Ihr Unternehmen?

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Feinkost 
Käfer
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Nach außen glänzend, nach innen traditionell, hierarchisch und wenig wertschätzend – meine Erfahrung

1,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Käfer AG in Parsdorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

• Kostenlose Kantine zum Mittagessen
• Die Mitarbeiter-Neujahrsfeier

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

• Fehlende Wertschätzung
• Kosteneinsparungen zulasten der Mitarbeitenden
• Erwartete Überstunden

Verbesserungsvorschläge

• Echte Work-Life-Balance statt reiner Theorie
• Wertschätzung von Eltern, insbesondere von Müttern
• Führung auf Augenhöhe
• Transparente Kommunikation und faire Personalentscheidungen
• Klare und nachvollziehbare Kriterien für Gehalt und Bonus

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich als sehr streng, stark hierarchisch und ausgesprochen traditionell erlebt. Vorgesetzte werden grundsätzlich gesiezt und erwarten eine deutlich „bessere“ Behandlung als Mitarbeitende ohne Führungsverantwortung.
Zusätzlich gibt es ungeschriebene Kleidervorschriften, auf die man auch hingewiesen wird, wenn man ihnen nicht entspricht. Insgesamt fühlte sich das Arbeitsumfeld für mich eher wie ein Büro aus den 90er-Jahren an als wie ein modernes Unternehmen.

Image

Intern wird sehr viel über das Unternehmen und insbesondere über Führungskräfte gelästert.
Zudem habe ich erlebt, dass Mitarbeitende dazu gedrängt wurden, positive Bewertungen auf externen Plattformen zu verfassen und diese auch vorzuzeigen.
Die Marke wirkt nach außen sehr positiv, die interne Realität konnte ich persönlich nicht bestätigen – daher 1 Stern.

Work-Life-Balance

Ich habe erlebt, dass Überstunden im Arbeitsalltag vorausgesetzt wurden, ein Ausgleich aber nicht erfolgte.
Zwar gibt es offiziell flexible Arbeitszeiten, in der Praxis habe ich jedoch erlebt, dass frühes Gehen oder Homeoffice negativ kommentiert oder hinterfragt wurde – selbst dann, wenn Überstunden abgebaut wurden. Insgesamt habe ich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hier nicht als gelebt empfunden.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden nach außen beworben. Sobald man diese jedoch konkret einfordert oder anspricht, wird aus meiner Sicht nicht darauf eingegangen oder das Arbeitsverhältnis endet überraschend.

Gehalt/Benefits

Sozialleistungen sind aus meiner Sicht nicht transparent kommuniziert.
Ein bestehender Zuschuss wurde mir erst durch Kolleg:innen bekannt.
Die Gehaltsstruktur habe ich als sehr ungleich empfunden und stark abhängig vom individuellen Verhandlungsgeschick.
Beim Thema Bonus hatte ich den Eindruck, dass mit allen Mitteln versucht wird, Auszahlungen zu vermeiden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt- und Sozialbewusstsein wirkte auf mich überwiegend nach außen gerichtet.
Intern wird sehr viel Papier verbraucht, und viele Richtlinien scheinen primär für Zertifizierungen oder Ausschreibungen erstellt zu werden, ohne dass sie im Alltag konsequent umgesetzt werden.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist aus meiner Sicht einer der wenigen positiven Aspekte. Die meisten Kolleginnen und Kollegen sind hilfsbereit, menschlich und unterstützen sich gegenseitig, auch über Abteilungsgrenzen hinweg.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich hatte den Eindruck, dass ältere Mitarbeitende eher als Belastung wahrgenommen werden und man darauf hofft, dass sie bald in Rente gehen, anstatt aktiv in Wissenserhalt oder Nachfolge zu investieren.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten von Führungskräften habe ich mehrfach als problematisch wahrgenommen.
Konflikte zwischen Vorgesetzten wurden aus meiner Sicht teilweise über Mitarbeitende ausgetragen, indem widersprüchliche Anweisungen gegeben wurden.
Zudem habe ich eine ausgeprägte Lästern-Kultur über Mitarbeitende erlebt.
Eine Kollegin hat mir von sehr unangemessenen Erfahrungen im Umgang mit ihrem Vorgesetzten berichtet, was mich persönlich stark verunsichert hat.
In Meetings wurden außerdem abwertende Aussagen über ganze Berufsgruppen getätigt, was ich als respektlos empfunden habe.

