2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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Diese Münchner Kanzlei liegt direkt neben dem Ort des islamistischen Anschlags am 13. Februar 2025.
Einzelne Anwälte konnten es nicht lassen, in der Folge linkspolitische Äußerungen über den gesamten Büroverteiler zu jagen, und das nachdem gerade mehrere Mitarbeiter (Augen-/Ohren-)Zeugen eines islamistisch motivierten Doppelmordes neben dem Gebäude geworden waren. (Ich werde vermutlich mein Leben lang daran denken, wenn ich einen Mini dieses Modells sehe.) Pietätloser geht es nicht mehr.
Mein Entsetzen über dieses Verhalten eines Teils der Anwälte war der Auslöser, mir umgehend einen anderen Job zu suchen.
Tja - zum Einarbeiten hat keiner wirklich Zeit, bei einer Kollegin hatte ich den Eindruck, dass sie mich dort von Anfang an nicht haben wollte. Vielleicht war ihr das nicht einmal bewusst, doch es wirkt sich (beides) eben darauf aus, inwieweit man sich nützlich machen kann und inwieweit man sich willkommen fühlt.
Hier gäbe es so viel zu erzählen...
Ich habe mir zum Abschied erlaubt, den Herren und Damen Juristen und Kollegen ein Schreiben zu schicken, wie es mir nach dem Anschlag ergangen ist, was ich mir dazu denke, und so einige Fragen - z.B. warum keiner außer mir nach dem Anschlag im Erdgeschoss nachgeschaut hat, ob sich vielleicht ein Traumatisierter von draußen in den Vorraum geflüchtet hat. Und vieles mehr. Für die bin ich die Böse, weil ich mich nicht von Islamisten totfahren oder anderes lassen will - nachdem ich in Ausübung meiner Pflicht, an meinem Arbeitsplatz als Zeugin genau solches hören musste!!! Aber hey, was interessiert es die Herren/Damen in der Besprechung, wie es klingt, wenn ein Mini in Menschenleiber kracht!
Fünf Anwälte anwesend an jenem Tag, doch der einzige anwesende Mensch (der sich als solcher verhielt) war anscheinend ich. Soviel zum Thema "Vorgesetztenverhalten"!
Im Übrigen liegt mir von einem der Anwälte eine Aussage vor (schriftlich), eigentlich ein Outing, was irgendwo nicht mehr lustig ist (siehe Titel dieser Rezension...) und nach meinem Dafürhalten auch nicht zu §43, Satz 2 der BRAO passt... Aber bitte, ich bin ja kein Jurist oder Rechtsverdreher!
Die Tätigkeit ist um die Beratungen der Anwälte herum aufgestellt und entsprechend unflexibel (Beginn spätestens 8.30h). Zeitflexibles Homeoffice müsst ihr woanders suchen...
Bei der ehrlicher Kommunikation nach den schlimmen Ereignissen (s. unter "Vorgesetztenverhalten") stellte sich Folgendes heraus:
Respekt = Null! Pietät = Null! Reflexionsfähigkeit/Kritikfähigkeit = Null!
Man gibt sich "solidarisch mit den Mitarbeiter:innen" - doch offenbar nur dann, wenn sie die eigene Haltung kompromisslos teilen. Kritik verträgt man nicht. Seine eigene Pietätlosigkeit vorgeführt zu bekommen schon gar nicht.
Was soll ich dazu sagen... Meinungs-Gleichberechtigung gewiss nicht! Teilt man ihre Haltung nicht, sondern hält aus gegebenem Anlass kritisch dagegen, schlägt einem blanker Abscheu(!) entgegen (habe ich alles schriftlich...).
Ihr seht auch die Anzeichen dafür im Büro selbst, u.U. auch im "Rundbrief" der Kanzlei (z.B. vom 2. Halbjahr 2024, siehe Website)!
Apropos Gleichberechtigung und Quote und so: Trotz der bestürzenden politischen Linksgewichtung ist die Kanzlei (zumindest nach Stand März 2025) kein bisschen "bunt". Gut, sie ist eher klein, aber man hätte ja theoretisch eine gewisse Kongruenz der, sagen wir mal, politischen Haltung und der Belegschaft vermuten können, aber - nö.
Für mich weniger. Mein Profil passte im Grunde auch nicht richtig. Wer ein mehrsprachiges Umfeld vorzieht, ist hier falsch.
Bei "Gegnern" sehr gut, unter den Mitarbeitern wohl eingeschränkter.
Im Durchschnitt in Ordnung.
Weiterbildung wird gefördert und finanziell unterstützt. Große Karriere kaum möglich, dafür zu klein.
Auch unter Berücksichtigung der Mandate (Arbeitnehmer und Betriebsräte, nicht arbeitgeberseitig Großkonzerne) überschaubar. Für den Anfang nicht schlecht. Mehr zu verhandeln wird schwierig, es wird eher "gewährt".
Teilweise gut, teilweise nicht so gut - es kommt auch auf die Gruppe an, in der man arbeitet.
Entfällt eigentlich - nur die Inhaber sind älter.
Es kommt stark auf den Vorgesetzten an ...
Fachlich gut, ansonsten einzelfallabhängig.
Besteht, nur einige sind "etwas gleicher".
Sehr interessante Mandate.