Verbesserungsbedarf bei Führung u. Kommunikation: fehlende Wertschätzung u. Menschlichkeit | fehlender Betriebsrat!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Keine Schichtarbeit in der Produktion - feste Arbeitszeiten
Der Standort ist sowohl mit dem Auto, als auch mit dem ÖPNV gut zu erreichen und es gibt ausreichend Parkplätze.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vor allem die unzureichende Kommunikation.
Leider fehlender Betriebsrat!
Verbesserungsvorschläge
Den Kollegen und Kolleginnen wünsche ich mindestens sieben vertrauensvolle Menschen, die den Mut haben, einen Betriebsrat ins Leben zu rufen.
Dieser fehlt meiner Meinung nach definitiv in diesem Unternehmen und könnte aus meiner Sicht eine wichtige Interessenvertretung für die Mitarbeiter*innen darstellen.
Für den Arbeitgeber ist aus meiner Sicht das Wichtigste die Kommunikation.
Ich halte es für sinnvoll, hierbei gegebenenfalls externe Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Wie z.B. Fachleute aus den Bereichen Kommunikationswissenschaften, Personal- und Führungskräfteentwicklung.
Der erste und wichtigste Schritt wäre aus meiner Sicht, bestehende Kommunikationsprobleme überhaupt als solche anzuerkennen. Darauf aufbauend braucht es die Bereitschaft, Hilfe anzunehmen und Veränderungen auch langfristig zu zulassen und umzusetzen.
Arbeitsatmosphäre
Angespannt. Ich habe sehr viele Lästereien und Situationen erlebt, die ich als Mobbing wahrgenommen habe. In keinem anderen Unternehmen habe ich dies so extrem, in dieser Form und Intensität erlebt.
Aus meiner Wahrnehmung wird seitens der Führungsebene/ Meister*innen teilweise erheblicher Druck auf die Mitarbeiter*innen ausgeübt. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, in der sich nicht alle Mitarbeiter*innen trauen, offen ihre Meinung zu äußern oder Probleme anzusprechen.
Kommunikation
Diese habe ich seitens der Führungsebene/ Meister*innen als unzureichend und teilweise als respektlos empfunden.
Die Art und Weise wie kommuniziert wird, der Ton und die Körpersprache, sowie teilweise fehlender Blickkontakt.
Es entstand bei mir schnell der Eindruck, dass den Mitarbeiter*innen grundsätzlich eher mit Kontrolle als mit Vertrauen begegnet wird.
Außerdem hatte ich den Eindruck, dass sich einige Mitarbeiter*innen nicht trauen, sich krankzumelden oder bestimmte Situationen offen anzusprechen. Angst sollte meiner Meinung nach keine Grundlage für eine funktionierende und gesunde Kommunikation sein.
Seitens der Mitarbeiter*innen:
Hinter dem Rücken anderer wurde viel über Kolleg:innen gesprochen.
Kollegenzusammenhalt
Bedingt vorhanden. Zwischen Einzelnen bestimmt. Jedoch hatte ich den Eindruck, dass dies gleichzeitig die große Mehrheit ausschließt.
Dort Vertrauen aufzubauen, habe ich als sehr schwierig empfunden.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Führungsebene weniger positiv zu einem besseren Miteinander beiträgt.
Work-Life-Balance
Hier fehlt das Gleichgewicht und aus meiner Sicht ein stärkerer Fokus auf die Gesundheit der Mitarbeiter*innen.
Fehlende ergonomische Arbeitsplätze - Stattdessen durchgesessene Stühle und nicht jeder Schreibtisch kann in der Höhe verstellt werden.
Angebote zur Gesundheitsförderung, beispielsweise im Bereich Sport oder Stressbewältigung, habe ich nicht wahrgenommen.
Besonders kritisch sehe ich, wenn ich den Eindruck bekomme, dass Mitarbeiter*innen Sorge haben sich krank zu melden. Die Gesundheit der Mitarbeiter*innen sollte aus meiner Sicht an erster Stelle stehen und kein Verhandlungsspielraum sein.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Sicht fehlen hier Wertschätzung, Verständnis und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe. Bei Vorgesetzten wird eine Vorbildfunktion vorausgesetzt. Dazu gehören für mich eine respektvolle Kommunikation, Vertrauen, Menschlichkeit und die Bereitschaft, Kritik anzunehmen.
Genau diese Punkte habe ich leider häufig vermisst.
Interessante Aufgaben
Das ist sicherlich individuell und hängt von der jeweiligen Tätigkeit ab.
In der Produktion habe ich die Arbeit jedoch als sehr monoton empfunden. Viele Arbeitsschritte wiederholen sich immer und immer wieder. Für mich war es Fließbandarbeit ohne Fließband.
Interessant ist es für mich nicht, körperlich jedoch auch keinenfalls schwere Arbeit.
Gleichberechtigung
Dazu kann und möchte ich mich nicht äußern.
Umgang mit älteren Kollegen
In den Bewertungen meiner Vorgänger*innen wird der Umgang eher negativ beschrieben.
Arbeitsbedingungen
In der Produktion stehen teilweise alte und durchgesessene Stühle zur Verfügung. Bei einer achtstündigen, überwiegend sitzenden Tätigkeit am selben Arbeitsplatz ist das meiner Meinung nach eher unzumutbar. Leider gibt es auch nur wenige höhenverstellbare Schreibtische, sodass nicht jede*r die Möglichkeit hat im Stehen arbeiten zu können.
Leider gibt es auch keine separaten Räume für die Pausenzeit. Sodass die Pause am Arbeitsplatz oder draußen an der frischen Luft stattfindet.
Positiv aufgefallen sind mir die sauberen und gut beleuchteten Produktionshallen. Auch die Klimaanlage hat mich positiv überrascht.
Verbesserungsbedarf sehe ich bei der Belüftung der Hallen. Die Luftqualität ist in meiner Wahrnehmung im Laufe des Arbeitstages immer schlechter geworden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird meiner Meinung nach wenig bis gar nicht auf Mülltrennung geachtet.
Papier und Metall wird getrennt entsorgt, während alle anderen Abfälle gemeinsam im Restmüll landen, wie z.B. Plastik- und Biomüll
Gehalt/Benefits
Mindestlohn und pünktliche Auszahlung
Image
Mein Eindruck ist, dass nach außen viel Wert auf ein positives Bild des Unternehmens gelegt wird. Mit anderen Worten: Ich habe den Eindruck, dass mit allen Mitteln versucht wird, eine Fassade aufrechtzuerhalten, währenddessen diese leider Intern immer mehr Risse bekommt und zum Einstürzen droht.
Aus meiner Sicht reicht es nicht aus, Probleme schön zu reden.
Technisch ist das Unternehmen sicherlich fortschrittlich, der Umgang mit den Mitarbeitern ist jedoch deutlich aus der Zeit gefallen.
Karriere/Weiterbildung
Ist mir nicht bekannt und sehe ich für meinen Teil realistisch auch nicht.