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Krick.com
Bewertung

Leider nicht zu empfehlen

2,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Vertrieb / Verkauf bei krick.com GmbH + Co. KG in Eibelstadt gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Vorne hui hinten Pfu! , alle sind immer angeblich hochmotiviert, man traut sich aber nicht mal mehr Herausforderungen wirklich zu benennen und versucht es immer positiv zu framen. Auch schriftliche Kontrollen, wieviel man kalt telefoniert hat, wieviele Termine man vereinbart hat und/oder wieviele Potentielle Neukunden man in der Kaltakquise vor Ort besucht hat + die genauen Namen der besuchten Unternehmen waren über Monate an der Tagesordnung.
Mikromanagement ist immer ein Zeichen von mangelndem Vertrauen und wenn der Vorgesetzte einem das Gefühl gibt er vertraut dir nicht (besonders als Quereinsteiger-Junior) fängt man irgendwann auch damit an sich selbst nicht mehr zu vertrauen.

Image

Krick vermarktet sich als modernes zukunftsorientiertes Unternehmen, dass sehr auf das Wohlergehen seiner Mitarbeiter achtet. Zum Zeitpunkt meiner Bewerbung und Einstellung wurde auch aktiv für Quereinsteiger und Junior-Positionen geworben. Krick scheint sich erst im Nachhinein darüber in Klaren geworden zu sein, dass Quereinsteiger und Juniormitarbeiter erst einmal Geld kosten, bis sie fit genug sind im Beraten und Verkaufen um auch langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen, Vertrauen zu schaffen und die Kunden gewinnbringend zu beraten bis sich ein eigener Kundenstamm aufgebaut wurde.
Krick möchte diese Zeit aber nicht investieren und setzt lieber auf hohe Fluktuation anstatt lange Zusammenarbeit, wenn die Zahlen nicht direkt stimmen. Junior-Sales und Quereinsteigern würde ich Krick daher nach meinen Erfahrungen nicht empfehlen.

Work-Life-Balance

Home-Office, Vertrauensarbeitszeit, Und sonstiger Schnickschnack, solange die Zahlen passen wird man komplett in Ruhe gelassen. Vertrieb eben :-)

Karriere/Weiterbildung

Ich wünschte ich könnte hier etwas besseres schreiben, aber hier wurde ich auf ganzer Linie enttäuscht. Wünsche nach Veränderung und das Interesse zusätzliche Verantwortung zu übernehmen wurden kritisch gesehen und gefühlt hat man sich darüber geärgert, dass der MA sich nicht ausgelastet fühlt und gerne mehr auch in interne Prozesse involviert wäre und sich hier aktiv mit einbringen würde. Schade.

Gehalt/Benefits

Gehalt liegt im Branchendurchschnitt für Einsteiger. Nichts besonderes aber auch nicht schlecht. Es gibt ein Fixgehalt und die Provision. Wenn Aufträge einem einfach so entzogen werden schmälert das natürlich die Begeisterung, was kein Versehen war, sondern gemacht wurde um motzende Außendienstkollegen zu besänftigen. Habe es noch nie erlebt, dass man Bestandskunden als Juniorkollege etwas verkauft und einem dann am Ende wenn der Auftrag steht diesen entzieht, weil sich der ältere Außendienstkollege darüber empört und behauptete er wäre ja quasi selber kurz vor dem Abschluss mit dem Kunden gewesen. Beweisen konnte der Kollege das zwar nicht, aber er hat dennoch bekommen was er wollte und man selber hat in die Röhre geschaut. Es gab von Anfang bis Ende nur nette Worte der Vorgesetzten aber keine echte Unterstützung. Man muss es hinnehmen, dass einem Umsatz einfach weggenommen wird, die Provision muss geteilt werden, weil der ältere Kollege Stunk macht. Er hat den Auftrag zwar nicht geschrieben, aber die Entlohnung bekommen. Das zerstört dann auch einfach jegliche Motivation, desillusioniert und man fühlt sich (gerade im Vertrieb) bestohlen und im Stich gelassen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wiederaufbereitete Apple Produkte statt regulärer Neukäufe und die Unterstützung lokaler Firmen sind top!

Kollegenzusammenhalt

Ich mochte meine Kollegen Abteilungsübergreifend sehr gerne: von IT, bis HR, über Telemarketing bis hin zu den einzelnen Fachabteilungen wie SEO und SEA, war hier die Zusammenarbeit echte Spitzenklasse und ich konnte viel lernen und die Kollegen haben stets mit und nicht gegen einen gearbeitet. Innerhalb des direkten Teams waren die Leute auch super lieb, allerdings wurde sich nicht getraut Kritik und Probleme standhaft vor den Vorgesetzten zu benennen und hier auch einmal dran zu bleiben. Kritik wurde am liebsten im privaten Gespräch unter vier Augen geäußert, es wurde aber der Mund gehalten, wenn es darum ging die Herausforderungen auch in der größeren Runde zu klären. Kritik wurde geteilt und man hat sich gegenseitig bekräftigt, aber man hat alleine dagestanden, wenn man den Mund aufgemacht hat.