Arbeitsbedingungen

Trotz unbefristeter Verträge und guter Leistung habe ich erlebt, dass Mitarbeitende sehr plötzlich aus dem Unternehmen verschwunden sind.
Auch wurde erwartet, dass Mitarbeitende selbst bei Krankheit im Homeoffice weiterarbeiten. Wenn dies getan wurde, wurde es als selbstverständlich angesehen; wenn nicht, wurde dies negativ bewertet.

Kommunikation

Die interne Kommunikation empfand ich häufig als respektlos und von oben herab. Insbesondere E-Mails von Vorgesetzten waren aus meiner Sicht teilweise sehr unfreundlich formuliert.
Es kam vor, dass Wörter in Druckbuchstaben geschrieben wurden, was auf mich wie „Anschreien per Mail“ wirkte. Gleichzeitig wird von Mitarbeitenden höchste Professionalität und Fehlerfreiheit erwartet, während Rückmeldungen oft sehr kurz, ohne Bitte oder Danke und teilweise mit Rechtschreibfehlern verfasst sind.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung, insbesondere gegenüber Müttern, habe ich nicht als gegeben erlebt.
Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit wird meines Empfindens nach "geduldet" und es wird implizit davon ausgegangen, dass Mütter eher in Teilzeit arbeiten sollten. Vollzeitarbeit und Überstunden scheinen eher kinderlosen Mitarbeitenden zugetraut zu werden.

Interessante Aufgaben

Viele Aufgaben bestanden aus der Erstellung umfangreicher Dokumente, die primär für Ablage- oder Nachweiszwecke gedacht waren. Der tatsächliche Nutzen oder eine Umsetzung im Arbeitsalltag blieb aus meiner Sicht häufig aus.

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Arbeitgeber-Kommentar

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Eindrücke so umfassend zu schildern. Wir bedauern sehr, dass Sie viele Aspekte Ihres Arbeitsalltags als belastend empfunden haben und möchten Ihnen für Ihre Offenheit ausdrücklich danken.

Ihre Rückmeldungen zur Führungskultur, insbesondere zum hierarchischen Umgangston, zur Kommunikation und zu widersprüchlichen Anweisungen, nehmen wir sehr ernst. Ihre Hinweise zu Umgangsformen in Meetings und zur Art der schriftlichen Kommunikation sind für uns wertvolle Anregungen, um unsere Zusammenarbeit und unseren Führungsanspruch weiterhin bewusst weiterzuentwickeln.

Ebenso wichtig sind Ihre Punkte zur Work‑Life‑Balance sowie zu erwarteten Überstunden, kritischem Umgang mit Homeoffice und fehlendem Ausgleich. Das sind Themen, die uns sehr bewusst sind und die wir bereits in mehreren Bereichen überarbeiten – Ihre Perspektive hilft uns dabei enorm.

Wir danken Ihnen außerdem für Ihre Hinweise zu Gleichberechtigung, dem Wiedereinstieg nach der Elternzeit und dem Umgang mit älteren Mitarbeitenden. Ihre Rückmeldungen zeigen uns, wie bedeutend es ist, unsere Prozesse und Arbeitsweisen weiterhin bewusst weiterzuentwickeln, um ein Umfeld zu fördern, in dem sich alle Kolleginnen und Kollegen unterstützt und respektiert fühlen.

Trotz Ihrer kritischen Erfahrungen freut es uns, dass Sie den Kollegenzusammenhalt und einzelne Angebote wie die Kantine oder gemeinsame Veranstaltungen positiv erwähnen. Wir wissen, dass ein starkes Miteinander ein zentraler Baustein unserer Unternehmenskultur ist – und möchten darauf weiter aufbauen.

Ihr detailliertes Feedback liefert uns wertvolle Impulse, um Transparenz, offene Kommunikation und eine moderne Führungskultur weiter voranzutreiben. Vielen Dank nochmals für Ihre Offenheit. Für Ihren weiteren Weg wünschen wir Ihnen alles Gute und viel Erfolg.
Ihre Personalabteilung

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.