Ihr Unternehmen?

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Ketterer 
& 
Liebherr 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Für diesen Arbeitgeber sollte man keinen sicheren Job aufgeben!

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Ketterer & Liebherr GmbH in Freiburg im Breisgau gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Abseits des anfangs vereinbarten Grundgehalts gab es in diesem Unternehmen leider absolut nichts Positives zu berichten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die massiven Fehlversprechungen im Recruiting-Prozess bezüglich des Bestandsgeschäfts und der Homeoffice-Regelung.

Eine völlig überforderte und rhetorisch aufgeblähte Vertriebsleitung, der es komplett an Durchsetzungsstärke und echtem Support fehlt.

Das unprofessionelle und widersprüchliche Verhalten der Geschäftsführung beim unangekündigten Kündigungsprozess in der Probezeit.

Die enorme administrative Rückständigkeit (Chaos beim Datenschutz, manuelle Excel-Zeiterfassung, monatelange Verschleppung der Altersvorsorge, fehlerhafte Arbeitszeugnisse).

Ein extrem veraltetes Arbeitsumfeld mit enormem Papierverbrauch, instabiler IT/Telefonie und keine Benefits (wie JobRad).

Verbesserungsvorschläge

Versprechen Sie potenziellen Bewerbern (insbesondere Fachkräften in langjährigen, sicheren Arbeitsverhältnissen) nur das, was Sie auch tatsächlich halten können. Lockvogelangebote bezüglich Homeoffice und zugesichertem Bestandsgeschäft zerstören jegliche Vertrauensbasis von Tag eins an.

Wählen Sie Führungskräfte nach tatsächlicher Management- und Durchsetzungskompetenz aus, nicht nach rhetorischem Geschick im Vorfeld. Eine Abteilungsleitung muss in der Lage sein, Strukturen aktiv zu führen, statt sich von alteingesessenen Kräften dominieren zu lassen. Als Geschäftsführung sollte man zudem die Größe besitzen, Entscheidungen transparent zu kommunizieren, statt Mitarbeiter unangekündigt vor die Tür zu setzen und die Verantwortung auf abwesende Vorgesetzte abzuwälzen.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre war extrem zweigeteilt. Vor Ort im neuen Büro war die Stimmung zwischen uns Kollegen hervorragend, da wir uns gegenseitig unterstützt und motiviert haben. Allerdings war die standortübergreifende Atmosphäre zur Zentrale hin sehr belastend. Man spürte von Anfang an eine permanente Skepsis und ein unberechtigtes Monitoring aus der Distanz. Da das im Vorfeld versprochene Bestandsgeschäft überhaupt nicht existierte, entstand schnell ein enormer, ungesunder Druck. Die absolute Gleichgültigkeit der Führungsebene gegenüber unserem Leerlauf und der plötzliche, völlig unangekündigte Rauswurf durch die Geschäftsführung haben das Vertrauensverhältnis komplett zerstört. Eine Atmosphäre, in der man sich weder sicher noch wertgeschätzt fühlen kann.

Image

Nach außen hin wird versucht, das Bild eines erfolgreichen und modern Unternehmens zu vermitteln. Intern sieht die Realität jedoch völlig anders aus: Sogar unter alteingesessenen Mitarbeitern in der Zentrale wird offen schlecht über die eigene Abteilungsleitung (Vertriebsleitung) und die Geschäftsführung geredet. Wenn selbst langjährige Mitarbeiter keinen Respekt vor den eigenen Führungskräften haben und die Unternehmensleitung intern nicht ernst genommen wird, spricht das Bände über das tatsächliche Betriebsklima und das beschädigte Image.

