3 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Der Storemanager bemühte sich spürbar, als Bindeglied zwischen Team und Geschäftsführung zu fungieren und ein offenes Ohr für beide Seiten zu haben. Seine Absicht, für ein faires Miteinander zu sorgen, war erkennbar und wurde im Team geschätzt. Leider fehlte ihm letztlich der Rückhalt oder der Mut, sich klar zu positionieren – am Ende stellte er sich vermitlich aus Unsicherheit oder Angst doch auf die Seite der Geschäftsführung.
Stillstand auf allen Ebenen: In Sachen Mitarbeiterführung, Kommunikation und Unternehmenskultur ist der Arbeitgeber in der Zeit stehen geblieben. Kritik wurde abgeblockt, Veränderung aktiv verhindert – Fortschritt war hier weder gewünscht noch möglich.
• Führung durch Angst statt Vertrauen: Emotionale Manipulation, Schuldzuweisungen und Einschüchterung waren gängige Mittel, um Mitarbeitende „bei der Stange“ zu halten – bis hin zu abgelehnten Kündigungen und dem Versuch, Entscheidungen durch psychischen Druck rückgängig zu machen.
• Rechtsunsicherheit und Intransparenz: Drohungen mit Gehaltskürzungen bei Fehlern, ständige Regeländerungen bei Mitarbeiterrabatten und ein Führungston, der Arbeitsrecht wie eine lästige Empfehlung behandelt – das schafft kein sicheres, sondern ein toxisches Arbeitsumfeld.
• Keine Entwicklung, keine Perspektive: In fast vier Jahren wurde keine einzige Weiterbildung angeboten. Karrieren wurden nicht gefördert, sondern durch mangelnde Struktur, leere Titel und unterdurchschnittliche Gehälter ausgebremst.
• Anerkennung? Fehlanzeige. Wer über Jahre hinweg einsprang, erhielt am Ende des Jahres einen Fresskorb – als angebliche Wertschätzung. Persönliche Geschenke von Geschäftspartner:innen verschwanden im Büro, wenn sie nicht „oben“ genehm waren – sogar vom Geschäftsführer selbst entnommen.
• Falsche Versprechungen nach außen: In Stellenanzeigen wird mit überdurchschnittlichem Gehalt, Rabatten und Entwicklungsmöglichkeiten geworben – die Realität sieht völlig anders aus. Wer hier anfängt, merkt schnell: Viele der versprochenen Benefits sind in der Praxis nicht vorhanden oder werden willkürlich eingeschränkt.
Führung überdenken, nicht Mitarbeitende: Angst, Kontrolle und emotionale Manipulation sind keine Führungsstile, sondern Relikte einer Unternehmenskultur, die längst überholt ist. Wer Mitarbeitende langfristig binden will, braucht Vertrauen, Transparenz und Augenhöhe – keine Drohkulissen.
• Rechtliches Grundwissen ist kein Nice-to-have: Arbeitsrecht ist keine Meinungssache. Aussagen wie „Ich mache das seit 20 Jahren so“ sollten kein Ersatz für gesetzliche Standards sein. Fortbildung ist auch für Führungskräfte verpflichtend – insbesondere in arbeitsrechtlichen Belangen.
• Wertschätzung sichtbar machen – nicht simulieren: Fresskörbe sind kein Ersatz für faire Bezahlung, stabile Verträge oder echte Anerkennung. Wenn man sich Loyalität und Engagement mit einem 50 €-Snackkorb „erkaufen“ will, hat man das Prinzip Wertschätzung nicht verstanden.
• Weiterbildung ermöglichen statt ausbremsen: Wer Weiterentwicklung blockiert, verhindert nicht nur individuelle Karrieren, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Ohne Investition in Qualifikation bleibt alles beim Alten – und das ist exakt das Problem.
• Marktniveau ernst nehmen: Wer glaubt, mit Gehältern knapp über dem Mindestlohn gute Leute zu halten, hat die Realität am Arbeitsmarkt verpasst. Fairer Lohn ist keine Belohnung, sondern Grundlage für Motivation und Respekt.
• Interne Regeln klar, konstant und fair gestalten: Wöchentlich wechselnde Rabattregelungen und willkürliche Einschränkungen schaffen kein System – sie zerstören es. Wer Regeln erfindet, um Misstrauen auszudrücken, sollte sich fragen, ob nicht eher das Führungsverständnis überarbeitet werden muss.
