Gut am Arbeitgeber finde ich
Man lernt super viel, auch persönlich fürs eigene Leben und man kann sich super weiter entwickeln.
Viele Mitarbeiter stellen sich hinter einen, wenn sie das Gefühl haben, dass man ungerecht behandelt wird und das stärkt einen, gerade als Azubi, sehr.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es kommt teilweise zu Situationen wo sich nicht an Absprachen gehalten wird und man immer wieder mit den selben Konflikten konfrontiert ist.
Eine bessere Kommunikation und Transparenz könnte in der Hinsicht einiges zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verbessern.
Verbesserungsvorschläge
Im Großen und Ganzen ist alles soweit sehr gut, jedoch würde ich raten, mehr mit euren Auszubildenden in den Dialog zu gehen und euch anzuhören, was die zu sagen haben.
Lasst euch auf Verbessrungsvorschläge ein und versucht gemeinsam eine Lösung zu finden, mit welcher alle zufrieden sind.
Man muss sich Problemen annehmen und reflektiert auf Kritik reagieren, dies kommt manchmal etwas zu kurz.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist eigentlich super, gerade unter den Kollegen herrscht ein tolles Klima, man ist wie eine kleine Familie.
Man erlebt immer wieder spannende und zusammenschweißende Situationen zusammen.
Alle Azubis helfen sich gegenseitig, auch Lehrjahr übergreifend.
Ab und zu kommt jedoch auch etwas Frustration auf, gerade im Service/der Werkstatt. Viele fühlen sich von der Arbeit überlastet, auch ich bin manches Mal an diesem Punkt gewesen.
Karrierechancen
Dadurch, dass unser Unternehmen nur einen Standort hat und wir kein großer Konzern oder etwas der Gleichen sind, sind meiner Meinung nach die Aufstiegschancen trotzdem hoch, es verschiebt sich immer mal etwas im Unternehmen und dies bietet tolle Chancen.
Auch wenn man seine Karriere vielleicht nicht hier fortsetzt, ist man bestens für das was einen woanders erwartet gerüstet und kann dem souverän begegnen.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten sind, meiner Meinung nach, nicht gut gelegt.
Ich finde die Azubis sollten um 07:00 Uhr anfangen können, da gerade bei den kaufmännischen Azubis, mit zweimal Schule wöchentlich, nach der Arbeit die Zeit zum Lernen einfach zu gering ist. Vor allem wenn man alleine wohnt.
Ebenfalls hat man kaum die Möglichkeit nach der Arbeit noch Arzttermine wahrzunehmen.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung lässt wirklich zu wünschen übrig, man kommt damit kaum über die Runden in der heutigen Zeit und es ist auch ziemlich ungerecht aufgeteilt.
Gewerbliche Azubis haben ab einem bestimmten Zeitpunkt die Möglichkeit, alleine zu arbeiten und somit eine höhere Vergütung zu erreichen, kaufmännische Azubis hingegen haben diese Möglichkeit nicht, auch wenn sie als ,,vollwertige'' Arbeitskräfte mitlaufen.
Die Ausbilder
Mein Ausbilder macht einen tollen Job.
Nach noch nicht all zu langer Zeit in dieser Positionen hat er schon vieles super gelöst und ihm ist viel daran gelegen uns weiter zu bringen und zu fördern, beispielsweise kriegen wir nun auch Theorieunterricht für Fahrzeugtechnik um den Kunden-Fragen gewappnet gegenüber zu treten. Dies ist besonders im Service sehr hilfreich.
Man kann mit jedem Problem zu ihm gehen und er versucht immer eine Lösung zu finden, mit welcher alle zufrieden sind.
Teilweise fehlt ihm aufgrund seiner vorherigen Laufbahn als Mechatroniker jedoch das nötige kaufmännische Fachwissen und es ist schwer uns in dieser Hinsicht dann zu unterstützen.
Spaßfaktor
Ich habe sehr viel Spaß bis jetzt in meiner Ausbildung gehabt und ich gehe gerne zur Arbeit.
Gerade in den Abteilungen, in welchen ich bis jetzt war, habe ich tolle Momente gehabt.
Leider gab es eine Zeit in der ich diesen Spaß etwas vermisst habe, ich war von Vertretungen überhäuft und habe dadurch viel Wissen an mir vorbei ziehen sehen, welches ich gerne mitgenommen hätte.
Aufgaben/Tätigkeiten
Ich habe tolle Herausforderungen erleben können, bei welchen ich mich und mein Wissen auf die Probe stellen konnte.
Leider waren die Aufgaben an manchen Stellen aber auch sehr eintönig und es war in manchen Abteilungen einfach nicht genug zu tun, dass man damit einen ganzen Tag füllen konnte.
Ich habe jedoch auch super viel Vertrauen in bestimmten Aufgabenbereichen erhalten und durfte Aufgaben und Tätigkeiten übernehmen, die nicht oft an Auszubildende übergeben werden und das hat mir selbst enorm viel Kraft und Selbstbewusstsein geben. Ich hatte somit auch tolle Herausforderungen, welchen ich mich stellen konnte.
In meiner gesamten Ausbildung habe ich leider zu oft Tätigkeiten gemacht, welche nicht meinem Ausbildungsrahmenplan entsprochen haben und eigentlich teilweise eher in den gewerblichen Bereich fallen, das war sehr schade.
Viele Aufgaben sind auch immer auf die gleichen Leute zurück gefallen.
Variation
Man hat viele Abteilungen kennengelernt, wobei man manche auch etwas kürzer halten könnte.
Auch ich als Azubi hatte die Möglichkeit meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und mich selbst zu verwirklichen und anderen vielleicht somit auch neue Blickwinkel näher zu bringen.
Die Arbeit war teils abwechslungsreich und teils auch eintönig, dies war Abteilungsabhängig.
Respekt
Ich habe den Umgang größtenteils, als sehr respektvoll erlebt, jedoch gab es manche Situationen, welche noch ausbaufähig wären.
Gerade, wenn es um die Hierarchie hier im Unternehmen geht, denke ich, dass man von diesen altmodischen Denkweisen ablassen sollte, jeder sollte mit dem gleichen Respekt behandelt werden und es sollte keine Unterschiede geben.
Es wurde aber auch anerkannt, wenn man seinen Job hier gut macht und auch mal über den Tellerrand hinaus blickt.