Gut am Arbeitgeber finde ich
Attraktive Kunden und coole Projekte
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Interne Kommunikation und krasser Mitarbeiterverschleiß für einen undankbaren Hungerlohn
Verbesserungsvorschläge
Wo Kommunikation drauf steht, sollte auch Kommunikation drin sein! Das gilt auch für den Umgang mit den Arbeitnehmern!
Auch wenn die Agenturlandschaft sich gern mit dem Argument "Qualität kommt von Qual" schmückt, wäre es mal angebracht etwas Druck aus den Segeln zu nehmen und Bestleistungen nicht durch Stressmacherei zu erzielen!
Image
Der Scheint trügt! Alles was nach außen hin als cool, locker und freundschaftlich kommuniziert wird ist in Wirklichkeit nur geheuchelt!
Work-Life-Balance
Welche Freizeit?
Karriere/Weiterbildung
Keine Weiterbildungsmöglichkeiten. Auf Aufstiegschancen nach einem Traineeship kann man vergessen!
Kollegenzusammenhalt
Das Verhältnis zu den Kollegen war sehr gemischt und abhängig vom Team. Jedoch gab es auch hier einige Kollegen/Kolleginnen (speziell in meinem Team), die ihre persönliche Abneigung gegenüber einer Person gern auch in der Agentur ganz frank und frei gezeigt haben. Lästereien hinter dem Rücken ohne Schuldbewusstsein waren normal.
Umgang mit älteren Kollegen
Schwangere Kolleginnen, die vorhaben nach der Mutterschaft wieder zurück in die Agentur kommen, sind nur ungern gesehen. Ansonsten ist mir aufgefallen, dass dort im Schnitt niemand älter als 35 war (mit Ausnahme der Geschäftsleitung vielleicht) - das macht der hohe Verschleiß junger Arbeitnehmer.
Vorgesetztenverhalten
Mit meinem Teamchef hatte ich Glück, mit ihm verstand ich mich gut und er ist stets respektvoll mit mir umgegangen. Allerdings saß ein Teil der Geschäftsleitung auf unserer Etage und diese legte oftmals ein unprofessionelles und respektloses Verhalten gegenüber einigen Mitarbeitern, inklusive mir an den Tag, wie ich es eigentlich nur aus überzeichneten Filmen kannte. Zwar wurde ich nicht angeschrien oder beleidigt, jedoch wurde mir stets ganz unmissverständlich kommuniziert, dass auf mich herab gesehen wurde. Außerdem schien ich die einzige Person gewesen zu sein, die gern auf - in meinen Augen eher kleine Nichtigkeiten - aufmerksam gemacht werden musste, um mir das Gefühl zu geben alles falsch zu machen. Ich saß leider genau in der Schusslinie und obwohl ich nie direkt für die Geschäftsleitung gearbeitet habe, gab es viele Sachen an mir zu bemängeln. Anderen Personen, die "bedeutender" sind da sie über Kontakte zu Medienmenschen oder wichtigen Künstlern pflegten wurden wiederum auffällig freundlich behandelt.
Arbeitsbedingungen
Lage und Räume top.
Allerdings plagten sich alle Mitarbeiter mit Arbeitsrechnern herum, auf denen eine längst veraltete Windowsversion lief...
Kommunikation
Es grenzt schon fast an Ironie, dass sie sich eine Kommunikationsagentur nennen und die meisten Leute dort einen Kommunikationshintergrund haben... denn ein respektvoller Umgang miteinander, Empathie zeigen ist dort ein Fremdwort.
Die HR Abteilung scheint auch nur zum Schein zu existieren. Gespräche mit der Personalleitung bei Unzufriedenheit und Problemen hat am Ende gar nichts gebracht, das Unwohlsein auf Arbeit blieb. Die Geschäftsleitung hat vermutlich nie davon erfahren oder es konsequent ignoriert.
Gehalt/Benefits
Branchenüblicher Hungerlohn. Aber Hauptsache ein schickes Büro in Mitte haben!
Interessante Aufgaben
Es gab große Projekte mit namenhaften Kunden, aber als Praktikant durfte man hier nur zu arbeiten und während der ganzen Zeit bekam ich kein einziges Projekt, was ich mein eigenes Baby nennen konnte. 1 1/2 Monate vor Ende des Praktikums löste sich mein Team auf... Niemand fühlte sich für mich verantwortlich: Mein netter Teamleiter war weg, alle anderen Kollegen wurden in die anderen Teams neu verteilt und ich saß verloren auf meiner Büroinsel rum. Von der HR bekam ich zu hören, dass sie mich nicht einfach so teilzeit beschäftigen können, obwohl es für mich nichts zu tun gab und ich am Ende nur noch stumpfsinnige Laufburschenarbeit bekam: Design Umschläge abholen, Pakete zur Post bringen, Mittagessen einkaufen...