Ich rate allen guten Menschen da draußen: bleibt fern von diesem Unternehmen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt wurde immer pünktlich – meist sogar überpünktlich – ausgezahlt, was für Sicherheit und Verlässlichkeit gesorgt hat.
Besonders positiv hervorheben möchte ich außerdem das Team im Office: Dort arbeiten engagierte, herzliche und äußerst fähige Menschen, die sich oft weit über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus einsetzen. Viele von ihnen haben Verantwortung übernommen, die eigentlich auf Führungsebene im Verkauf gelegen hätte – und das mit Menschlichkeit, Kompetenz und echter Einsatzbereitschaft.
Diese Menschen im Hintergrund halten das Unternehmen am Laufen – und verdienen definitiv Anerkennung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es herrscht ein massiver Mangel an Wertschätzung – selbst sehr gute Verkäufer*innen, die konstant Leistung bringen, werden übergangen oder ungerecht behandelt. Wer sich für sich selbst oder andere einsetzt, riskiert offen gesagt, „gefressen zu werden“ – unabhängig von Menschlichkeit, Engagement oder beruflicher Kompetenz.
Die Unternehmenskultur ist geprägt von Angst, Misstrauen und einer toxischen Führungsebene, in der nicht Leistung, sondern Anpassung belohnt wird. Die Strukturen wirken festgefahren und extrem ungesund.
Zusätzlich gibt es kaum nennenswerte Benefits: kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, kein angemessenes Gehalt. Es bleibt der Eindruck zurück, dass man für Mindestlohn unter schwierigsten Bedingungen arbeitet – ohne Rückhalt, ohne Perspektive, ohne Respekt.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen hat ein massives Führungsproblem – insbesondere auf der Ebene der aktuellen Retailchefin und einiger Area-Managerinnen. Es wurden Personen in Führungspositionen gehoben, denen es nicht nur an fachlicher Kompetenz, sondern vor allem an Menschlichkeit, Fairness und Empathie fehlt. Intrigen, Manipulation und ein toxisches Machtverhalten bestimmen den Führungsstil.
Wer sich für seine Mitarbeitenden einsetzt, wird systematisch ausgegrenzt oder rausgedrängt. Wertschätzung ist nicht vorhanden – selbst wenn sie vorgespielt wird, bleibt sie oberflächlich. In Konfliktsituationen lässt man Mitarbeitende komplett im Stich.
Mein dringender Vorschlag: Ersetzen Sie Führungspersonen, die ausschließlich mit Machtsicherung beschäftigt sind, durch echte, reflektierte Menschen mit sozialer Kompetenz, Empathie und Führungsstärke. Menschen, die zuhören, fördern und an Lösungen interessiert sind. Im Retail arbeitet man mit Menschen – das sollte sich auch in der Führung widerspiegeln.
Arbeitsatmosphäre
Wir haben uns große Mühe gegeben, zumindest im eigenen Store (für die Kund:innen) eine angenehme Arbeitsatmosphäre aufrechtzuerhalten. Das war jedoch äußerst schwierig, denn die Qualität der Arbeitsatmosphäre wird in diesem Unternehmen stark vom Verhalten der Retail-Chefin und der Area Managerinnen beeinflusst. Leider wurden Store Manager:innen und Verkäufer:innen häufig respektlos behandelt und nicht wertgeschätzt.
Kommunikation
Die Bewertung fällt mir schwer, da sie zwei völlig gegensätzliche Erfahrungen widerspiegelt. Einerseits möchte ich ausdrücklich das HR-Team loben – die Kolleginnen dort haben sich mit echter Menschlichkeit und Empathie für die Mitarbeiter:innen eingesetzt. Sie waren ansprechbar, unterstützend und haben in vielen schwierigen Momenten versucht, für Fairness zu sorgen.
