Gute Fassade, aber uneinheitliche Realität im Arbeitsalltag
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flexibilität im Arbeitsalltag und die Rücksicht auf persönliche und familiäre Bedürfnisse
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht, haben sich im Arbeitsalltag mehrere wiederkehrende Schwachstellen gezeigt, die das Arbeiten deutlich beeinflusst haben. Ein zentraler Kritikpunkt war die unzureichende interne Kommunikation. Diese hat zu Unsicherheiten- und oft zusätzlicher Arbeit geführt. Im Bereich Führung war das Verhalten oft nicht schlüssig, Konflikte wurden häufig nicht gelöst, was zu Spannungen im Team geführt hat. Insgesamt liegen die Probleme weitestgehend in der Führungsebene, durch die unterschiedliche Wahrnehmung in der Behandlung von Mitarbeitenden sowie eine nicht immer klare Priorisierung von Themen haben das Vertrauen in eine faire und verlässliche Führungskultur eingeschränkt. Insgesamt zeigt sich aus meiner Sicht auf die Führungsebene ein deutliches Entwicklungspotenzial.
Verbesserungsvorschläge
Eine transparente interne Kommunikation. Informationen sollten regelmäßig und vollständig an ALLE Mitarbeitenden weitergegeben werden. Im Bereich Führung wäre eine Einheitlichkeit im Umgang mit Mitarbeitenden angebracht. Ebenso kann eine gleichmäßige Verteilung der Arbeitslast dazu beitragen, Belastungen fairer zu gestalten. Einen einheitlicher Umgang im Team kann die Zusammenarbeit im Team fördern. Transparenz, Fairness und gute Kommunikation sind die Schlüsselwörter
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht langfristig eher belastend als motivierend. Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und der Führungsebene entwickelte sich kaum, da Entscheidungen oftmals wenig transparent und nur schwer nachvollziehbar waren, wodurch Unsicherheiten entstanden. Fairness und Gleichbehandlung wurde aus meiner Erfahrung unterschiedlich empfunden, was sich auf das Betriebsklima auswirkte. Wertschätzung durch Vorgesetzte habe ich persönlich nur selten erlebt. Positives Engagement wurde als selbstverständlich angesehen, während Probleme häufig bei den Mitarbeitenden selbst gesucht wurden. Insgesamt war die Zusammenarbeit dadurch eher distanziert als motivierend, es fehlte an einem offenen, fairen und unterstützenden Betriebsklima.
Image
Das Unternehmensimage wirkt nach außen insgesamt deutlich positiver als es im internen Arbeitsalltag erlebt wurde. In Gesprächen und Rückmeldungen, insbesondere von ehemaligen Mitarbeitenden entsteht ein deutlich kritischeres Gesamtbild als es vermuten lässt. Das Außenbild spiegelt die internen Strukturen und Arbeitsbedingungen nicht wider.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wurde als positiv und flexibel wahrgenommen. In der Regel konnte der Urlaub unkompliziert und zeitnah abgestimmt werden. Die Arbeitszeiten konnten teilweise eigenverantwortlich eingeteilt werden, was zusätzliche Flexibilität schaffte. Darüber hinaus wurde auf familiäre oder private Verpflichtungen grundsätzlich Rücksicht genommen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Thema Umweltbewusstsein wurde im Arbeitsalltag eingeschränkt umgesetzt. Einige Prozesse sind noch stark papierbasiert, obwohl in einigen Bereichen digitale Alternativen verfügbar gewesen wären. Regelmäßig wurden Druckerzeugnisse wie Zeitschriften oder Informationsmaterial weiterhin in gedruckter Form produziert, anstatt diese vollständig digital bereitzustellen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war insgesamt eher uneinheitlich ausgeprägt. Während einzelne Teammitglieder konstruktiv und kooperativ zusammengearbeitet haben, war ein durchgehend offenes Miteinander jedoch nur eingeschränkt erkennbar. Der Umgang untereinander wirkte teilweise von Zurückhaltung und fehlender Offenheit geprägt, wodurch nicht immer ehrlich und direkt kommuniziert wurde. Zusätzlich entstand der Eindruck, dass Informationen nicht ausschließlich direkt zwischen den Kollegen geklärt wurde, sondern Umwege über andere Ebenen nahmen. Auch ein gewisser Anteil an informellen Gesprächen über Kollegen war im Arbeitsalltag wahrnehmbar, was das Vertrauen im Team nicht unbedingt gestärkt hat. Insgesamt existierte ein funktionales Nebeneinander als ein wirklich geschlossenes und verlässliches Team.