Strukturelle Schwächen überschatten gute Arbeit
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Kollegiale Zusammenarbeit im direkten Team
- Spannende Aufgaben mit Gestaltungsspielraum
- Flexible Arbeitszeitmodelle
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Intransparente Entscheidungsprozesse auf Führungsebene
- Fehlende klare Karriere- und Entwicklungspfade. Generell schlechte Personalentwicklung.
- Politische statt fachlich-strategische Ausrichtung bei Personalentscheidungen
Verbesserungsvorschläge
- Klare, nachvollziehbare Kommunikation bei Entscheidungen
- Strukturiertes Karriere- und Personalentwicklungskonzept
- Führungskräfte sollten Verantwortung übernehmen und Entscheidungen transparent begründen
- Fachliche Leistung und Loyalität stärker als Grundlage für Personalentscheidungen nutzen
Arbeitsatmosphäre
Im direkten Team kollegial und konstruktiv. Über Abteilungsgrenzen hinweg zunehmend politisch geprägt. Entscheidungen wirken häufig abgestimmt auf interne Dynamiken, nicht auf fachliche Logik.
Kommunikation
Informationsweitergabe stark abhängig von der jeweiligen Führungskraft. Abteilungsübergreifende oder übergeordnete Entscheidungen werden oft erst auf Nachfrage oder sehr spät kommuniziert. Begründungen bleiben vage oder entfallen ganz.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Fachbereiche stark ausgeprägt. In arbeitsintensiven Phasen war immer Verlass aufeinander. Konflikte wurden im direkten Umfeld pragmatisch gelöst.
Work-Life-Balance
Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und mobiles Arbeiten etabliert. Balance hängt jedoch stark vom jeweiligen Bereich und der Führung ab. Überstunden-Regelung ab übertariflicher Bezahlung in Kombination von Arbeitslast äußerst unfair ausgestaltet (kein Langzeitgleitzeitkonto).
Vorgesetztenverhalten
Führung im Tagesgeschäft oft korrekt, in strategischen oder personellen Fragen jedoch auffällig intransparent. Betroffene werden bei Entscheidungsfindung wenig bis bedingt eingebunden. Entscheidungen werden selten offen begründet, Verantwortlichkeiten nicht klar übernommen.
Interessante Aufgaben
Viel Eigenverantwortung, strategische Projekte und Gestaltungsmöglichkeiten. Klare nachvollziehbare Priorisierung und Zielvorgaben fehlten jedoch teilweise.
Gleichberechtigung
Leitungspositionen überwiegend in männlicher Hand ab Rolle Abteilungleiter.
Arbeitsbedingungen
Überwiegend etwas in die Jahre gekommene Großraumbüros, in denen konzentriertes Arbeiten je nach Lärmsituation eingeschränkt sein kann. Die technische Ausstattung ist teilweise veraltet und nicht immer auf die Anforderungen des jeweiligen Aufgabenfelds zugeschnitten. Für mobiles Arbeiten ist die Infrastruktur grundsätzlich vorhanden, aber die Qualität und Aktualität der Ausstattung variiert stark. Die Geräte für Peripherie (Maus und Tastatur) im Büro minderwertig. Im Homeoffice kann man sich selber darum kümmern.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ansätze vorhanden, jedoch nicht durchgängig strategisch verankert. Position dafür noch nicht lange im Unternehmen.
Solarenergie in Hersfeld m. W. n. vorhanden.
Gehalt/Benefits
Karrierewege nicht klar definiert. Entwicklungsmöglichkeiten hängen stark von Eigeninitiative und Führungskraft ab. Gehalt marktüblich für Großhandel nicht sonderlich hoch, Sozialleistungen solide, aber intransparent im Unternehmen oft erst auf Nachfrage des einzelnen Beschäftigten zu bekommen.
Image
Nach außen professionell, intern jedoch deutliche Unterschiede zwischen Anspruch und gelebter Realität mit vielen Kolleg:innen, die innerlich gekündigt oder unzufrieden sind. Strukturelle und führungsseitige Schwächen prägen leider das Gesamtbild.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen theoretisch möglich, praktisch jedoch unstrukturiert und wenig gefördert, obwohl Ansatzpunkte dafür existieren. Keine klaren, langfristigen Entwicklungspfade.