Lindner Group KG: Big Dreams, Small Wallets – Potenzial vorhanden, Gehalt miserabel!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man hat das Gefühl, die Firma ist eher ein großes Familienprojekt als nur ein Arbeitsplatz.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schreiner-Tarif in XXL-Unternehmen: Man fühlt sich wie ein Profi, wird aber bezahlt wie ein Praktikant.
Verbesserungsvorschläge
Ein Wechsel in einen moderneren, zur tatsächlichen Unternehmensstruktur passenderen Tarifvertrag (z. B. in Richtung Metalltarif) wäre ein sinnvoller erster Schritt. Ein transparenteres und marktgerechtes Gehalts- und Lohnmodell könnte viel dazu beitragen, endlich gute Mitarbeitende langfristig zu binden – denn Wertschätzung zeigt sich am Ende vor allem in der heutigen Zeit auf dem Gehaltszettel!!!
Arbeitsatmosphäre
Im direkten Team war die Arbeitsatmosphäre durchweg angenehm und kollegial. Innerhalb der IT entsteht jedoch gelegentlich der Eindruck einer kleinen sozialen Hierarchie: Die klassische IT fühlt sich manchmal wie das solide Fundament des Königreichs an, während die ‚Digitalisierer‘ eher den Charakter eines modernen Hofadels haben. Zwei Welten unter einem Dach – spannend zu beobachten, aber nicht immer ganz ausgewogen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wirkt auf den ersten Blick sehr modern – beim genaueren Hinsehen mehr als Altmodisch. Überstunden dürfen zwar abgebaut werden, allerdings nur stundenweise – ein ganzer Tag frei ist nicht erlaubt. Homeoffice ist grundsätzlich möglich, für Kolleg:innen mit weniger als 30 km Arbeitsweg allerdings auf 20 % der Arbeitszeit begrenzt. Diese Regelung wirkt eher aus der Zeit gefallen. Besonders spannend: Zum Jahresende setzt sich das Überstundenkonto auf ‚Reset‘ – nicht genommene Stunden lösen sich dann quasi in Wohlgefallen auf.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung orientiert sich am Schreinertarif – was für ein Unternehmen dieser Größe eher wie ein nostalgischer Ausflug in vergangene Tarifwelten wirkt. Entsprechend liegt das Gehaltsniveau eher im unteren Bereich. Zusätzlich gibt es ein Prämiensystem, das auf vergebenen ‚Punkten‘ durch Führungskräfte basiert. Um überhaupt in dieses System aufgenommen zu werden, müssen teilweise erst die Wochenstunden erhöht werden – transparent wirkt dieses Modell leider nicht.
Da das Unternehmen nicht der IG Metall angehört, sondern tariflich in einer Branche verortet ist, die nicht wirklich zum Tätigkeitsprofil passt, fühlen sich Gehaltsentwicklungen eher wie ein Verhandlungsmarathon an: individuelle Kämpfe mit der Führungskraft, die wiederum vom nächsten Level abhängig ist. Eine offen einsehbare Gehaltstabelle gibt es nicht – das Thema Vergütung bleibt somit eher ein gut gehütetes Firmengeheimnis.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des Teams war der Zusammenhalt gut. Sobald man jedoch außerhalb des eigenen Kosmos Unterstützung brauchte, fühlte es sich manchmal an wie ein Besuch in einer anderen Galaxie
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist in jedem Team ein anderes. In meinem Team war ich sehr zufrieden.
Arbeitsbedingungen
modern
Kommunikation
Die Kommunikation hat noch viel kreatives Entwicklungspotenzial. Informationen werden offenbar bevorzugt in den höheren Managementetagen gehalten als die Mitarbeiter zu informieren.
Gleichberechtigung
Vielfalt wird hier grundsätzlich gelebt: Menschen unterschiedlichster Hintergründe, Geschlechter und Lebensrealitäten arbeiten zusammen – von klassisch bis modern ist alles vertreten.