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten in Konfliktsituationen habe ich als wenig konsequent und nur eingeschränkt lösungsorientiert erlebt. Themen wurden aus meiner Sicht häufig nicht zeitnah geklärt, sondern eher zögerlich, was im Arbeitsalltag zu wiederkehrenden Reibungen geführt hat. Entscheidungen wurden nicht durchgehend transparent kommuniziert. Im Bereich der internen Kommunikation entstand teilweise der Eindruck, dass Informationen nicht gleichmäßig verteilt wurden. Des Weiteren wurden Themen auch im weiteren Führungskreis oder in Gesprächen zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden über andere Mitarbeitenden besprochen. Einzelne Mitarbeiter schienen über informelle Wege früher oder umfassender über Entwicklungen im Unternehmen informiert zu sein als andere. Zudem wurde wahrgenommen, dass neben formalen Kommunikationswegen auch persönliche Nähe zur Führungsebene eine Rolle dabei spielte, wie gut einzelne Personen in Informationen eingebunden waren.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt funktional, jedoch aus meiner Sicht in einigen Bereichen nicht mehr zeitgemäß. Besonders die technische Ausstattung entspricht nicht durchgehend den aktuellen Standards, was sich im Arbeitsalltag bemerkbar machte. Es kam wiederholt zu zusätzlichen Aufwänden, die mit zeitgemäßem Standard vermeidbar gewesen wären.
Kommunikation
Die interne Kommunikation habe ich als ausbaufähig wahrgenommen. Wichtige Informationen zu Ergebnissen, Veränderungen oder relevante Entscheidungen erhielt man häufig verspätet oder gar nicht. Für die tägliche Arbeit mussten notwendige Informationen teilweise eigenständig beschafft werden, was unnötige Fragen und vermeidbare Fehler begünstigte. Eine offene Kommunikation hätte aus meiner Sicht zu einem besseren Arbeitsklima und erfolgreiche Zusammenarbeit beigetragen, stattdessen entstand im Arbeitsalltag Unsicherheit und Frustration.
Gehalt/Benefits
Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Lebenshaltungskosten hätte aus meiner Sicht eine regelmäßige Anpassung des Gehalts berücksichtigt werden können. Im Hinblick auf Sonderzahlungen und Gehaltsanpassungen entstand teilweise der Eindruck, dass die Vergabe nicht transparent und für alle Mitarbeitenden nachvollziehbar erfolgte. Kriterien für zusätzliche Leistungen wirkten nicht klar kommuniziert. Auch durch Beiträge zum Unternehmenserfolg war aus meiner Sicht nicht erkennbar, wie individuelle Leistungen berücksichtigt werden. Eine einheitliche Handhabung bei Vergütungs- und Bonusentscheidungen hätte ich mir gewünscht.
Gleichberechtigung
Aus meiner Sicht wurden einzelne Mitarbeitende im direkten Umgang und in der Wahrnehmung der Führungsebene stärker berücksichtigt als andere. Die Wertschätzung und Einbindung in Entscheidungen wirkte teilweise unterschiedlich verteilt, sodass nicht alle dieselbe Anerkennung erfahren haben. Dies wirkte sich negativ auf das Team aus. Es entstand der Eindruck, dass Unterschiede in der Behandlung einzelner Personen wahrnehmbar waren. Gleichbehandlung im täglichen Miteinander wurde nicht konsequent gelebt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren insgesamt nur teilweise abwechslungsreich oder fachlich interessant. Es entstand der Eindruck, dass viele Tätigkeiten dauerhaft bei denselben Mitarbeitenden lagen, ohne dass eine gerechte Verteilung stattfand. Die Arbeitsmenge hat sich im Zeitverlauf zunehmend erhöht. Während einige Kollegen*innen nur wenig ausgelastet wirkten, waren andere dauerhaft stark eingebunden und erhielten immer wieder zusätzliche Aufgaben Es fehlte aus meiner Sicht an eine faire und nachvollziehbare Aufteilung der Arbeitslast innerhalb des Teams.