Dank dieses Unternehmens lernte ich gute Arbeitgeber noch mehr zu schätzen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Kaffeeautomat, der auch sehr guten kostenlosen Kakao ausgab, war super. Nach vorne scheinen die Chefs wirklich nett zu sein. Die Grafikabteilung war sehr nett. (Sie hatten gute Arbeitszeiten, der Teamgedanke schien, von außen betrachtet, besser ausgeprägt zu sein und die Bezahlung war besser, als in der Produktion. )
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Chefs sind nach vorne rum wirklich nett gewesen. Jedoch sind sie, nach meiner Erfahrung, nicht fair, was sich besonders durch die schlechte Bezahlung (Mindestlohn) für die geforderte Leistung sowie den Umgang mit ( u.a. durch die Arbeitsbedingungen) erkrankten Mitarbeitern auszeichnete. Es wurde während meiner Zeit im Unternehmen keinen darauf Wert gelegt, dass Mitarbeiter miteinander gut zurecht kommen und ein angenehmeres Arbeitsklima geschaffen wird. Es kam nur auf die Leistung an! Produktion kann effizienter und besser werden, wenn Motivation und Arbeitsbedingungen passen.
Verbesserungsvorschläge
Erhöhung des Mindestlohn sollte nicht als große Gönnung des Arbeitgebers ausgelegt werden. Generell sollten die Arbeitsbedingungen und der Umgang mit Mitarbeitern überdacht werden. Es kann nicht sein, dass schlechte Bezahlung mit schlechten Bedingungen und anstrengender Arbeit zusammengehören, während besserbezahlte Positionen insgesamt bessere Bedingungen haben. Es sollte größeren Wert darauf gelegt werden, welche Persönlichkeit auf welche Position gesetzt wird und der kollegiale Umgang besser gemanaged werden. Eventuell gab es in den letzten Jahren dahingehend Veränderungen. Den Bewertungen nach, scheinen diese noch nicht die großen Veränderungen gebracht zu haben.
Arbeitsatmosphäre
Positionen wurden, nach meiner Meinung, weniger nach Kompetenzen, und eher nach privater Verbindungen besetzt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Teamleitung wirklich ein Team führen konnte.
Gleichberechtigung
Umgang mit den Mitarbeitern empfand ich stets abhängig von der Abteilung und dem Aufgabenbereich.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen wirkten auf mich abhängig von der Abteilung und dem Aufgabenbereich. Die Grafiker scheinen bessere Bedingungen zu haben und einen deutlich besseren Umgang miteinander zu pflegen. Je schlechter die Bezahlung, desto schlechter sind die Arbeitsbedingungen gewesen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt im Produktionsbereich lag beim gesetzlich Mindestlohn. Es wurde dennoch erwartet, unbegrenzt Überstunden und Wochenendarbeit zu leisten, wenn es die Auftragslage vorgab. Jedoch nur in der Produktion und nicht in der grafischen Abteilung, welche manchmal aushalf. Je schlechter die Bezahlung, desto schlechter sind, nach meiner persönlichen Erfahrung, die Arbeitsbedingungen und der Umgang langjähriger Betriebsangehöriger gegenüber neueren Mitarbeitern gewesen. Menschliche Bedürfnisse wie der Toilettengang oder trinken sowie zwischenmenschliche Kommunikation neben der Arbeit wurden argwöhnisch beobachtet und negativ bewertet und teilweise untersagt. Kündigung erfolgte schnell und ohne Vorwarnung pünktlich zum Ende der Probezeit. Man sollte, wenn man unter den genannten Bedingungen gerne länger arbeiten möchte, innerhalb der halbjährigen Probezeit nicht krank werden! Auch nicht, wenn es durch die Arbeitsbedingungen (dauerhaftes Stehen, wenig trinken, möglichst selten auf Toilette gehen) erfolgt sein könnte.