Viel gelernt und wertvolle Erfahrungen in kürzester Zeit gesammelt
Verbesserungsvorschläge
Innerhalb meines Teams wurde ausschließlich geduzt, und auch in vielen anderen Teams war das gängige Praxis. Allerdings habe ich beobachtet, dass insbesondere Führungskräfte überwiegend gesiezt wurden, ebenso wie Kolleginnen und Kollegen in höheren Positionen anderer Bereiche. Teilweise wurde man auch von HR gesiezt, was aus meiner Sicht eine gewisse Distanz geschaffen hat, insbesondere da das Unternehmen häufig den Slogan #gernperdu verwendet.
Arbeitsatmosphäre
Ich kann hauptsächlich die Atmosphäre innerhalb des Teams bewerten und diese war durchgehend positiv und harmonisch. Der Umgang miteinander war stets respektvoll. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, aufgrund meines Praktikantenstatus weniger wertgeschätzt oder weniger ernst genommen zu werden. Im Gegenteil: Ich wurde vollständig ins Team eingebunden und als kompetente Ansprechpartnerin wahrgenommen.
Kommunikation
In Meetings wurde ich aktiv eingebunden. In separaten wöchentlichen Besprechungen wurden die jeweiligen To‑dos klar strukturiert und transparent verteilt, sodass die Arbeitsaufteilung jederzeit nachvollziehbar war. Auch als Praktikantin wurde ich vollständig in diese Prozesse integriert und erhielt eigene Aufgabenbereiche, die ernsthaft berücksichtigt und wertgeschätzt wurden.
Kollegenzusammenhalt
Alle Kolleginnen und Kollegen waren jederzeit ansprechbar und haben mir bei Fragen alles verständlich erklärt. Die Erklärungen wurden stets an meinen Wissensstand angepasst, sodass ich neue Inhalte gut nachvollziehen und schnell dazulernen konnte.
Work-Life-Balance
Das Gleitzeitmodell sowie die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, haben die Arbeit deutlich erleichtert. Insbesondere, wenn man aus einer anderen Stadt pendelt. Auf anstehende Klausuren während des Studiums wurde stets viel Wert gelegt und Rücksicht genommen. Gemeinsam wurde immer eine passende Lösung gefunden, sodass weder die Arbeit noch das Studium beeinträchtigt wurden.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe bei meinem Vorgesetzten nichts auszusetzen. Er hat Aufgaben stets klar und verständlich kommuniziert, sodass das Team strukturiert und effizient arbeiten konnte. Es gab keinerlei hierarchisches Verhalten; vielmehr herrschte ein respektvoller und offener Umgang. Ich hatte jederzeit das Gefühl, meinen Vorgesetzten bei Problemen oder Fragen ansprechen zu können.
Interessante Aufgaben
Es wurde sehr viel Wert darauf gelegt, dass ich in den drei Monaten an möglichst vielen typischen Aufgaben des Bereichs mitarbeiten konnte. Auch bei Tätigkeiten, die ich aufgrund meiner Praktikantenposition nicht selbst bearbeiten durfte, wurde darauf geachtet, dass ich diese zumindest bei Kollegen mitverfolgen konnte. So erhielt ich einen umfassenden Einblick darin, wie verschiedene Arbeitsprozesse ablaufen und wie Aufgaben im Team gehandhabt werden.
Arbeitsbedingungen
Das Büro ist sehr modern und ansprechend eingerichtet und mit aktueller Technik ausgestattet. Die Küche, die WCs und die allgemeinen Räumlichkeiten wurden stets sauber gehalten. Bei Bedarf wird man außerdem mit sehr gutem Equipment für das Homeoffice ausgestattet.
Einziger kleiner Nachteil: Die Parkplätze sind begrenzt, bei frühzeitiger Buchung stellt dies jedoch in der Regel kein Problem dar.
Gehalt/Benefits
Das Praktikantengehalt liegt bei drei Monaten unter dem Mindestlohn, was leider bei vielen Unternehmen für Kurzzeitpraktika bis zu drei Monaten üblich ist.
Karriere/Weiterbildung
Zu Beginn gab es eine Reihe von Schulungen, in denen unter anderem die Unternehmenskultur vorgestellt wurde. Zwischendurch fanden zudem kurze, aber sehr lehrreiche IT‑ und Sicherheitsschulungen statt. Da Klöckner ein großer Konzern mit mehreren internationalen Standorten ist, hätte ich mir gewünscht, durch kurze Weiterbildungs‑ oder Informationsvideos noch mehr über die verschiedenen Standorte zu erfahren.

