Erfahrungen mit dem Führungsverhalten – enttäuschend
Verbesserungsvorschläge
Erfahrungen, die Vertrauen ruinieren
Ich habe länger überlegt, ob ich diese Bewertung schreiben soll – aber das, was ich erlebt habe, möchte ich nicht unkommentiert lassen.
Bei einem Vorfall, der eigentlich nur zwei Personen betraf – sie haben kleinere Fehler gemacht, wirklich Bagatellen – wurde das gesamte Team in einer Weise behandelt, die ich bis dahin in einem professionellen Umfeld nicht für möglich gehalten hätte. Über 200 Fachkräfte mussten sich kollektiv verantworten. Niemand durfte etwas sagen, alle mussten schweigen. Auf Befehl des Werksleiters mussten sich sogar sämtliche Führungskräfte im Raum erheben – ein Bild, das mehr an Schuldisziplin erinnerte als an ein respektvolles Miteinander.
Das war nicht nur unangemessen, es war entwürdigend. Die Stimmung war angespannt und beschämend – viele Kolleg:innen haben sich regelrecht machtlos gefühlt. Anstatt Verantwortung klar zu benennen, wurde eine kollektive Strafe verhängt – und damit wurde jede Form von Vertrauen in die Führung nachhaltig beschädigt.
Besonders bitter: Die zuvor zugesagte Gleitzeit wurde als Konsequenz gestrichen – für alle. Obwohl der Großteil des Teams mit dem ursprünglichen Vorfall gar nichts zu tun hatte.
Bis zu diesem Tag hatte ich noch Respekt und ein gewisses Maß an Loyalität gegenüber dem Unternehmen. Aber Respekt kann nur auf Gegenseitigkeit beruhen. Führung bedeutet nicht Macht auszuüben, sondern Verantwortung zu übernehmen – und genau das habe ich hier vermisst.

