Lange dabei – und am Ende nur noch Ernüchterung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Vorhaben, die das Unternehmen in der Vergangenheit hatte und auch künftig verfolgt, halte ich grundsätzlich für gut
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Vorhaben, die das Unternehmen in der Vergangenheit hatte und auch künftig verfolgt, klingen zwar gut, scheitern jedoch in der Praxis meistens an der Umsetzung.
Verbesserungsvorschläge
Um sich am Markt langfristig durchsetzen und gute Mitarbeiter halten zu können, muss das Unternehmen dringend mehr Nähe zu seinen Mitarbeitern schaffen – und zwar direkt durch Betriebsleitung und Geschäftsführung. Gleichzeitig braucht es deutlich mehr fachliche Kompetenz in den Führungspositionen. Diese Autorität darf nicht von Personen ausgeübt werden, die lediglich beordert wurden, sondern von Führungskräften, die sowohl das nötige Fachwissen als auch die Erfahrung besitzen, um Mitarbeiter wirklich anzuleiten und zu motivieren. Jeder – und wirklich ausnahmslos jeder – der Verantwortung in der Leitung oder Führung übernimmt, sollte mindestens ein paar Tage mit den Außendienstmitarbeitern draußen gewesen sein. Nur so lässt sich die Realität vor Ort wirklich verstehen, ein Gefühl für den Gesamtablauf entwickeln und die Herausforderungen nachvollziehen. Das ist die einzige Grundlage, um Mitarbeiter glaubwürdig zu motivieren, gezielt zu fördern und sinnvoll weiterzubilden.
Arbeitsatmosphäre
Anfangs gute Stimmung und Teamgeist, doch Anerkennung gab es so gut wie nie – höchstens, wenn Kunden sich lobend äußerten. Vertrauen war zwar da, aber echte Wertschätzung von Vorgesetzten fehlte komplett. Mit den Jahren kippte die Atmosphäre zunehmend ins Negative und drückte massiv auf Motivation und Leistung. Für eine langfristige Arbeitszufriedenheit absolut NICHT empfehlenswert.
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Nein es wird nicht gut über die Firma gesprochen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war für mich persönlich sehr gut, da ich mir die Arbeit flexibel so einrichten konnte, dass sie zur familiären Situation passte. Kollegen, die auf Montage eingesetzt wurden, hatten diese Möglichkeit jedoch nicht – dort war längeres Verweilen vor Ort die Regel. Für Familienmenschen ist daher Vorsicht geboten: Wer abends zuverlässig zu Hause bei Partner und Kindern sein möchte, ist in diesem Job definitiv falsch.
Karriere/Weiterbildung
Die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren äußerst schlecht. Wer einmal in einer "Rolle" war, wurde dort festgehalten – nach dem Motto: ‚Die Maschine läuft, warum etwas ändern?‘ Gerade Fachkräfte mit Gesellenbrief waren eine Rarität und wurden daher bewusst in ihrer Funktion blockiert. Leitende Positionen wurden stattdessen fast ausschließlich extern besetzt, was regelmäßig zu Missstimmungen führte und langfristig viele Strukturen scheitern ließ. Zwar gab es vereinzelt externe Lehrgänge, diese blieben jedoch völlig inkonsequent und ohne nachhaltigen Effekt. Eine echte Entwicklungsperspektive für Mitarbeiter war nicht erkennbar.
