so vieles das so schlimm gelaufen ist
Gut am Arbeitgeber finde ich
Was ich als positiv erlebt habe, war dass eine Zeit lang darauf geachtet wurde, dass ich mich mit meinen Kompetenzen und Qualifikationen entsprechend einbringen kann. (Solange ich nur nicht zu nah an die gläserne Decke komme)
Arbeitsatmosphäre
einzelne Kolleg*innen habe ich gemocht, gleichzeitig war die Grundatmosphäre geprägt von Dominanz und Entwürdigung "unterlegener" Mitarbeitender
Work-Life-Balance
Die, die meine "Vorgesetzten" waren, hatte keine Work-Life-Balance und haben die, die sich für sich selbst eine solche gewünscht haben, abgewertet. Zitat meiner damaligen Chefin: "Du kannst doch froh sein, dass du hier während der Arbeit auf Toilette kannst und was zu Essen bekommst"
Umwelt-/Sozialbewusstsein
mir wird heute noch schlecht beim daran denken, wie mit Speiseresten umgegangen wurde. Wenn ich darüber hinaus über die vertraglichen Bedingungen unter denen Küchen"aushilfen" teilweise "angestellt" waren nachdenke, komme ich überhaupt nicht mehr klar...
Kollegenzusammenhalt
.... der Kolleg*innen Zusammenhalt "hält" solange, bis der eigene Hintern in Gefahr ist... Verwunderlich ist das nicht, schön aber auch nicht.
Vorgesetztenverhalten
fehlende Führungskompetezen sind für für mich das gravierendenste in dem Unternehmen. Werte wie Respekt, Würde, Anerkennung, Miteinander.... werden hier nicht an erste Stelle gesetzt. Im Gegenteil, die "aller obersten" sind beim Lästern und andere Abwerten ganz vorne mit dabei und den Mitarbeitenden in Notsitautionen in den Rücken fallen, anstatt eben diesen frei zu halten.
Arbeitsbedingungen
nach außen hat da viel gelänzt... im Gegensatz zum "Inneren"
Kommunikation
Ich habe Unaufrichtigkeit und andere abwerten, ohne selbst der Verantwortung als "Führungsposition" gerecht zu werden erlebt. Nach dem Motto, "die sind alle so unfähig und bekommen nichts auf die Reihe" ohne darüber nach zudenken, dass Menschen das gut genug umsetzen können, was Ihnen gut genug gezeigt wurde .... Daneben war für mich schlimm, dass Lästern der normale Umgangston war: Es gab quasi keinen Raum, in dem nicht jeder und jede über jeden und jede hergezogen ist in deren Abwesenheit, dann aber ins Gesicht gelacht wurde.
Gehalt/Benefits
Mein Festgehalt war in Ordnung. Der Umgang mit Trinkgeld und die Verteilung an Aushilfen und nicht fest angestellte, war alles andere als fair.
Gleichberechtigung
In dieser passage habe ich über die sexistischen und misogynen erfahrungen geschrieben die alltag waren. Wie zu erwarten wurde ich wiederholt zum überarbeiten aufgefordert. Allein die benennung (!!!!) von Handlungen als das, was sie sind, werden nicht akzeptiert. Indem das verunmöglicht wird, wird genau das konsequent fortgesetzt, was ich erlebt habe.
Ich schildere zwei Beispiele die benennung und einordnung dieser beispiele sei den lesenden überlassen:
Ein oberster Chef, der Frauen eine Entschuldigung abnötigt, wenn sie sich gegen die Herabwürdigung und Sexualisierung eines "Gastes" zur Wehr setzt, weil dieser Gast eine Beschwerde EMail an die Standort Leitung schreibt - Ein alternativer Umgang wäre gewesen: Die Mitarbieterin zu schützen und für sie einzustehen. Vielleicht sogar: sich öffentlich gegen abwertendes geschlechtsbezogenes verhalten positionieren. Ansonsten sind abwertende Sprüchen, Anfassen ohne konsens sowie abwertende gesten einfach "das normal" gewesen, das was "halt dazu gehört" - nicht nur durch Gäste, sondern auch durch alle Hierarchiebenen des Unternehmens. Auch weibliche Kolleg*innen haben aktiv eingefordert solches verhalten zu dulden.
