Zwischen Großraumbüro-Clash und fehlendem Respekt vor & Vertrauen in uns Mitarbeiter
Gut am Arbeitgeber finde ich
- vielfältige Produkte (Eventplanning/Kommunikation)
- Mitten im Geschehen
- 2 HO Tage
- Zuschuss zum Jobticket
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation mit uns Mitarbeitern von oben herab, das Misstrauen. Fehlende Motivation durch fehlende Wertschätzung/Benefits/Karrieremöglichkeiten,... Erwartung immer mehr zu leisten bei gleichem Gehalt und weniger Benefits.
Verbesserungsvorschläge
Wenn man Benefits wegnimmt, da sie kostenintensiv sind, sollte man über "einfache, weniger kostenintensive" Benefits nachdenken. Langfristig an Mitarbeitern zu sparen, sorgt für Unmut und Kündigungen (hatten wir die letzten beiden Jahre massivst!). Ein bisschen Vertrauen darf man ruhig in seine Mitarbeiter haben, sonst funktioniert ein Unternehmen nicht.
Mentoring Systeme einführen, besonders in Führungspositionen (wenn hier jemand weg bricht, sind Probleme vorprogrammiert). Würde auch helfen, dass die Führungspositionen nicht nur mit Aufgaben zugespammt werden, sondern auch tatsächlich Zeit für die Probleme der Mitarbeiter haben, die sie von der Arbeit abhalten. Keine Lücken entstehen lassen! Eine Einlernphase für neue Mitarbeiter OHNE Einführung dauert länger, kostet somit auch das Unternehmen, da die Person erst später wirklich produktiv ist! Bei Fehlern entstehen zusätzliche Kosten (oder zusätzlicher Aufwand = zusätzliche Kosten).
Mehr anonymes Feedback aus den Abteilungen einholen zur Situation! Wir haben einen stetigen Wechsel und das nicht grundlos!
Arbeitsatmosphäre
Jetzt im Sommer war sie umgebungsbedingt sehr schlecht, da zeitweise die Lüftung (es gibt noch keine Klima) ausgefallen ist. Auf Nachfrage, ob man im HO arbeiten kann, wurde widerwillig zugestimmt, da es kein "hitzefrei" gäbe. Korrigiert mich, aber hitzefrei bedeutet "frei haben" und nicht daheim arbeiten. Eine missverständliche und den Mitarbeitern gegenüber misstrauische (somit kritische wie respektlose) Formulierung. Nicht zum ersten Mal - man fühlt sich nicht wertgeschätzt. Das Großraum Büro der Kommunikation bleibt gefüllt laut. Kurze Wege sind nicht verkehrt, aber wer einmal in 4-6er Kabinen gearbeitet hat, weiß, dass man vor Ort weniger produktiv ist und die Leute versuchen, Prozesse durch die offene Kommunikation zu überspringen. Homeoffice wird auch bei Tätigkeiten, für die Anwesenheit nicht von Nöten wäre, ungern gesehen.
Work-Life-Balance
Ist quasi nicht mehr vorhanden, wenn man lange pendeln muss (in den Messezeiträumen kommt das stärke zum Tragen als in den messefreen Zeiträumen). Seit der neuen Regelung muss man froh sein, dass man überhaupt noch HO bekommt. Das war quasi der "billigste" Benefit, den man den Mitarbeitenden genommen hat. Dass man 2 HO Tage festlegt und den dritten durch den Vorgesetzen festlegte, hat die Probleme eigentlich nicht gelöst, sondern verursacht an den "freien Tagen" Probleme, da andere dort Präsenz haben und munter Termine legen. Mehr Flexibilität wäre wünschenswert. Wer eine Familie hat oder nebenher pflegen muss, leidet unter den Vorgaben (also hauptsächlich Frauen, schaut man auf die Gleichstellung, so versteht man, warum das hier als Negativpunkt aufgeführt wurde). Wahrscheinlich kommt es auch darauf an, wie "direkt" man ins Messegeschehen verwickelt ist. Manche müssen dann einfach "präsenter" sein als andere.
