Zuckerbrot und ...
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles immer schön reden zu müssen. Geschäftsleitung hat größtenteils überhaupt keinen Draht zu den Angestellten. Prozesse ins kleinste Detail definieren zu wollen, obwohl es bereits jeder auf seine Weise erfolgreich macht.
Verbesserungsvorschläge
- Digitales Bescheinigunswesen endlich (wie versprochen) in das Lohnprogramm implementieren
- Weihnachtsgeld und/oder steuerfreien Sachbezug anbieten anstatt den klassischen "Obstkorb"
- Probleme durch Dienstleister (z.B. Lohnabrechnungssystem) den Verantwortlichen Dienstleister lösen lassen und nicht irgendwelche temporären Lösungen erstellen, die den Mitarbeitern die Arbeit erschweren.
Arbeitsatmosphäre
Es kommt auf die Kollegen an. Manche sind entspannt, andere sehr gestresst und nicht kommunikativ. Altersdurchschnitt ca. 40, muss man mögen.
Kommunikation
Meist über Teams. Persönlich: so la la. Sehr oberflächlich, man braucht ein aufgesetztes Lächeln.
Kollegenzusammenhalt
In meinem ehem. Büro mit 2 Kolleginnen konnte ich mich immer ehrlich austauschen. Auf Abteilungsebene mit der Leiterin war es schwieriger, da immer versucht wurde, die einzelnen Mitarbeiter zu micro-managen anstatt ihnen Vertrauen zu geben.
Work-Life-Balance
Zuerst hieß es Vertrauensarbeit, dann Kernarbeitszeiten, dann "sei bitte so oft wie möglich im Büro". Man fühlt sich regelrecht schlecht, nach Homeoffice zu fragen.
Vorgesetztenverhalten
Wie bereits beschrieben insgesamt: schlecht. Man hatte das Gefühl, dass Druck von "oben" oder "außen" ständig auf die Teammitglieder abgewälzt wurde. Als ich im Urlaub war, hatte die Chefin laut Kollegen einen Ausraster, weil sie es nicht schafft, Prozesse zu vereinheitlichen und eine Vorbildsperson in der Umsetzung zu sein. Verantwortlichkeiten werden an Teammitglieder gegeben, wenn sich dafür die Leitung zu schade ist.
Interessante Aufgaben
Es war ein umfassender Einblick in die Lohnabrechnung. Vor allem Sozialversicherungsfragen rund um Rentner aller Art sowie geringfügig Beschäftigte oder Midi-Jobber wären interessant. Leider wurde die effiziente Arbeit ständig mit Software Problemen des Lohnabrechnungssystems behindert. Anstatt dann eindringliche Ansprüche an den Dienstleister zu stellen, würden irgendwelche Lösungen gebastelt, die auf Lande Sicht die Prozesse unnötig verkompliziert oder langsamer gemacht haben.
Gleichberechtigung
Was soll man sagen: wenn etwas nicht geklappt hat waren gleich alle Schuld (weil man will ja keine Namen nennen). deswegen ziemlich gute Gleichberechtigung...
Umgang mit älteren Kollegen
Ich war einer der Jüngeren deshalb ist meine Sichtweise hier eingeschränkt. Ich würde aber behaupten, dass den älteren Mitarbeitern der nötige Respekt entgegengebracht wird.
Arbeitsbedingungen
Gute Ausstattung am Arbeitsplatz vor Ort. Diensthandy und Laptop angeschlossen an 2 Bildschirmen ab dem ersten Tag. Das Handy war allerdings defekt und für Homeoffice hätte man überhaupt keine Ausstattung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wurde erst kürzlich auf digitale Personalakten umgestellt. 2025! Bescheinigunswesen läuft Semi-Digital, was auch daran liegt, dass das Abrechnungssystem keine digitale Übermittlung dessen anbietet. Es muss SV-Net genutzt werden, oder schriftlich bearbeitet werden. Digitale Unterschrift ist in diesem Unternehmen ein Fremdwort.
Gehalt/Benefits
Nach der Erhöhung nach der Probezeit wird mach Fehlern gesucht, um Mitarbeiten keine Gehaltsabrechnung zu gewähren. Weihnachtsgeld gibt es nicht. Auf die Frage nach betrieblicher Altersvorsorge kam die vermeintlich lustige Antwort: du auch noch. Keine eigenen Angebote diesbezüglich. Keine Unterstützung für Anfahrt (Jobticket/Fahrgeld) kein Steuerfreier Sachbezug. Ziemlich lame, dafür quillt der Kühlschrank über mit Bionade: toll!
Image
Ich habe bereits von Nachbarn und ehemaligen Mitarbeitern (Fahrern, welche die Basis des Unternehmens darstellen) am Telefon einiges gehört, wie sich Teamleitungen nicht um die Betreuung ihrer Mitarbeiter kümmern, Versprechen nicht halten (z.B. Beförderungen zu Fahrdienstleitungen) oder Stunden nicht weitergeben, woraufhin kein Lohn bezahlt wird. In der Verwaltung ist es ähnlich: Vorne herum ist alles super und wenn du denkst es läuft, hat deine Chefin ein Problem von vor einem Monat ausgepackt und knallt es dir jetzt um die Ohren.
Karriere/Weiterbildung
Ausbildungswesen sah gut gemanaged und spaßig aus. Es wird während einer Festanstellung aber ganz bestimmt nicht darauf geschaut, ob Personen gefördert/weitergebildet werden können. Das muss man alles selbst organisieren und bekommt dann höchstwahrscheinlich noch Lognabstriche. Was ist Bildungsurlaub?