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Loft 
Film 
GmbH
Bewertung

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Wer seinen Cortisol-Spiegel dauerhaft oben haben will, ist hier goldrichtig

1,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Loft Film GmbH in München gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Für mich wirkte die Arbeitsatmosphäre eher angespannt und wenig frei. Aus meiner persönlichen Sicht war die Arbeitsweise eng geprägt von wenig Vertrauen und vielen Rückfragen zur eigenen Arbeit. . Besonders belastend empfand ich die Art und Intensität, mit der meine Arbeit begleitet wurde. Bei mir entstand dadurch zunehmend das Gefühl, nicht eigenständig arbeiten zu können, sondern mich und meine Arbeit immer wieder rechtfertigen zu müssen.

Auch beim Thema Arbeitszeit empfand ich die Kontrolle als unverhältnismäßig eng. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass meiner eigenständigen Gestaltung der Arbeitszeit wenig Vertrauen entgegengebracht wurde. Gleichzeitig habe ich mich während meiner Tätigkeit stark eingebracht und ein hohes Maß an Einsatz und Verantwortung gezeigt. Gerade deshalb empfand ich die fehlende Vertrauensbasis als besonders frustrierend.

Eine Äußerung zum Homeoffice habe ich zudem als grundlegend wenig vertrauensvoll und demotivierend wahrgenommen. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass Vertrauen im Arbeitsalltag einen deutlich geringeren Stellenwert hatte, als ich es mir von einem modernen Arbeitsumfeld gewünscht hätte.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance habe ich als herausfordernd empfunden. Im Büroalltag nahm ich wahr, dass Pausen teilweise eher als Unterbrechung des Arbeitsflusses gesehen wurden und Aufgaben möglichst ohne größere Unterbrechungen erledigt werden sollten. Für mich war diese Haltung wenig förderlich für eine gesunde Arbeitsweise. Zusätzlich sollte ich täglich dokumentieren, woran ich gearbeitet hatte, und diese Übersicht meinem Mentor schicken. Das wirkte auf mich wie eine sehr engmaschige Kontrolle und verstärkte den ohnehin vorhandenen Arbeitsdruck.

Auch bei Veranstaltungen empfand ich die Belastung teilweise als hoch. Obwohl die offiziellen Arbeitszeiten eingehalten wurden, ging die tatsächliche Beanspruchung aus meiner Sicht teilweise darüber hinaus. In einem Monatsmeeting wurde das Thema längerer Arbeitseinsätze angesprochen. Die Reaktion darauf vermittelte mir, dass solche Belastungen offenbar als Teil des Arbeitsalltags angesehen wurden. In diesem Zusammenhang wurde beiläufig erwähnt, dass es dafür immerhin drei kostenlose Sorten Milch gebe – was ich persönlich als eher unpassenden Vergleich empfand.

Karriere/Weiterbildung

In meinem Team wurde Weiterbildung außerhalb der Firma sehr kritisch gesehen - und meines Wisses nach - nicht zugelassen. Denn andere Weiterbildungen würden ja nicht dem Qualitätsanspruch genügen.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt empfand ich als sehr gering. Nach meinem Eindruck wurden eigene Vorerfahrungen oder ein abgeschlossenes Studium kaum berücksichtigt. Dadurch wirkte die Vergütung für mich nicht angemessen im Verhältnis zur Verantwortung und Arbeitsbelastung.

Kollegenzusammenhalt

Bei den meisten Kolleginnen und Kollegen hatte ich den Eindruck, dass man sich gut verstand und gegenseitig unterstützte. Auch das typische Agenturleben kam nicht zu kurz: Regelmäßige „Teestunden“ mit alkoholischen Getränken, die von der Firma finanziert wurden, gehörten durchaus zum Arbeitsalltag. Gerade für eine junge Agentur in München vermutlich ein Teil des entsprechenden Lebensgefühls.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe das Verhalten meiner Führungskraft als stark kontrollierend erlebt. Entscheidungen wirkten oft einseitig und Rückmeldungen hatten für mich eher den Charakter von Kontrolle als von Unterstützung. Insgesamt fehlte mir Vertrauen und Raum für eigenständiges Arbeiten.

Kommunikation

Die Kommunikation habe ich als wenig offen und teilweise widersprüchlich erlebt. Es wurde zwar eine offene Feedbackkultur und ein hierarchiearmer Austausch vermittelt, in meiner persönlichen Erfahrung spiegelte sich das jedoch nur eingeschränkt wider. Während meines Urlaubs wurden E-Mails aus meinem Postfach versendet, ohne dass für mich erkennbar war, dass meine Führungskraft die Vertretung übernommen hatte. Das empfand ich als unangemessen und unprofessionell. Außerdem habe ich wahrgenommen, dass E-Mails teilweise nicht korrekt abgelegt wurden und in Nachrichten meiner Führungskraft selbst Rechtschreibfehler vorkamen, obwohl mir bei meiner eigenen Arbeit deutlich vermittelt wurde, dass solche Fehler keinesfalls passieren dürften. Diese unterschiedliche Handhabung empfand ich als irritierend. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass zwischen dem kommunizierten Anspruch an eine offene, hierarchiearme Kommunikation und meiner tatsächlichen Erfahrung eine deutliche Diskrepanz bestand.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.