Diese wertschätzende Kommunikation wäre jedoch eigentlich die Aufgabe der direkten Vorgesetzten gewesen – insbesondere der aktuellem Retail-Chefin und ihrer neuen Area Managerin. Leider war genau hier das Gegenteil der Fall: Die Kommunikation mit ihnen war geprägt von Manipulation, Unwahrheiten, Intrigen, Lästereien und einem Verhalten, das jede Vertrauensbasis zerstört hat. Offene und respektvolle Gespräche waren nicht möglich.
Besonders problematisch war dabei, dass diese Positionen das alleinige Sprachrohr zum CEO darstellten. Mitarbeiter:innen hatten keine Möglichkeit, selbst gehört zu werden. Informationen wurden entweder gefiltert oder verdreht weitergegeben – dadurch entstand ein Klima der Ungerechtigkeit und Angst.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt in meinem eigenen Team war außergewöhnlich. Mein Team war das beste Team, mit dem ich je zusammenarbeiten durfte. Wir hatten ein starkes Fundament, ein vertrauensvolles und respektvolles Miteinander, eine harmonische Stimmung und waren gemeinsam auf einem sehr guten Weg, sowohl menschlich als auch fachlich stetig zu wachsen.
Ich weiß, dass es in vielen anderen Stores ähnlich war – es gab echte Teams, die zusammengehalten und mit Herzblut gearbeitet haben.
Umso schmerzhafter war es, mitansehen zu müssen, wie dieser Zusammenhalt – sowohl bei uns als auch in anderen Regionen – systematisch durch das Verhalten einzelner Area-Manager:innen und der Retail-Chefin zerstört wurde. Wo Motivation, Loyalität und Ehrlichkeit herrschten, wurde mit Kontrolle, Druck, Intrigen und Ungerechtigkeit reagiert.
Wer sich für Fairness einsetzte, wurde schnell zur Zielscheibe. Dieses Problem beschränkt sich nicht auf eine Region – es ist ein strukturelles, deutschlandweites Führungsproblem bei Kiko.
Work-Life-Balance
Eine Work-Life-Balance war de facto nicht existent. Ich war dauerhaft erreichbar – ab sechs Uhr morgens bis spät in die Nacht. Anrufe von Hausmeistern, Dienstleistern oder kurzfristige Einsätze in anderen Stores gehörten zur Tagesordnung. Ich bin regelmäßig an freien Tagen, im Krankheitsfall oder sogar halbtags aus dem freien Tag eingesprungen.
Ich habe geöffnet, geschlossen, allein ganze Stores betrieben – völlig unabhängig von meiner persönlichen Belastungsgrenze. Es wurde erwartet, dass man immer funktioniert. Das verrückte hierbei war, dass ich es zu Anfang super gern getan habe. Das lag aber einzig und allein an unserer ehemaligen Area Managerin, die für eine stetig wundervolle, motivierende und auf Respekt basierte Arbeitsatmosphäre gesorgt hatte.
Vorgesetztenverhalten
Mein Start bei Kiko war großartig – die damalige Retailchefin und unsere Area Managerin waren menschlich, kompetent und unterstützend. Doch mit dem Antritt der neuen Retailchefin begann ein kompletter Bruch. Innerhalb kürzester Zeit wurden loyale, engagierte Führungskräfte wie unsere Area Managerin entlassen – ersetzt durch Personen, denen jegliche Führungsqualitäten fehlten. Die neue Retailchefin spann Intrigen im Hintergrund, manipulierte gezielt Feedback – vor allem gegenüber dem CEO, zu dem sie das alleinige Sprachrohr hatte. Kritiklose, manipulierbare Personen wurden gefördert, während fähige Mitarbeiter:innen mit Rückgrat systematisch ausgegrenzt oder entlassen wurden.
Es war offensichtlich: Wer sich für Fairness und sein Team einsetzte, war unerwünscht. Wer mitlief und alles abnickte, wurde belohnt.
