Imagepflege statt gelebter Unternehmenskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die angebotenen Benefits bei Kinexon entsprechen den üblichen Standards und insgesamt ist das Paket absolut in Ordnung. Besonders positiv fällt auf
, dass in vielen Abteilungen Flexibilität bei der Gestaltung des Arbeitsalltags ermöglicht wird. Wer Eigenverantwortung übernimmt, kann oft von individueller Gestaltung profitieren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Was bei Kinexon besonders negativ auffällt, ist die fehlende Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. Engagement, Einsatz und fachliche Kompetenz werden selten anerkannt– weder durch persönliche Anerkennung noch durch strukturelle Förderung oder faire Rahmenbedingungen.
Verbesserungsvorschläge
Sich ehrlich machen. Nicht nur das Image pflegen, sondern wirklich hinterfragen, was gelebt wird – und ob es den Menschen dient. Investitionen sollten in gute, authentische Mitarbeitende fließen – nicht in diejenigen, die nach dem Mund reden oder sich ins System einfügen, ohne es zu hinterfragen.
Eine Unternehmenskultur sollte nicht auf Kosten der Menschen entstehen, sondern muss mit ihnen gestaltet werden. Echtes Vertrauen, Transparenz und Förderung sind keine „Nice-to-Haves“, sondern Voraussetzungen dafür
, dass Teams wachsen und das Unternehmen nachhaltig erfolgreich sein kann.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre bei Kinexon ist extrem abhängig davon, in welcher Abteilung man landet. Es gibt nur sehr wenige Bereiche, in denen Teamzusammenhalt und Mitarbeiterführung wirklich funktionieren. In den meisten Abteilungen fehlt es an echtem Miteinander.
Einige Teams arbeiten oft gegeneinander statt miteinander
Besonders enttäuschend ist, dass Führungskräfte und die HR-Abteilung solche Zustände offenbar einfach laufen lassen. Es wird nicht eingegriffen, selbst wenn offensichtlich Schaden für das Unternehmen und die Mitarbeiter entsteht. Solange die Führungskräfte dabei gut dastehen, scheint alles akzeptabel.
Image
Nach außen gibt sich Kinexon modern, dynamisch und innovativ – ein Image, das stark gepflegt wird und vermutlich besser wirkt, als es tatsächlich durch interne Realität gedeckt ist. Viele Darstellungen wirken konstruiert und spiegeln nicht die tatsächliche Unternehmenskultur wider.
Work-Life-Balance
Homeoffice ist grundsätzlich möglich, was auf den ersten Blick für Flexibilität spricht.
Leider kommt eine Arbeitskultur hinzu, die durch Druck und unausgesprochene Erwartungen geprägt ist. Überstunden und sogenannte „Extrameilen“ gelten als selbstverständlich, ohne dass ein angemessener finanzieller oder zeitlicher Ausgleich für viele erfolgt.
Karriere/Weiterbildung
Zwar existiert ein Weiterbildungsbudget, doch in der Praxis bleibt es oft ungenutzt. Es fehlt an Zeit, Priorisierung und konkreter Unterstützung durch die Vorgesetzten. Eine gezielte Entwicklung findet nicht statt – und so bleibt das Angebot oft nur auf dem Papier bestehen.
Gehalt/Benefits
Ich kann natürlich nicht für jedes einzelne Gehalt sprechen, aber bezogen auf die Fälle, die ich kenne, ist die Vergütung bei Kinexon unterdurchschnittlich. Besonders im Verhältnis zu den Anforderungen, dem Arbeitsdruck und den oft geforderten „Extrameilen“ wirkt der finanzielle Ausgleich nicht angemessen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht vorhanden
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt hängt bei Kinexon stark von der jeweiligen Abteilung ab. Innerhalb einiger Teams funktioniert der Umgang miteinander gut, in manchen sogar sehr gut – hier erlebt man echtes Miteinander und gegenseitige Unterstützung.
Doch zwischen den Teams sieht es leider oft ganz anders aus.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen sind bei Kinexon kaum präsent. Altersvielfalt ist weder sichtbar noch spürbar in der Unternehmenskultur
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskultur bei Kinexon ist stark von persönlichen Beziehungen geprägt. Wer in der Führungsebene mitspielen will, braucht vor allem eins: den Draht zur Geschäftsführung. Fachliche Eignung oder Führungskompetenz scheinen zweitrangig. Feedback wird nicht ernst genommen, Kritik oft abgeblockt. Es geht darum, nach oben gut dazustehen – was darunter leidet, sind die Mitarbeitenden, deren Entwicklung und der Teamgeist.
Insgesamt fehlt es an echter Führungsqualität. Der Fokus liegt auf Absicherung nach oben statt Verantwortung nach unten. Besonders frustrierend: Mitarbeitende werden kaum oder gar nicht gefördert. Weder gibt es gezielte Weiterentwicklung noch individuelle Unterstützung – wer nicht bereits „Teil des Systems“ ist, hat kaum Chancen, sich langfristig einzubringen oder zu wachsen.
Arbeitsbedingungen
Die Bürobedingungen sind eine Zumutung: mangelnde Hygiene in den Toiletten, laute und überfüllte Räume, defekte Ausstattung, die selten repariert wird – weil andere Prioritäten gesetzt werden. Versprochene Verbesserungen wie Telefonboxen oder moderne, einheitliche Shared-Desk-Arbeitsplätze wurden nie umgesetzt. Dadurch ist konzentriertes Arbeiten kaum möglich, selbst einfache Telefonate werden zur Herausforderung.
Kommunikation
Es wird kommuniziert und man bemüht sich, Formate dafür zu schaffen – das ist grundsätzlich positiv.
Leider fehlt es der Kommunikation oft an Ehrlichkeit und Substanz. Vieles wirkt wie Selbstdarstellung, echte Transparenz bleibt auf der Strecke.
Themen, die Mitarbeitende wirklich betreffen oder interessieren, werden entweder gar nicht oder nur oberflächlich behandelt.
Besonders enttäuschend ist, dass Zusagen und Versprechen nicht eingehalten werden. Statt Vertrauen zu schaffen, wird hinter verschlossenen Türen viel getratscht – und das macht auch vor Führungskräften nicht halt. Selbst vertrauliche Informationen werden nicht immer respektiert.
Gleichberechtigung
Bei Kinexon ist Gleichberechtigung leider kein gelebter Wert.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben lassen sich bei Kinexon durchaus finden – allerdings mit etwas Glück und nicht durchgängig. In manchen Bereichen gibt es spannende Themen und viel Gestaltungsspielraum, in anderen wiederum eher Routine und wenig Vielfalt.