Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich bin dankbar für die Möglichkeit, meine Ausbildung dort abgeschlossen zu haben. Die Erfahrungen haben mir geholfen zu erkennen, welche Erwartungen ich an einen guten Arbeitgeber habe.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht stehen eine mangelnde Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden und Auszubildenden, wenig abwechslungsreiche Aufgaben, eine vergleichsweise geringe Vergütung sowie ein teilweise respektloser Umgang miteinander einer positiven Arbeitskultur im Weg. Zusätzlich sollten Themen wie Sauberkeit, Transparenz und die Qualität der Ausbildung stärker in den Fokus rücken. Leider empfehle ich hier keine Ausbildung.
Verbesserungsvorschläge
-Die Ausbildung sollte wieder stärker im Mittelpunkt stehen. Auszubildende sollten gefördert, angeleitet und nicht überwiegend als Arbeitskraft eingesetzt werden.
-Ausbilder sollten mehr Zeit für die Betreuung und Wissensvermittlung haben. Ich hatte häufig das Gefühl, mit Fragen oder Problemen allein gelassen zu werden.
-Regelmäßiges Feedback und feste Ansprechpartner würden dazu beitragen, dass Auszubildende sich besser entwickeln können.
-Die Ausbildung sollte so gestaltet werden, dass sie motiviert und auf den späteren Beruf vorbereitet. In meinem Fall hat die Art der Ausbildung dazu geführt, dass ich meine Berufswahl mehrfach infrage gestellt habe und mein Selbstvertrauen sowie mein Selbstwertgefühl deutlich gelitten haben.
Außerdem:
-Orientierung an tarifgebundenen Unternehmen bei Vergütung und Zusatzleistungen.
-Prämien und Sonderzahlungen sollten transparent an die Mitarbeitenden ausgezahlt werden.
-Kostenlose Getränke wie Wasser und Kaffee sollten selbstverständlich sein und nicht als besondere Benefits beworben werden. Attraktivere Zusatzleistungen wären z. B. kostenloses Eis im Sommer, kleine Aufmerksamkeiten an Feiertagen oder eine größere Auswahl an kostenlose Getränken.
-Mehr Wert auf Sauberkeit und Hygiene in den Aufenthaltsräumen legen. Die Kantinen wirkten häufig ungepflegt und Mikrowellen waren teilweise verschmutzt oder verschimmelt.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im Unternehmen war häufig angespannt.
Karrierechancen
Ist möglich wenn man übernommen wird.
Arbeitszeiten
40h Woche halt...
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung empfand ich sowohl während der Ausbildung als auch im Vergleich zu anderen Unternehmen als wenig konkurrenzfähig. Das Urlaubsgeld wird nach meiner Erfahrung nicht separat ausgezahlt, sondern ist bereits monatlich im Gehalt enthalten. Vielen Mitarbeitenden und Auszubildenden scheint dies zunächst gar nicht bewusst zu sein, wodurch die Vergütung auf den ersten Blick höher wirkt, als sie tatsächlich ist. Die eigentliche Grundvergütung fällt daher vergleichsweise niedrig aus. Eine Bezahlung nach Tarif oder zumindest eine stärkere Orientierung an tarifgebundenen Unternehmen wäre aus meiner Sicht ein wichtiger Schritt, um das Unternehmen für zukünftige Auszubildende und Mitarbeitende attraktiver zu machen.
Die Ausbilder
Eine gute Ausbildung lebt von engagierten Ausbildern, die Wissen vermitteln, motivieren und ihre Auszubildenden begleiten. Genau das habe ich über weite Strecken leider vermisst.
Spaßfaktor
Schwer bis unmöglich mit einem Lächeln zur Arbeit zu gehen. Auch viele Kolleginnen und Kollegen wirkten auf mich unmotiviert und unzufrieden.
Aufgaben/Tätigkeiten
Während meiner dreijährigen Ausbildung bestanden viele Aufgaben aus sich ständig wiederholenden Aufgaben. Häufig übernahm ich typische Azubi oder Lückenfülleraufgaben, wodurch ich nur begrenzt neue Fähigkeiten entwickeln konnte.
Variation
Wie bereits gesagt so gut wie keine abwechslungsreiche Aufgaben.
Außer die Abteilungswechsel, die haben mir einen Tapetenwechsel ermöglicht.
Respekt
Man wird zwar von vielen respektiert, aber hinter dem Rücken wird man dann doch nicht immer gleichbehandelt. Außerdem habe ich schon erlebt, dass über Religion, Herkunft, Sexualität und Traditionen abwertend gesprochen oder Witze gemacht wurden. Das sorgt dafür, dass sich nicht alle Mitarbeitenden gleichermaßen akzeptiert und wertgeschätzt fühlen. Meiner Meinung nach sollte das Unternehmen stärker darauf achten, ein respektvolles und diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld zu fördern.