Umgang mit älteren Kollegen

Gerade im konventionellen Außendienst werden die Kollegen nach Außen sehr gut behandelt, in persönlichen Gesprächen auch mal eher abwertend. Wenn man aber den finanziellen Aspekt beachtet, muss es diesen Kollegen gut gehen, denn sobald hier die Kollegen gemurrt haben wenn ein Juniorkollege einen Auftrag geschrieben hat, war es zu meiner Zeit nicht unüblich, dass der Auftrag dem Juniorkollegen entzogen wurde um den alten Vertriebler, der auch mit dem Bestandskunden Kontakt hat, zu besänftigen. Im Vertrieb ein Unding.

Vorgesetztenverhalten

Ich war am Anfang so so so unfassbar begeistert. Ich dachte: WOW!! Chefs die zuhören, denen Ihr Team echt am Herzen liegen und (ganz wichtig!) die hinter dir stehen und sich für dich einsetzen wenn es darauf ankommt. Umso schlimmer war dann die Realitätsdusche.
Ehrliche Kritik wird abgeschmettert und wird in wöchentlichen Meetings, die ja gerade wenn man Kollegen im Außendienst hat so unfassbar wichtig sind um Probleme frühzeitig angehen zu können, vor versammelter Runde im Keim erstickt anstatt den Dialog zu suchen und weiter zu führen. Das einem im Exit-Gespräch dann auch noch dahingehend gesagt wird man wäre zu negativ eingestellt und solle das für die Zukunft besser ändern macht fassungslos. Ebenso fassungslos, wie der Fakt dass man ohne zu wissen um was es geht in ein Exit Gespräch zitiert wird, obwohl man die direkte Vorgesetzte Wochen zuvor direkt nach dem Grund des Gesprächs gefragt hat - und dir von Ihr ins Gesicht gelogen wurde. Und dass die direkte Vorgesetzte sich dann nicht einmal dazu herablässt persönlich im Exitgespräch dabei zu sein, ist mMn einer Führungskraft unwürdig. Zumal vorher nie im Raum gestanden hat oder erwähnt wurde sich ggfs zu trennen.

Arbeitsbedingungen

- Super helle, moderne Büros
- Top Infrastruktur (auch die digitale)
- schöner Hauptsitz

Kommunikation

Am Anfang sehr gut in der Zeit des Onboardings, danach siehe unter Gehalt und Vorgesetztenverhalten. Wichtige Informationen wurden teilweise eher Stille-Post-Style weitergereicht, ebenso ist das dann auch beim Onboarding so geworden, als ein Vorgesetzter das Team für eine andere Position verlassen hat. Junior-Mitarbeiter waren mit der Einarbeitung neuer Kollegen betraut, Informationen sind nur noch durch getröpfelt, waren teilweise falsch…Die Kommunikation abteilungsübergreifend war aber idR sehr gut, bei Nachfragen oder wenn man für Kunden etwas möglich machen wollte, hat man eigentlich immer jemanden erreicht. Ganz schlimm fand ich auch, dass ich keine ordentliche Übergabe meiner Kunden machen konnte bei meinem Weggang. Laptop und Handy müssen sofort abgegeben werden, man hat keine Zeit Kunden über den Beraterwechsel zu informieren und sich für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Man fühlt sich wie ein Verbrecher der aus dem Unternehmen gescheucht wird. Die extrem liebe HR Kollegin hat das ganze sehr abgemildert, aber es war echt ein schlimmes Gefühl. Diese Kunden haben MIR vertraut und dieses Vertrauen habe ich mit meinem ungewollt wortlosen Verschwinden mMn enttäuscht.

Gleichberechtigung

Frauen sind in Führungspositionen und werden nach meiner Erfahrung nicht benachteiligt. Der Mangel an weiblichen Führungskräften "weiter oben" in der Karriereleiter ist schade.

Interessante Aufgaben

Am Anfang wenn noch alles neu ist super spannend, dann lässt die Euphorie schnell nach. Die Aufgaben sind immer die gleichen und die Frage ob man sich nicht noch in andere Projekte involvieren kann, da man die Produkte und was die Firma macht total spannend findet, wird nicht gerne gesehen. Krick macht tolle und spannende Sachen, versucht immer am Puls der Zeit zu sein wenn es Neuerungen hinsichtlich KI und AI gibt und auch seiner Produkte immer weitere zu entwickeln. Wenn dann das ehrliche Interesse neuer Mitarbeiter so im Keim erstickt wird nach dem Motto "Du bist hier im Vertrieb um Geld zu scheffeln und sonst nichts" ist das enttäuschend, insbesondere wenn man nicht nur Verdienst-motiviert ist sondern sich eine langfristige und diverse Zukunft im Unternehmen aufbauen wollte.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.