Ein typisches Familienunternehmen, sehr konservativ aber solide und mit gutem Ruf
Verbesserungsvorschläge
Im großen und Ganzen geht es einem hier vergleichsweise gut. Es gibt Sachen, die man besser machen kann, aber mir geht häufig das Gemecker einzelner zu Kaiser manchmal auf die Nerven. Zumal manches einfach nicht stimmt und nur Stimmung machen soll. Diejenigen machen das auch während der Arbeit und es sind immer die gleichen.
Klar ist Kaiser ein super-konservativer Laden. Aber wer wie ich seit einigen Jahren hier ist und nicht ständig das halb leere Glas sieht, der sieht auch, dass wir vieles haben was andere nicht haben.
Hier gibt es (eben anders als bei vielen anderen Unternehmen) sichere Arbeitsplätze. Wer eine ETW oder ein Eigenheim abbezahlen muss wie ich, weiß das zu schätzen. Ich habe nichts vom Arbeiten auf einem Ponyhof, wenn morgen der Ponyhof Pleite ist.
Klar stehen hier draußen eine Menge fette Dienstwagen, kann man auch jeden Tag besichtigen. Aber hat dadurch irgendwann jemand von uns mal seinen Lohn später oder gar nich bekommen? Bezahlt unser Laden deshalb nicht nach Tarif? Kollegen, Hirn einschalten, bevor Ihr Euch beschwert. Es stimmt auch nicht, dass sichere pünktliche Bezahlung fast überall anders „normal“ ist.
Es sind einige Mitarbeiter gegangen. Aber, was ich so beurteilen kann und wen ich von neu gekommenen so kenne, da sind überall gute neue Leute für gekommen. Und was ich weiß sind die sind auch nach der ersten Zeit immer noch froh, bei uns zu arbeiten.
In den letzten zwei Jahren hat sich auch einiges gebessert. Man hat sich endlich mal mehr um die Mitarbeiter gekümmert, die sich immer mal wiederkrankschreiben lassen. Da mussten einige für die immer mitarbeiten, auch ich.
Es finden nun wieder auch Versammlungen für die Belegschaft statt und wir bekommen mehr Informationen von der Geschäftsführung. Auf Versammlungen gibt es nun auch mal wieder was auf die Gabel oder ein Eis bei Hitze. Ich finde den Ton echt besser geworden und ich traue mich wieder mehr Führungskräfte anzusprechen. Wir haben jetzt auch Sachen wie interne Infos über Intranet und sogar eine interne künstliche Intelligenz. Bei vielem haben wir uns vom Papier verabschiedet. Was ich glaube ist, dass einige der Verbesserungen auch mit dem neuen obersten Geschäftsführer der Gruppe zu tun haben, der so circa seit zwei Jahren hier ist. Bin gespannt wie der neue Geschäftsführer von Kaiser regieren wird. Ansonsten bleibt Familienunternehmen Familienunternehmen. Wem zu viel hier nicht passt, der kann ja auch mal die fragen, die gegangen sind.
Ich will absolut nicht alles schönmalen, nur gerade rücken. Wir sind ein „ganz normaler Laden“, nicht mehr und nicht weniger. Manche sind schlechtere Führungskräfte, manche sind bessere. Genauso wie bei den Arbeitsameisen. Es gibt -und DAS ist wie überall- eine ganze Menge was man besser machen kann.
Vorgesetzte, kümmert Euch bitte: Einfache Dinge wie mehr Wasserspender, mal persönliches Lob, fragt Eure Mitarbeiter, was sie bewegt oder anders machen möchten, mehr Parkplätze, Kantine, Küchen und andere Mitarbeiterbereiche sind echt veraltet (!), so gut wie null Home Office Möglichkeiten oder nicht nachvollziehbar, es gibt gute Einarbeitung aber ich kenne keine Weiterbildung, Gesundheitsthemen und einiges mehr. Einfach mal den Leuten zuhören und sich dann auch wirklich dafür oben einsetzen.
Wir verdoppeln im Moment (in Deutschland!) unsere Produktionsfläche. Kein Arbeitsplatzabbau oder Auslandsverlagerungen. Bevor Ihr das nächste Mal stenkert oder anonym meckert sprecht doch einfach mal eine der guten Führungskräfte an oder schaut selbst ob es tatsächlich woanders so viel besser ist.