Die überdimensionierte Verwaltungsstruktur führt zu einer ineffizienten Organisation
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die geographische Lage.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die bestehenden Feedback- und Kontrollmechanismen greifen nicht. Kritische Rückmeldungen aus der Fachabteilung zu Führungsfehlern und Fehlberichterstattungen werden nicht objektiv geprüft.
Die unkritische Bestätigung und das öffentliche Lob einer Führungskraft durch die Leitung – entgegen der internen Faktenlage – beschädigt die Vertrauenskultur und adelt deren systematische Desinformation.
Verbesserungsvorschläge
Nicht nur die Angestellten sondern auch die Team- und Abteilungsleiter regelmäßig bewerten lassen.
Abbau des ineffizienten und kostenintensiven Verwaltungsapparates (insbesondere der hoch besoldeten Beamtenschaft),
statt hausgemachte Budgetdefizite medienwirksam auf die Gesundheitsreform zu projizieren.
Arbeitsatmosphäre
Das Prinzip der drei Affen
Image
Ungenügende Kommunikationskultur, welches das aktuelle Umfeld die Produktivität und das Wohlbefinden stark beeinträchtigt.
Teilweise arrogantes Auftreten von Vorgesetzten und intransparente Absprachen auf Führungsebene.
Work-Life-Balance
Muss man sich selber basteln.
Karriere/Weiterbildung
Fortbildungen werden nicht offen kommuniziert; Kenntnis erlangt man oft erst durch ungeplante Vertretungsaufgaben.
Die Informationspolitik ist rein ereignisgesteuert (reaktiv statt proaktiv).
Gehalt/Benefits
normal
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mit der Absicherung durch die Stadt Wolfsburg im Hintergrund werden bestehende Sorgen primär für die plakative Außendarstellung genutzt.
Intern ist – seitdem eine drohende Privatisierung abgewendet wurde – die einstige Zurückhaltung bei Gehältern und nachhaltigen ökologischen Investitionen einer Mentalität der Verschwendung gewichen.
Beratungsagenturen und Headhunter werden mittlerweile ohne eine wirkliche Notwendigkeit beauftragt.
Gespart wird stattdessen demonstrativ auf dem Rücken der Belegschaft – gut sichtbar an den Parkhausgebühren und dem daraus resultierenden Parkchaos rund um das Klinikum.
Kollegenzusammenhalt
Ein echter Zusammenhalt ist leider die Ausnahme und meist nur abteilungsübergreifend vorhanden. Auf den höheren Karrierestufen dominiert Ellenbogenmentalität und das Hintergehen von Kollegen, um die eigene Position zu sichern, statt sich gegenseitig zu unterstützen.
Umgang mit älteren Kollegen
Es besteht das Paradoxon, dass implizites Wissen zwar eingefordert, aber kaum geschätzt wird. Dabei entziehen sich Erfahrung und Urteilsfähigkeit einem direkten Wissenstransfer.
Vorgesetztenverhalten
Inhaltsleere Rhetorik und fachliche Defizite werden von einigen Akteuren durch das klassische SABTA-Prinzip kompensiert: Mittels souveräner Körpersprache, Metakommunikation und gezielten Gegenfragen werden Wissenslücken geschickt überspielt, während im Zweifel die Vorgesetztenkarte ausgespielt wird.
Arbeitsbedingungen
Mangelhafte Führungskultur: Es gibt gefühlt mehr Führungskräfte als produktiv Mitarbeitende, was der Effizienz massiv schadet. Zudem mangelt es an Diskretion: Inhalte aus vertraulichen Gesprächen spiegeln sich oft unerwartet auf der nächsthöheren Ebene wieder. Ein echtes Vertrauensverhältnis ist so kaum möglich.
Kommunikation
Es herrscht eine Kultur der Vetternwirtschaft, bei der relevante Informationen selektiv und ausschließlich an bevorzugte Personen weitergegeben werden.
Gleichberechtigung
Es herrscht echte Chancengleichheit: Jede Meinung wird im Meeting mit genau derselben höflichen Begeisterung ignoriert.
Interessante Aufgaben
Die Vergabe von Schlüsselaufgaben folgt dem Prinzip der Günstlingswirtschaft.
Während loyale Kräfte gefördert werden, erfährt kritische Reflektion eine Sanktionierung durch die Zuweisung minderwertiger Aufgaben.