4 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
26 Urlaubstage, niedrigste Bezahlung, keinerlei benefits
Nicht nur das mindeste für die Mitarbeiter
Es ist möglich, dass sich inzwischen etwas verbessert hat. Meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke aus der damaligen Zeit waren jedoch durchweg negativ. Leider blieb kein nachhaltiger positiver Eindruck zurück.
In der Verwaltung sollten qualifizierte Fachkräfte mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung eingesetzt werden – und nicht ehemalige Erzieherinnen und Erzieher ohne Verwaltungskompetenz. Pädagogische Erfahrung ersetzt keine Kenntnisse im Personal-, Rechts- oder Organisationsbereich. Professionelle Führung beginnt mit professionellem Personal.
Es wäre dringend zu empfehlen, die Gründung eines Betriebsrats zuzulassen und aktiv zu unterstützen. In einem Unternehmen, in dem grundlegende Mitarbeiterrechte mehrfach in Frage gestellt wurden, braucht es eine unabhängige Interessenvertretung. Der Betriebsrat hätte viele problematische Entwicklungen frühzeitig erkennen und eingreifen können.
Nach außen hin wird ein harmonisches und kollegiales Miteinander präsentiert – doch das ist Fassade. Sobald es um unangenehme Dienste wie die Nachtschichten geht, zählt nur noch das eigene Interesse. Solidarität und Teamgeist existieren dann schlichtweg nicht. Jeder kämpft für sich, auf Kosten der anderen. In schwierigen oder unpraktischen Situationen melden sich manche Mitarbeitende kurzerhand krank – ganz offensichtlich nicht wegen Krankheit, sondern weil es ihnen gerade nicht passt.
Besonders gegenüber dem Jugendamt wurde gezielt ein professioneller und attraktiver Eindruck vermittelt. Doch hinter dieser Fassade sah die Realität im Arbeitsalltag oft ganz anders aus. Es gab eine Phase, in der mehrere Erzieherinnen und Erzieher gleichzeitig kündigten – das spricht Bände über das tatsächliche Betriebsklima. Nur die dauerhaft Beschäftigten konnten erkennen, wie es hinter den Kulissen wirklich zuging.
In einer bestimmten Phase hat die Geschäftsführung versucht, Urlaubstage unrechtmäßig zu streichen – mit der absurden Begründung, dass zwischen den Diensten nicht mehr als vier freie Tage liegen dürfen. Dieses Vorgehen war eindeutig rechtswidrig, doch niemand hat sich dagegen gewehrt. Viele haben es stillschweigend hingenommen, aus Angst vor Konsequenzen oder weil Widerstand zwecklos erschien.
Über konkrete Karrierechancen kann ich nichts sagen. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die Möglichkeit bestand, eine Ausbildung zu absolvieren. Diese Chance wurde einigen Mitarbeitenden ermöglicht und war ein sinnvoller Schritt zur beruflichen Qualifizierung.
Der Zusammenhalt im Team war stark personenabhängig. Es gab engagierte und ehrliche Kolleginnen und Kollegen, die stets zuverlässig arbeiteten – und genau diese wurden oft mit übermäßiger Verantwortung und Zusatzbelastung allein gelassen. Während sich einige bewusst entzogen, mussten die Fleißigen den Laden am Laufen halten. Eine faire Aufteilung der Aufgaben fand nicht statt.
Auf Ebene der Verwaltung herrschte über weite Strecken ein eklatanter Mangel an Professionalität. In der gesamten Zeit gab es lediglich eine Führungskraft, die ernsthaft versuchte, Abläufe rechtlich korrekt und fachlich sauber zu gestalten. Vor und nach dieser Person war das Verhalten der Geschäftsführung geprägt von Inkompetenz, Intransparenz und mangelndem Verantwortungsbewusstsein. Hinzu kam, dass manche Verantwortliche in der Verwaltung in Konfliktsituationen reflexartig Partei für die betreuten Jugendlichen ergriffen – oft ohne den Sachverhalt vollständig zu prüfen. Offenbar aus Angst vor möglichen Beschwerden beim Jugendamt wurden Mitarbeitende vorschnell allein gelassen. Dieses Verhalten führte bei vielen im Team zu einem Gefühl von Hilflosigkeit und fehlender Rückendeckung.
Auf der Ebene der Leitung der einzelnen Jugendhäuser sah die Situation insgesamt besser aus: Dort waren die meisten Vorgesetzten engagiert, fachlich kompetent und bemüht um ein gutes Miteinander mit dem Team.
Die Kommunikation unter den Mitarbeitenden funktioniert im Alltag grundsätzlich gut. Allerdings bricht sie auf der Ebene zur Verwaltung beziehungsweise zur Geschäftsführung völlig ein. Informationen werden nicht transparent weitergegeben, wichtige Entscheidungen kommen plötzlich und ohne Rücksprache. Rückfragen oder Kritik werden selten ernst genommen – der Austausch ist einseitig und oft von oben herab.
Nach der Aufspaltung des Unternehmens und dem Austritt eines der beiden Geschäftsführer wurde einigen Mitarbeitenden eine pauschale Bezahlung angeboten. Damit wurden selbstverständlich keine Zuschläge für Nacht- oder Wochenenddienste mehr berücksichtigt – eine klare Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.
Weihnachtsgeld gab es nicht. Stattdessen wurden die Mitarbeitenden zu sogenannten Weihnachtsessen eingeladen – als symbolischer Ersatz. Den Gipfel erreichte die Situation während der Corona-Zeit: Auf Nachfrage nach der gesetzlich vorgesehenen Corona-Prämie hieß es lapidar, es sei kein Geld da – gleichzeitig eröffnete der Firmeninhaber ein neues Restaurant. Dieses Verhalten spricht für sich.
Gleichbehandlung war in der Praxis selten gegeben. Die Leitung bevorzugte häufig bestimmte Mitarbeitende – oft zulasten derjenigen, die weniger laut oder durchsetzungsstark waren. Es galt allzu oft das Prinzip: „Wer zuerst fragt, bekommt den Zuschlag.“ Fairness und Transparenz bei der Vergabe von Diensten oder Vorteilen waren kaum erkennbar.
Er interessiert sich für die mitarbeiter
Alles familiär
Sehr nett
Bitte so bleiben wie es aktuell ist
So bleiben
Sehr locker
Echt. Gut
Beste
1.0
Sehr gut
Kann man selbst gestalten