Gehalt/Benefits
Leider gibt es hier nur einen Stern. Gehälter wurden 2023 und 2024 an verschieden Monaten zu spät gezahlt. Das Grundgehalt liegt unter dem Branchendurchschnitt – und mittlerweile gibt es Prüffirmen, die ein erheblich höheres Grundgehalt zahlen. Spesen, müssen auf kompliziertem Weg separat beantragt werden und sechs bis acht Wochen Verzögerung ausgezahlt – ein enormer Mehraufwand für Außendienstmitarbeiter. Das Bonus-System ist stark von äußeren Faktoren abhängig, die der Mitarbeiter nicht beeinflussen kann, und daher kaum fair. Vorsicht bei den Firmenwagen oft werden alte Modelle vergeben mit 100.000 km und mehr auf dem Tacho.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nein
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt unter den Servicetechnikern und den Disponenten war durchweg stark. Man hat sich gegenseitig unterstützt, motiviert und abgesprochen. Hilfe war jederzeit selbstverständlich, sowohl im direkten Kontakt als auch telefonisch. Ich selbst konnte für viele Kollegen ein verlässlicher Ansprechpartner sein. Insgesamt war das Miteinander unter den Kollegen einer der wenigen wirklich positiven Aspekte im Unternehmen.
Umgang mit älteren Kollegen
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Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war insgesamt enttäuschend und in vielen Punkten inakzeptabel. Fachlich fehlte es den meisten Vorgesetzten völlig an Kompetenz – sie hatten keinerlei Erfahrung mit der praktischen Arbeit draußen beim Kunden und wussten schlicht nicht, wovon sie sprechen. Der Führungsstil kippte nach mehrfachem Geschäftsleitungswechsel von anfänglich akzeptabel zu anrüchig, provozierend und unfair. Entscheidungen wurden je nach Bedarf verdreht, sodass am Ende immer die Mitarbeiter die Leidtragenden waren. Zugänglichkeit gab es kaum: Wichtige Anliegen wurden ignoriert, E-Mails nicht beantwortet oder nur mit oberflächlichen Rückfragen abgetan. Fairness bestand nur oberflächlich – sobald Beschwerden auftauchten, wurden Sachverhalte zurechtgebogen, anstatt sie ehrlich aufzuklären. Kritik wurde überwiegend abgeblockt, ernsthafte Lösungen blieben aus. Hinzu kam, dass Vorgesetzte sehr oft und schnell wechselten – viele kamen von Konkurrenzfirmen und versuchten sich unter massivem Profilierungsdruck mit Ellenbogentaktik durchzusetzen. Und selbst dort, wo fachliches Wissen vorhanden war, fehlte es deutlich an Führungsqualitäten im Umgang mit Menschen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen im Außendienst waren naturgemäß sehr unterschiedlich – je nach Kunde musste man sich ständig auf neue Umgebungen einstellen: Temperatur, Lärm, Menschenansammlungen oder Gefährdungen gehörten dazu. Das machte die Arbeit abwechslungsreich und herausfordernd. Negativ fiel jedoch die Ausstattung durch die Firma ins Gewicht: Es wurde nur das billigste,nötigste bereitgestellt, und es fehlte viel, angefangen bei der PSA aufgehöhrt bei der Messtechnik. Automatisierte Arbeitsmethoden fehlten fast völlig, wodurch die Arbeit unnötig mühsam blieb.
Kommunikation
Die Kommunikation war von Anfang an schwach und wurde mit den Jahren eher schlechter. Anstelle regelmäßiger Meetings gab es nur sporadische, nüchterne E-Mails – später dann überzogene ‚Ergebnis-Mails‘ zur Bonusentlohnung, die mehr belächelt als ernst genommen wurden. Wichtige Infos für die tägliche Arbeit gab es fast nur in den Anfangsjahren, solange fachlich kompetente Führungskräfte im Amt waren. Danach dominierten schwammige, teils fragwürdige Mitteilungen ohne praktischen Mehrwert. Besonders irritierend waren spontane, panische Anrufe aus dem Innendienst von Personen, deren Rolle im Unternehmen völlig unklar war. Dieses chaotische Vorgehen führte nicht nur zu Frust, sondern teilweise auch dazu, dass man Anrufe bewusst ignorierte – der eigenen Gesundheit zuliebe.
Gleichberechtigung
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Interessante Aufgaben
Die wechselnden Arbeitsorte sorgten ständig für neue und abwechslungsreiche Aufgaben. Dadurch blieb die Tätigkeit interessant und positiv herausfordernd. Dieser Aspekt war für mich einer der großen Pluspunkte im Job.