Titel wichtiger als Berufserfahrung, keine spürbare Wertschätzung, Bevorzugung von Gen-Z-Mitarbeitenden
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt & Sozialleistungen, werkärztliche Abteilung ... Hat man nachgewiesene körperliche Probleme bekommt man Unterstützung ..
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
keine nennenswertem Entwicklungsmöglichkeiten für normale Handwerker, keine "Home-Office"-Optionen oder Ausgleich für Handwerker, die Büro's werden immer voller und die Werkstätten immer leerer. Gen-Z Mitarbeitende werden gefühlt bevorzugt, jahrzehntelange Lebens- & Arbeitserfahrung werden im Vergleich zu einem "Titel" vollkommen ignoriert. Viele (nicht jeder) Vorgesetzte suchen sich "möglichst schwache" Ja-Sager als direkte Untergebene. Schlechtleister werden durch geschleppt ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, tagtäglicher Arbeitszeitbetrug wird wissentlich ignoriert ... Die Arbeitskultur ist im Eimer ...
Verbesserungsvorschläge
vieles, aber dafür ist man eher blind oder es darf nichts kosten ...
Arbeitsatmosphäre
Es wird immer schlimmer... Die Gen-Z ist mittlerweile vollumfänglich im Arbeitsalltag angekommen. Zwar sind nicht alle Gen-Z'ler über einen Kamm zu scheren, jedoch ist für die "old-school"-Mitarbeitenden eine spürbar anhaltend negative Veränderung des Arbeitsalltags wahr zu nehmen, wobei (aus eigenem Erleben) festzustellen ist dass die "Probleme und Angelegenheiten" der Gen-Z Mitarbeitenden im Vergleich zu "old-school"-Mitarbeitenden deutlich wichtiger bewertet werden (soll heißen dass die Argument der Gen-Z bzgl. Problemen spürbar höher bewertet werden, als jene von 40+-jährigen-Unternehmenszugehörigen), man bekommt gesagt dass man sich an die Arbeitseinstellung der Gen-Z anzupassen hat ... Super eigentlich, denn dann kann man öfters mal zu spät kommen, Pausenzeiten überziehen, täglich stundenlang am Smartphone hängen und parallel jegliche Hetze und jeglichen Druck vollkommen ignorieren und dabei nicht mehr tun als verlangt wurde ...
Image
kenne niemanden der eine gute Meinung über LYB-Wesseling hat, außer das Gehalt der Chemiebranche...
Work-Life-Balance
Existiert für Handwerker nicht ... 9 to 5 Job als kKontrollmuster ist Standard , wobei man Gleitzeit haben kann. Lediglich "berechtigte" Mitarbeitende haben Homeoffice und auch der Ausgleich für Handwerker, weil sie kein Homeoffice machen können (verständlich) wurde neuerdings abgeschafft ... Man hat den Eindruck dass Handwerker in diesem Unternehmen spürbar weniger wert sind als Büroangestellte (offiziell natürlich gaaar nicht)
Karriere/Weiterbildung
nur mit Titeln (Meister, Techniker, etc.) möglich. Einem normalen Handwerker wird jegliche Weiterentwicklung zumeist pversagt, es sei denn man "funktioniert und gehorcht ganz artig" ... Wenn Schulungen. dann nur für mehr Arbeit, mehr Gehalt gibt es dafür nicht ...
Gehalt/Benefits
tarifliches Gehalt ... nicht mehr, nicht weniger ... Einmal eingeteilt hat man so gut wie keinerlei keine Chance zur finanziellen Höherstufung in seinem angestammten Arbeitsbereich. Sozialleistungen sind gut ...
Umwelt-/Sozialbewusstsein
wird kommuniziert ...
Kollegenzusammenhalt
Gen-Z unter sich ... morgendliche oder feierabendliche Team-/Kollegengespräche werden der alleinigen vollumfänglichen Nutzung von Smartphones oder modernen Medien geopfert...
Umgang mit älteren Kollegen
der Eindruck den "los-werden-Wollens" entsteht, zugunsten von Gen-Z-Mitarbeitenden .... Fortbildungswünsche werden abgelehnt, Entwicklungsmöglichkeiten werden verhindert (wenn man kein artiger Ja-Sager ist) Älteren Vorgesetzten wird gerne noch paar Jahre vor dem Ruhestand ein neuer Posten verschafft, auf dem sie gepflegt auslaufen lassen können ...ist generell in Ordnung wenn man 45 Jahre geklebt hat (evtl. sogar mit mehr Gehalt, obwohl man angeblich sparen muss). Ein normaler Handwerker hat bis zu seinem beruflichem Ende oder vorzeitlichen Versterbens bitteschön korrekt zu funktionieren. Man bekommt ab einem gewissen Alter Zusatzfreizeit (1 Tag pro Monat), falls man bis dahin nicht körperlich und/oder psychisch krank ist, kann man dies evtl. sogar wertschätzen ...
Vorgesetztenverhalten
schwankend .. oft narzisstisch/toxisch/kritikunfähig/selbst überzeugt, oft wenig informiert über die einzelnen Qualitäten von Untergebenen. Dies gilt eher für Übergeordnete, anstatt den direkten, Vorgesetzten.
Arbeitsbedingungen
da kann man tatsächlich nicht meckern, man bekommt alles was man braucht (solange es nicht zu teuer ist)
Kommunikation
Von der Führungsebene nach unten wird oft nur das Nötigste kommuniziert (man "bemüht" sich allerdings) und auch nur dann wenn es den Mitarbeitenden direkt im Arbeitsumfeld betrifft. "Propagandamaterial" wird unternehmensintern publiziert. Kritik wird meist direkt weitergeleitet, Lob/Wertschätzung ist mit max. 12-monatiger Verzögerung während eines 15-minütigen "Bewertungsgespräches" zu erwarten ... Hier kann der Vorgesetzte den MA menschlich und arbeitstechnisch "bewerten" ...
Gleichberechtigung
Mitarbeitende (eventuell sogar mit Titel) werden aufgrund ihres Geschlechts "gefühlt" bevorzugt, da spielt Qualifizierung/Ausbildung/Fähigkeiten kaum eine Rolle. Auch ist es eine Prestigeangelegenheit bei bestimmten Themen ...
Interessante Aufgaben
gibt es nicht als Handwerker .. Man bekommt seine Aufgaben(-gebiete) zugewiesen...