Work-Life-Balance

Die Flexibilität in diesem Unternehmen ist stark verbesserungswürdig. Im Recruiting-Prozess wurde explizit mit einer großzügigen Homeoffice-Regelung (3 Tage pro Woche) geworben, um den langen Anreiseweg auszugleichen. Nach dem Einstieg wollte die Geschäftsführung davon plötzlich nichts mehr wissen, da das Unternehmen intern eigentlich generell gegen Homeoffice eingestellt ist. Zwar hat man sich danach als Kompromiss auf eine faire Fahrtkostenpauschale geeinigt, die versprochene zeitliche Flexibilität war damit jedoch hinfällig. Zudem wurden von der Vertriebsleitung extrem starre und unflexible Arbeitszeiten diktiert. Dies war besonders unverständlich, da es in der neu eröffneten Niederlassung mangels des versprochenen Bestandsgeschäfts zeitweise keine Auslastung gab. Anstatt in solchen Phasen Flexibilität zu zeigen, wurde auf reiner Präsenz beharrt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Im Bereich Nachhaltigkeit ist das Unternehmen absolut nicht mehr zeitgemäß aufgestellt. Die Digitalisierung steckt in den Kinderschuhen, sodass im gesamten Arbeitsalltag noch enorme Mengen an Papier ausgedruckt werden, die problemlos digital verarbeitet werden könnten. Auch das Sozialbewusstsein in puncto moderner Mitarbeiterförderung lässt stark zu wünschen übrig. Während das umweltfreundliche Dienstrad-Leasing (JobRad) heutzutage zum absoluten Standard gehört, wird dieses Angebot hier strikt abgelehnt. Besonders paradox: Die weltweite Zentrale des Anbieters befindet sich am selben Standort (Freiburg) wie die Firmenzentrale.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt muss hier zwingend zweigeteilt bewertet werden. Unter uns Kollegen in der neu eröffneten Niederlassung war das Miteinander absolut hervorragend. Wir saßen im selben Boot, haben uns gegenseitig unterstützt und hielten fest zusammen. Der standortübergreifende Zusammenhalt mit den alteingesessenen Kollegen in der Zentrale war dagegen sehr zwiespältig: Zwar wurde signalisiert, dass man bei fachlichen Fragen auf sie zukommen könne, gleichzeitig herrschte jedoch von Beginn an eine spürbare Skepsis gegenüber dem neuen Standort. Zudem fand aus der Distanz ein eigenmächtiges Monitoring statt, das eigentlich nicht die Aufgabe der Kollegen gewesen wäre. Hier hätte die Führung regulierend eingreifen müssen, um ein echtes, gemeinsames Teamgefühl zu schaffen.

Vorgesetztenverhalten

Eine absolute Katastrophe. Dem Vertriebsmanagement fehlt es komplett an Durchsetzungsstärke; die internen Hierarchien wirken verschoben.
Für den Wechsel wurde mir nach langjähriger Betriebszugehörigkeit beim vorherigen Arbeitgeber viel versprochen. Die Realität sah komplett anders aus. Zugesagte Rahmenbedingungen wurden nicht eingehalten, Unterstützung gab es kaum.

Nach wenigen Monaten folgte die fristlose Freistellung in der Probezeit – ohne jegliches Vor- oder Zwischengespräch. Das Kündigungsgespräch durch die Geschäftsführung war an Unprofessionalität und Widersprüchlichkeit kaum zu überbieten.
Man wurde unangekündigt vom Geschäftsführer überrumpelt und sofort freigestellt. Ein sachliches Gespräch wurde komplett abgeblockt mit dem Verweis, der Vertriebsleiter sei jetzt nicht da und würde ja etwas anderes erzählen. Die Begründungen des Geschäftsführers waren völlig widersprüchlich – erst wurde mangelnder Umsatz vorgeschoben (für den es nie Vorgaben gab), im nächsten Moment wurde sich für die „Fehleinschätzung der Situation“ entschuldigt. So geht man nicht mit Menschen um.

Arbeitsbedingungen

Die Infrastruktur in der neu eröffneten Niederlassung war mangelhaft (instabiles Internet, schlechte Telefonie). Die Digitalisierung steckt hier gefühlt noch in den Kinderschuhen: Es wird im gesamten Arbeitsalltag noch enorm viel auf Papier ausgedruckt, was absolut nicht mehr zeitgemäß ist. Zudem gibt es ein extremes Gefälle zwischen den Standorten: Während die Zentrale über ein Zeiterfassungssystem verfügt, müssen Niederlassungen ihre Zeiten umständlich in Excel-Listen eintragen und per E-Mail einsenden. Die zuständige Stelle in der Zentrale wirkte mit der manuellen Nachpflege völlig überfordert – man wartete teilweise wochenlang auf Rückmeldung zu den eigenen Überstunden.

Kommunikation

Die Kommunikation in diesem Unternehmen war eine einzige Katastrophe. Von einer klaren Linie oder transparentem Informationsfluss fehlte jede Spur. Es gab im Vorfeld keinerlei offenes Feedback, keine Zwischengespräche und keine definierten Umsatzziele, an denen man sich hätte orientieren können. Stattdessen wurde man vollkommen im Dunkeln gelassen.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war in Ordnung, aber das Fehlen jeglicher Benefits und das Chaos bei der Altersvorsorge verschlechtert die Bewertung.

Interessante Aufgaben

Die Aufgabenstellung entsprach in keiner Weise den detaillierten Absprachen aus den zahlreichen Vorabgesprächen. Da wir im Vorfeld offen kommuniziert hatten, dass unsere Stärken im Vertriebsinnendienst und der Auftragsabwicklung liegen, wurde uns ein solides Bestandsgeschäft zugesichert. In der Realität gab es dieses Bestandsgeschäft jedoch überhaupt nicht. Der Fokus lag stattdessen ausschließlich auf nackter Neukundenakquise. Obwohl der Vertriebsleiter im Vorfeld umfassende Unterstützung bei dieser für uns fachfremden Aufgabe zugesagt hatte, fand diese Hilfe aufgrund der räumlichen Distanz zur Zentrale praktisch kaum statt. Man wurde mit Aufgaben allein gelassen, die bewusst nicht zum vereinbarten Profil passten.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.