Am enttäuschendsten war, dass der CEO trotz Nähe zur Fläche nie selbst hinterfragt hat, was wirklich vor sich ging. Weder wurden Mitarbeiter:innen angehört noch ernst genommen – stattdessen wurde ungerechtes, einseitig gefärbtes Feedback zur Entscheidungsgrundlage gemacht.
Interessante Aufgaben
Dank des sehr kreativen und engagierten Marketing-Teams durfte ich an vielen spannenden und abwechslungsreichen Aufgaben mitwirken. Es sind dort großartige, talentierte Frauen am Werk, die mit ihrer Energie und Ideenvielfalt regelmäßig besondere Projekte und Events auf die Beine stellen.
Durch sie hatte man die Möglichkeit, an tollen Aktionen teilzunehmen, neue Erfahrungen zu sammeln und auch über die klassischen Verkaufsaufgaben hinauszuwachsen. Diese Abwechslung und Dynamik haben den Arbeitsalltag definitiv bereichert, dafür gebührt dem Marketing-Team und allen voran der großartigen aktuellen Head of Marketing, ein großes Lob!
Gleichberechtigung
Kiko = Vielfalt. Jede Herkunft, jede Religion, jede Identität ist willkommen. Von Kopftuchträgerinnen bis hin zu LGBTQ+-Personen: Es war selbstverständlich, dass alle gleichbehandelt und respektiert wurden, und das war wunderschön zu beobachten!
Umgang mit älteren Kollegen
In meinem Team gab es überwiegend junge Kolleg:innen, daher kann ich aus eigener Erfahrung wenig zu diesem Punkt sagen. Da Vielfalt und Gleichbehandlung bei Kiko jedoch spürbar gelebt wurden – unabhängig von Herkunft, Religion oder Identität, gehe ich davon aus, dass auch das Alter kein ausschlaggebender Faktor ist und ein respektvoller, gleichberechtigter Umgang herrscht.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren leider von Anfang an schwierig. Man wurde weitgehend sich selbst überlassen, Strukturen fehlten, Organisation war kaum vorhanden. Das Lager war viel zu klein, obwohl regelmäßig große Warenmengen geliefert wurden – teilweise 30 Kisten pro Woche –, ohne dass es dafür ausreichend Stauraum gab. Trotz mehrfacher Rückmeldungen passierte lange nichts.
Pausen waren unter diesen Bedingungen kaum in Ruhe möglich, der Lagerraum diente gleichzeitig als Aufenthaltsraum, Toilette-Zugang, Umkleide und Warenumschlagplatz. Nur durch Eigeninitiative und Zusammenhalt im Team konnten wir uns halbwegs arbeitsfähige Bedingungen schaffen – sogar Regale wurden teilweise privat organisiert und aufgebaut, um Platz zu schaffen.
Gehalt/Benefits
Weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld. Und für die Verantwortung, den Einsatz und vor allem die psychische Belastung, die der Job mit sich brachte, war das Gehalt schlichtweg eine Frechheit.
Die Bezahlung stand in keinem Verhältnis zur Leistung oder dem, was man als Mitarbeiter:in täglich geleistet und ertragen hat. Wertschätzung war hier nicht spürbar – weder finanziell noch auf menschlicher Ebene.
Karriere/Weiterbildung
In meiner gesamten Zeit im Unternehmen gab es keinerlei Weiterbildungsangebote – weder für mich als Führungskraft noch für mein Team. Nicht einmal ein richtiges Onboarding zu Beginn wurde angeboten.
Ich habe mehrfach, sogar persönlich beim CEO, nach Coachings und Entwicklungsmöglichkeiten gefragt – ohne Erfolg. Es fehlten Strukturen, es fehlte Interesse, es fehlte jede Form von Förderung.
Wer sich hier weiterentwickeln wollte, musste das allein schaffen – unterstützt wurde man dabei nicht im Geringsten.
Aber der Druck, die "grünen Zahlen" zu liefern, war stetig da.