Mein Eindruck: Home-Office nur für Pendler – Familie zweitrangig - Struktur nicht vorhanden
Gut am Arbeitgeber finde ich
-Parkplätze in direkter Nähe.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meiner Wahrnehmung nach:
überforderte und z.T. lethargische Leitung, chaotische Abläufe und trotzdem eine scheinbare Abgehobenheit der Führung und Entscheidungsträger.
Arbeitsatmosphäre
In meiner Zeit im Unternehmen habe ich die Atmosphäre als angespannt und von hoher Frustration geprägt erlebt. Viele Kolleg:innen wirkten dauerhaft belastet – was nach meinem Eindruck vor allem an fehlender Struktur, ständigem Krisenmodus und hoher Reibung im Tagesgeschäft lag.
Kommunikation
Die interne Kommunikation war in meiner Wahrnehmung unstrukturiert und intransparent. Informationen kamen häufig zu spät oder gar nicht, was zu Missverständnissen und Doppelarbeiten führte.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war durchwachsen. Es gab eine kollegiale Kollegin, aber die allgemein angespannte Lage und der hohe operative Druck haben das Miteinander aus meiner Sicht spürbar belastet. In meinem persönlichen Eindruck wurde zu viel telefoniert, ohne dass dies für mich nachvollziehbare Ergebnisse brachte, was den operativen Druck zusätzlich verstärkte.
Work-Life-Balance
Aus meiner persönlichen Erfahrung wurde Home-Office nicht einheitlich gewährt. Trotz familiärer Notlagen und mündlicher Vereinbarungen wurde mir Home-Office verweigert, während es anderen Kolleg:innen, insbesondere mit weiterem Arbeitsweg, regelmäßig gestattet wurde. Das wirkte auf mich wenig familienfreundlich und unseriös. Nach meinen Beobachtungen hat dies dann zu dem Ergebnis dazu geführt, dass andere Mitarbeitende private Belange ins Büro verlagerten.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe das Führungsverhalten als unprofessionell und im Einkauf als lethargisch erlebt. Kommunikation erfolgte teils über sehr lange Mails oder nicht nachvollziehbare Dokumente und / oder unklare An- und Unterweisungen. Zudem verlor man sich in Nebensächlichkeiten. Ein konstruktiver Dialog war nicht möglich. Veränderungen im Team wurden teilweise ohne vorherige Information umgesetzt. Der Einsatz moderner Arbeitsmittel waren aus meiner stark eingeschränkt. Ich hatte den Eindruck, dass der Einsatz auch gar nicht erwünscht war, weil Effizienzverbesserungen im Einkauf nicht im Vordergrund standen. Dies könnte meiner persönlichen Wahrnehmung nach auch damit zusammenhängen, dass eine Ausweitung des Arbeitszeitkontos im bestehenden System begünstigt wurde.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben bestanden überwiegend aus dem Abarbeiten von Problemen, die durch fehlende Abstimmungen oder Systemfehler entstanden sind. Es fehlten aus meiner Sicht klare Prozesse und langfristige Perspektiven im Arbeitsalltag. Dadurch waren die Aufgaben sehr ermüdend.
Gleichberechtigung
Ich habe festgestellt, dass Regelungen – etwa zum Home-Office – nicht für alle Mitarbeitenden gleichermaßen galten. Das hat bei mir den Eindruck erweckt, dass gleiche Maßstäbe nicht angewendet wurden.
Arbeitsbedingungen
Ich empfand die Arbeitsmittel und Prozesse als stark veraltet. Digitale Werkzeuge wie z.B. digitale Rechnungsprüfung etc. wurden aus meiner Sicht gar nicht eingesetzt. In einigen Bereichen wurde noch stark auf telefonische Kommunikation und erheblichen Papierverbrauch gesetzt. Auch bei Aufgaben, die sich effizienter digital lösen ließen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein aktives Umwelt- oder Sozialkonzept habe ich nicht wahrgenommen. Auch familiäre oder persönliche Belange fanden nach meiner Beobachtung wenig Berücksichtigung.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung war aus meiner Sicht marktüblich im unteren Bereich. Weitere wirkliche Sozialleistungen oder Angebote habe ich nicht bemerkt.
Image
Nach außen wirkt das Unternehmen bemüht, ein modernes Bild abzugeben. Intern habe ich allerdings zahlreiche strukturelle Defizite erlebt. Dies konnte ich schon an den Räumlichkeiten schließen. Der Eingangs- und Einkaufsbereich in relativ modern gestaltet, während der Großteil der restlichen Räumlichkeiten den Eindruck erwecken, schon mal bessere Zeiten erlebt zu haben. Transparenz zu den wirtschaftlichen Kennzahlen bietet der Bundesanzeiger.
Karriere/Weiterbildung
Während meiner Beschäftigung habe ich keine klaren Perspektiven zur beruflichen Weiterentwicklung erkennen können. Auch Weiterbildungsmaßnahmen wurden in meiner Zeit nicht thematisiert. Selbst Schulungen in das hauseigene ERP-System wurde trotz mehrfacher Nachfrage nicht eingehend durchgeführt.