• Erfolg anerkennen – nicht einziehen: Persönliche Anerkennung von außen kommentarlos wegzunehmen ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Vertrauensbruch. Wertschätzung darf nicht an der Tür zur Chefetage enden.
Schicke Büroräume und Verkaufsfläche, nach Außen hin möchte man natürlich scheinen
Nach außen glänzt das Unternehmen mit Hochglanzfassade und Imagepflege für die Augsburger High Society – ein Schickimicki-Auftritt, der kaum Raum für echte Substanz lässt. Was hinter den Kulissen tatsächlich abläuft, bleibt für Außenstehende unsichtbar – und wäre für viele wohl ein Schock.
Kein Home Office, keine flexiblen Arbeitszeiten.
In den ersten zwei Jahren wurde mir aktiv eingeredet, dass Elternzeit für mich als Mann keine Option sei – ich sei schließlich der ‚Versorger der Familie‘. Ein mittelalterliches Rollenbild, das nicht nur realitätsfern war, sondern auch ignorierte, dass mein Gehalt in dieser Position nicht annähernd ausreichte, um eine Familie allein zu ernähren. Erst als ich mich klar auf mein gesetzlich verankertes Recht berief, konnte ich die Elternzeit doch noch nehmen. Rückblickend bereue ich sehr, dass ich mich überhaupt so lange verunsichern ließ – in einem modernen Unternehmen wäre das undenkbar.
In fast vier Jahren wurde mir keine einzige Weiterbildung angeboten – Weiterentwicklung findet hier schlicht nicht statt. Wer sich beruflich weiterentwickeln will, muss diesen Schritt zwangsläufig außerhalb des Unternehmens machen. ‚Leistung‘ wird intern meist nur mit wohlklingenden Titeln und minimalen Gehaltsschritten belohnt, die im Vergleich zum Markt kaum konkurrenzfähig sind. Mein Wechsel hat das eindrucksvoll bestätigt
Mitarbeitende wurden gezielt manipuliert, mit Schuldgefühlen unter Druck gesetzt und in ihrer Entscheidungsfreiheit massiv eingeschränkt – Kündigungen wurden nicht akzeptiert, sondern mit psychischem Druck verhindert. Erst bei rechtlicher Unterstützung durch einen Anwalt wurde plötzlich eingelenkt – und vorher getätigte Aussagen stillschweigend zurückgezogen.
Mitarbeitende, die konstant einsprangen, Lücken füllten und sich für den Betrieb aufrieben wurden am Jahresende mit einem Fresskorb im geschätzten Wert von 50 € abgespeist. Das wurde dann als besondere Wertschätzung verkauft. Wer dabei nicht ins Grübeln kommt, hat die Botschaft wohl nicht verstanden.
Selbst kleine Gesten echter Wertschätzung von außen – wie ein persönliches Dankesgeschenk einer Geschäftspartnerin – wurden intern nicht respektiert. Eine an mich adressierte Flasche Champagner verschwand nach wenigen Tagen kommentarlos vom Schreibtisch – entnommen vom Geschäftsführer selbst. Soviel zum Umgang mit persönlicher Anerkennung.
Statt auf Schulung oder Feedback wurde bei Fehlern mit Gehaltskürzung gedroht – ein fragwürdiges Druckmittel, das Angst schürt statt Motivation.
Einzelhandel eben – in den Stellenanzeigen wurde großspurig mit einem überdurchschnittlichen Gehalt geworben. Das trifft vielleicht zu, wenn man das Durchschnittsgehalt von 2004 als Maßstab nimmt. Faktisch fehlte während meiner fast vierjährigen Beschäftigung jede Spur von Wertschätzung:
• Keine betriebliche Altersvorsorge.
• Kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.
• Mitarbeiterrabatt? Nur auf dem Papier ein Vorteil. Bei gefragten Artikeln wurde so lange blockiert, reguliert und verzögert, bis man selbst keine Lust mehr hatte, überhaupt noch zu kaufen. Und selbst das wurde ständig neu geregelt – nur noch bestimmte Teile, nur noch auf der Fläche, nur wenn sichtbar getragen usw.
• Ständige Regeländerungen – teils wöchentlich – schufen ein Klima aus Unsicherheit, Willkür und Intransparenz.
Wer Stabilität, Wertschätzung und Fairness sucht, sollte besser weiterscrollen.
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