Hat stark abgebaut. Tolle Sache für die Geflüchteten, die bestens beraten werden, für die Mitarbeitenden durchwachsen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Engagement der Mitarbeitenden, Teamtage und Klausurtagungen, auch wenn Beteiligung und Stimmung in letzter Zeit nachgelassen haben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hierarchien wie bei der Bundeswehr, was zu einem Verein dieser Art so gar nicht passt. Undurchsichtige Pöstchenvergabe, wenig betriebliche Mitbestimmung, Diskussionsverbote (Stichwort Palästina).
Verbesserungsvorschläge
Mal verstehen, dass das 19. Jahrhundert vorbei ist und es betriebliche Mitbestimmung gibt. Der Betriebsrat arbeitet nicht gegen das Unternehmen, der Geschäftsführer ist nicht allwissend und auch nicht unersetzbar.
Arbeitsatmosphäre
In den Teams ist die Stimmung meist gut bis sehr gut. Problematisch wird es zunehmend im Umgang mit der Geschäftsführung. Mitarbeiter/innen brechen in Tränen aus, wenn zwei Tage später ein Gespräch mit dem Geschäftsführer ansteht.
Image
Zu gut. Der Umgang mit dem Betriebsrat ist unsäglich. Für die Klientel (Geflüchtete) ist der Verein allerdings ein Segen.
Work-Life-Balance
Wird eigentlich großer Wert drauf gelegt. Von "Führungskräften" (ca. 1/3 der Belegschaft) wird aber auch schon mal verlangt, das Privatleben hintenan zu stellen.
Karriere/Weiterbildung
Regelmäßige Fortbildungen, Supervisisonen, in der Hinsicht vorbildich. "Führungsstellen" werden ausgeschrieben, wenn sich niemand meldet, oder auch nach Gutdünken vergeben, wenn es die jeweilige "Führungskraft" so wünscht. Dann erfährt man erst bei Vorstellung der neuen Vorgesetzten, dass eine entsprechende Stelle vakant war.
Gehalt/Benefits
Branchenüblich, analog zu BAT-KF (vergleichbar TVÖD).
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Müll wird getrennt, für Alleinerziehende wird nach Möglichkeiten gesucht, Kinderbetreuung und Arbeitszeiten unter einen Hut zu bringen. Luft nach oben ist immer, aber im Grunde alles ok.
Kollegenzusammenhalt
In den Teams meist sehr gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt es wenige, werden aber so behandelt wie alle anderen auch.
Vorgesetztenverhalten
Bereichsleitungen unterschiedlich, Geschäftführer unterirdisch. Der Umgang mit dem Betriebsrat ist unter aller Kanone. Widerspruch ist unerwünscht.
Arbeitsbedingungen
Man gibt sich Mühe - je nach Bereich sind die Räumlichkeiten oft suboptimal, das liegt aber meist nicht in der Verantwortung des Vereins. Für die Erstaufnahmeeinrichtungen ist z.B. die Bezirksregierung zuständig, die vergibt auch die Räume. Die technische Ausstattung ist gut.
Kommunikation
Es wird von oben herab mitgeteilt, was Sache ist. Das aber immerhin aktuell und ausführlich.
Gleichberechtigung
80 % Frauen, bis auf zwei Ausnahmen besetzen sie auch alle Leitungspositionen.
Interessante Aufgaben
Definitiv, das liegt in der Natur der Sache (Flüchtlingsberatung).