Mehr Schein als Sein, zwischen Außendarstellung und Arbeitsalltag liegen Welten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv ist definitiv der Sample Sale. Allerdings lässt die Qualität der Produkte zu wünschen übrig, ah und Obstkorb.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im späteren Kontakt mit ehemaligen Kollegen hatte ich den Eindruck, dass diese sowohl körperlich als auch psychisch deutlich durch die Zeit im Unternehmen belastet waren. Das hat meinen insgesamt negativen Eindruck von der Arbeitsbelastung und den Arbeitsbedingungen leider bestätigt.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeiter sollten respektvoll und fair behandelt werden , für alle sollten die gleichen Regeln gelten. Auch der Umgangston sollte professioneller und wertschätzender sein.
Kritik und Feedback sollten ernst genommen und nicht persönlich aufgefasst werden. Zudem braucht es bessere Kommunikation, verlässliche Ansprechpartner, eine strukturierte Einarbeitung und realistische Arbeitsbelastung.
Mehr Respekt, Transparenz und echte Wertschätzung würden das Arbeitsklima deutlich verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt habe ich die Atmosphäre als toxisch und belastend erlebt. Gruppenbildung, Ausgrenzung und eine hohe Fluktuation waren aus meiner Sicht prägend.
Kommunikation
Schlechte und intransparente Kommunikation. Rückfragen wurden häufig nicht beantwortet, Feedback nicht möglich. Kündigungen wurden nicht gegenüber dem Team kommuniziert. Leute dachten, die Person ist im Urlaub, dabei wurde sie gekündigt.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht nur minimal vorhanden. Einzelne Gruppen haben gut funktioniert, ein echter Zusammenhalt über das gesamte Team hinweg war jedoch nicht gegeben.
Work-Life-Balance
Regelmäßig fielen ca. 5–8 Überstunden pro Woche an. Gleichzeitig wurden immer mehr Aufgaben und Verantwortung übertragen.
Vorgesetztenverhalten
Einer der größten Kritikpunkte. Wenig Unterstützung, kaum Feedback und mit Problemen allein gelassen. Viel Verantwortung bei gleichzeitig wenig Führung und Einarbeitung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren teilweise interessant und abwechslungsreich, aber auch "Mädchen für Alles".
Gleichberechtigung
Der Frauenanteil ist erfreulich hoch. Zwischen dem nach außen vermittelten Anspruch, Frauen zu fördern, und meiner persönlichen Erfahrung im Hinblick auf Entwicklung und Vergütung sehe ich allerdings eine deutliche Lücke.
Arbeitsbedingungen
Modernes Großraumbüro, grundsätzlich praktisch, allerdings häufig sehr laut.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Für ein Fast-Fashion-Unternehmen empfinde ich das Umwelt- und Sozialbewusstsein als wenig überzeugend. Nachhaltigkeit scheint für mich deutlich weniger Priorität zu haben als die Außendarstellung.
Gehalt/Benefits
Für die Verantwortung und Arbeitsbelastung ist das Gehalt zu niedrig. Obst, Getränke und Sample Sales sind nette Extras, gleichen die hohe Belastung aber nicht aus.
Image
Das öffentliche Image von LeGer by Lena Gercke, ist aus meiner Sicht deutlich besser als die interne Realität. Durch Social Media entsteht ein modernes und attraktives Bild, das ich persönlich so nicht erlebt habe.
Karriere/Weiterbildung
Kaum erkennbare Weiterbildungsmöglichkeiten oder echte Karriereperspektiven. Die kurzfristige Bewältigung der Arbeit schien deutlich stärker im Vordergrund zu stehen als die Entwicklung der Mitarbeiter.