Karriere/Weiterbildung
Aufsteigen ist schwer (wenig Plätze). Man muss glatt in eine Lücke rutschen und dann sich gegen andere Bewerber durchsetzen. Wäre schön, wenn man auch schon früher von einer Führungsperson "mitgenommen " werden könnte (Mentoring). Die Messe schreibt viel zu spät aus, sodass Wissenslücken entstehen. Das verursacht regelmäßig Probleme und kann im Nachhinein auch ordentlich Kosten verursachen. Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es, aber eher für die "kleinen" Themen um am Projektmanagement o. ä. zu feilen. Große Tool Weiterbildungen oder gar führungsspezifische Weiterbildungen muss man erst genehmigt bekommen. Finde das aber noch in Ordnung.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist halt vgl. mit öffentlicher D. Hat seine Vorteile (Gehaltsstufe, "sicheres und langsames" Aufsteigen, Urlaub,...) und Nachteile (schlechtes Aufsteigen, wenig Verhandlungsspielraum). Allerdings hat man durch die wirtschaftliche Lage sehr an unseren Benefits gekratzt (Weniger Zuschuss zum Jobticket, Alterszeitmodelle ausgelaufen, keine Leistungsprämien,...). Der einfachste Benefit wäre optional mehr HO (aber hier ist man von 2 Präsenztagen auf 3 hoch gegangen trotz Inflation und explodierender Spritpreise).
Kollegenzusammenhalt
Klappt mal mehr mal weniger. Abteilungsübergreifend kommt es häufig zu Komplikationen. Neue Regeln werden beschlossen, ohne richtige vorherige Kommunikation, was zur Unruhe zwischen Abteilungen führt. In der eigenen Abteilung ist es oft besser.
Vorgesetztenverhalten
Eigentlich gut, wenn man in bestimmten Themen die entsprechenden Vorgesetzen erreicht und auch die Dringlichkeit verdeutlicht. Das gesagt, muss man es erstmal platzieren können. Die Vorgesetzen sind einfach überladen mit Arbeit. Eine Aushilfe dort würde allen helfen!
Arbeitsbedingungen
Hardware und Software Umstellungen, stetige Baustellen und paralleles "probieren wir mal x & y aus" erschweren die Arbeitsprozessen. Change Management ist wichtig, aber vll sollte man nicht wie Stuttgart ständig nur Baustellen anfangen, sondern erst eine abschließen, bevor man die nächste eröffnet. So haben die Mitarbeiter mehr Gefühl eines Halts.
Das Großraumbüro ist auch wie bereits genannt anstrengend. Man hört sich gegenseitig in den Calls. Die Lösung an verschiedenen Tagen im Büro zu sein, geht total an der Begründung (kurze Wege, mehr interner Austausch) vorbei. Manches bleibt in Präsenz gut, anderes wäre im HO sinnvoller.
Wenn Kollegen gehen, kann man nicht den zurück gebliebenen mehr aufbürden, auch wenn ein Einstellungsstopp ist. Man muss sich bewusst machen, dass dann auch weniger Kapazität da ist, weniger erledigt wird und nicht andere mehr fürs selbe Gehalt machen/machen können. An manchen Stellen wäre auch dringend ein Übergabeeinlernen oder Mentoring sinnvoll. Nicht nur für 1 Woche (oder mit 3 monatiger Lücke!) sondern je nach Position mindestens ein halbes Jahr!
Kommunikation
Obwohl der Bereich Kommunikation heißt, scheint nicht jede/r MitarbeiterIn kommunizieren zu können. Probleme werden aufgeschoben oder hinten herum kommuniziert, anstatt sie direkt bei den betreffenden Personen anzusprechen. Es ist nicht so, als würde man es nicht früher oder später im Großraumbüro mitbekommen. Warum wartet man also ab, dass es eskaliert? Fazit: Verbesserungswürdig, aber keine absolute Katastrophe. Es gibt durchaus auch Positivbeispiele.
Gleichberechtigung
Obwohl großteils Frauen beschäftigt sind, scheint man eher weniger auf die Bedürfnisse dieser einzugehen. Man vergisst auch, dass Frauen noch nebenher oft einen Großteil der Care Arbeit erledigen. Schaut man zudem in die Führungsebene (Großteils Frauen sind in der gesamten Messe Verwaltung beschäftigt) findet man Großteils Männer. Eigentlich schade, an den weiblichen Qualifikationen kann es nicht liegen. Es gäbe durchaus einige Frauen, die man sich in den Positionen wünschen würde.
Interessante Aufgaben
Es ist nicht so, dass ich persönlich meine Aufgaben nicht mag. Aber es sind eben einseitige, spezialisierte Aufgaben mit weniger Abwechslung. Oft muss jeder Koch noch seinen Pfeffer dazugeben, bevor die Suppe serviert werden kann.