Entspanntes Arbeiten, aber wenig progressiv und kaum Entwicklungschancen
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Entspannter, gemütlicher Arbeitsplatz, ohne übermäßigen Leistungsdruck.
- Arzttermine sind unkompliziert möglich, solange man Bescheid gibt.
- Mit fast jedem kann man ins Gespräch kommen, niemand blockt oder wirkt abgehoben.
- Kolleg:innen sind überwiegend bodenständig, im direkten Gespräch gibt es -eine Kommunikation auf Augenhöhe.
- HR gibt sich Mühe bei Sommerfesten und kleinen Events.
- Fairer Umgang & Einigung bei Vertragsauflösung/Kündigung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Im Unternehmen fehlt es an kultureller Bildung, Offenheit und Sensibilität. Teilweise werden Urteile zu Themen gefällt, bei denen erkennbar wenig Hintergrundwissen vorhanden ist, und es fallen auch mal subtil diskriminierende Kommentare.
- Kaum Diversität, fast ausschließlich Männer und deutsche Mitarbeitende (teilweise Kündigungen & schwieriger Marktlage geschuldet).
- Unterschiedliche Aussagen je nach Abteilung zu denselben Themen → unklare Kommunikation.
- Misstrauen zwischen Leads und Angestellten → Lagerbildungen
- Chauvinistische bzw. sexistische Sprüche von Leads (auch wenn nicht extrem, trotzdem unangemessen).
- Top-down-Entscheidungen zu Strukturen und Provisionen, wenig echte Mitbestimmung. Bei vgl. kleineren, teaminternen Themen ist Mitbestimmung teilweise vorhanden.
- Weiterbildungsmöglichkeiten fehlen, außer für verkaufsrelevante Produkte.
- Homeoffice-Regeln wirken bürokratisch und unfair (unterschiedliche Maßstäbe).
- In den letzten 1–2 Jahren wurden wiederholt Mitarbeitende eingestellt, die zwar fachlich kompetent waren, menschlich und kulturell aber nicht ins Team passten. Das führte zu Konflikten und letztlich zu Aufhebungsverträgen. Hier zeigt sich eine Schwäche in der Personalauswahl.
- Unternehmenskultur ist, höflich formuliert, "wenig progressiv", und nicht wirklich modern.
Verbesserungsvorschläge
- Weniger Aktionismus. Bei strategischen Entscheidungen Mitarbeiter einbinden → Moderne Unternehmensführung und -kultur etablieren.
- Bei der Einstellung neuer Mitarbeitender sollte stärker darauf geachtet werden, dass fachliche Kompetenz mit Teamfähigkeit und kultureller Passung einhergeht, um Konflikte und vorzeitige Abgänge zu vermeiden.
- Homeoffice-Regelung vereinfachen und flexibler gestalten, anstatt unnötige Genehmigungsprozesse zu verlangen.
- Einheitliche Regeln für alle schaffen (keine „Sonderrechte“ für manche, während andere striktere Vorgaben haben; Arbeitszeiten, Home-Office, Softwarenutzung).
- Unternehmenskultur modernisieren: weniger hintenrum reden, mehr Transparenz und direkte Kommunikation.
- Mehr Diversität fördern – derzeit überwiegend männliche und deutsche Belegschaft, wenig Weltoffenheit.
- Misstrauen zwischen Leads und Mitarbeitenden abbauen, offene Feedback-Kultur stärken.
- Sexistische oder chauvinistische Sprüche seitens Leads klar unterbinden.
- Weiterbildungsmöglichkeiten über reine Produkttrainings hinaus anbieten, um auch persönliche Entwicklung zu fördern.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb kleiner Gruppen freundschaftlich, jedoch prägen die unten genannten Probleme die Atmosphäre.
Image
Geschäftsmodell hält im Kern das, was es dem Kunden verspricht, auch ein. Interne Beurteilung der Firma gemischt, gibt die Pessimisten und die Optimisten.
Work-Life-Balance
Es wird sich nicht überarbeitet und außerordentlich viel verlangt.
Karriere/Weiterbildung
Wenig Möglichkeit zur persönlichen oder beruflichen Weiterbildung im Unternehmen. Gründe dafür allerdings vielschichtig. Weiter oben erklärt.
Gehalt/Benefits
Wettbewerbslöhne, teilweise durch individuelles Verhandlungsgeschick beeinflussbar. Kein 13. Gehalt. Anzahl der Urlaubstage für Einsteiger unterdurchschnittlich (Durchschnitt 28,3 Tage)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mehrere Mitarbeiterinnen haben nach der Schwangerschaft oder Krankheit wieder einsteigen können, das ist positiv. Umweltbewusstsein, z.B. bzgl. Mülltrennung nicht vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Umgang innerhalb des/der Teams ist gut.
Vorgesetztenverhalten
Durchwachsen. Leads lästern teilweise in Anwesenheit des Teams über andere Leads. Teilweise fallen sexistische/rassistische Kommentare. Letztere nicht gegenüber Mitarbeiter:innen, aber gerne mal in der Mittagspause bei gesellschaftlichen & polititschen Themen.
Arbeitsbedingungen
Technische Ausstattung in Ordnung. Verteilung der Sitzplätze auf gesamter Bürofläche nicht intelligent gewählt bzw. wenig flexibel. Vertriebler auf engem Raum hoher Lautstärke ausgesetzt.
Kommunikation
Wesentliches wird in Meetings kundgetan. Kommunikation zwischen Abteilungen erinnert eher an stille Post und leider teilweise lästerlich und missgünstig (siehe oben).
Interessante Aufgaben
Im Prinzip Disponenten-Position mit immer gleicher Herangehensweise.

