Ergonomie, wenn man im Schutz der Finsternis seine Augen und die Gesundheit ruinieren kann?
Image
Ideal für alle, die gerne im Dunkeln tappen, kein Geld zum Überleben brauchen und schon immer mal wissen wollten, wie weit man das Prinzip „Familie zuerst“ dehnen kann. 10/10 Punkten für die konsequente Vermeidung von Mitarbeiterzufriedenheit!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wer schon immer mal wissen wollte, wie sich Arbeiten im 19. Jahrhundert angefühlt hat – nur ohne die schicken Zylinder – ist hier genau richtig!
Karriere/Weiterbildung
Fortbildung wird hier großgeschrieben – und zwar im Sinne von „Fortbleiben“. Man lernt hier vor allem eines: Demut und die Fähigkeit, mit absolut nichts Großes zu leisten. Wer sich nicht weiterentwickelt, kann auch keine Gehaltserhöhung fordern. Ein geniales System!
Vorgesetztenverhalten
Ein „Danke“ sucht man hier vergebens, aber das ist auch gut so. Echte Profis brauchen keine Bestätigung, sondern zehren von der reinen Freude, die Taschen des Chefs zu füllen. Aufmerksamkeiten oder gar Firmenfeste gibt es nicht – das schützt vor gefährlichen sozialen Kontakten und peinlicher Partystimmung. Absolute Work-Life-Separation: Das Leben findet woanders statt, hier wird nur gelitten.
Arbeitsbedingungen
Ein Traum für jeden, der Lichtscheue und Staubmilben liebt. Um die Stromrechnung des Chefs nicht unnötig zu belasten, wird in einer atmosphärischen Fast-Dunkelheit gearbeitet. Das schont nicht nur die Stromkosten, sondern kaschiert auch hervorragend den Schmutz, auf den hier glücklicherweise kein Wert gelegt wird. Wer braucht schon Sauberkeit oder Ergonomie, wenn man im Schutz der Finsternis seine Augen und die Gesundheit ruinieren kann?
Gehalt/Benefits
Der Chef ist ein wahrer Philanthrop – allerdings nur gegenüber seiner eigenen Familie. Da Blut bekanntlich dicker als Wasser ist, fließt das Geld auch vorrangig in den inneren Zirkel. Löhne werden eher als „unverbindliche Empfehlung“ betrachtet und kommen mit einer künstlerischen Verzögerung, die die eigene Spontanität bei der Miete herrlich fördert. Das Gehalt orientiert sich streng am Mindestlohn, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter nicht durch plötzlichen Reichtum ihren Hunger auf Arbeit verlieren.