Der Tarif ist aus Sicht eines Menschen, der zur Arbeit geht um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, das einzig Gute
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zu Ostern gab es Schoko-Osterhasen. Habe aber selbst gesehen, dass es Große und kleine Osterhasen gab, die auf Basis irgendeines Auswahlkriteriums, welches ich nicht kenne, verteilt wurden. Die für Produktion und Logistik waren klein, fand ich aber trotzdem ganz nett.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das aktuelle Management scheint völlig desinteressiert an Image, Arbeitsklima, Fairness. Es wird aus meiner Perspektive auf maximalen Profit bei minimalem Personaleinsatz als Strategie für das Bewältigen des Auftragsaufkommens gelegt, was in der aktuellen Industrie ja legitim ist, aber immer die Schwächsten trifft. In meinen Jahren schien die Firma einen, ganz grob geschätzten, 1-Jahres-Zyklus zu durchlaufen, bei dem es erst ganz toll läuft und sich für mehrere Millionen Euro Umsatz bedankt wird, es gleich darauf folgend aber wieder ganz schlecht läuft, nun leider Stellen abgebaut werden müssen. Interessant dabei ist zu beobachten, dass öfters 1 Woche bis 1 Monat später wieder frische Leiharbeiter eingestellt werden.
Der Betriebsrat, ebenso wie die Betriebsversammlungen führten aus meiner Wahrnehmung zu keinen spürbaren Verbesserungen und einige Mitglieder des Betriebsrates waren nicht im Stande, einen Manteltarifvertrag und eine Lohntabelle auseinander zu halten.
Verbesserungsvorschläge
Strategisch macht ihr alles richtig.
Das Management und die Personalabteilung ist beeindruckend, was die Business-Seite angeht. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Mitarbeiterzufriedenheit und -gleichheit wäre allerdings wünschenswert.
Arbeitsatmosphäre
Meiner Meinung nach geprägt von hinterhältigen Aktionen durch Vorgesetzte oder ambitionierte Kollegen, die sich jeweils als Konkurrenz eines anderen Mitarbeiters sahen - aber auch aus anderen Abteilungen. Man war jederzeit auf der Hut, nicht von irgendwem ausgespielt oder vorgeführt zu werden in dessen Odyssee zum Festvertrag.
Image
Je nachdem in welcher Sparte man sich befindet. Die Festangestellten sind sehr glücklich. Befristete und Leiharbeiter leben in ständiger Angst und sind benachteiligt.
Work-Life-Balance
Das einzig wirklich tolle war, immer Frei bekommen zu haben solange genug Mitarbeiter da waren. Auch mal früher gehen war gar kein Thema.
Karriere/Weiterbildung
Meine Anfrage wurde leider abgelehnt auf sehr unangenehme Art.
Gehalt/Benefits
Der Tarif ist gut. Aber er ist differenziert zu betrachten, je nach dem ob man befristet oder Festangestellt ist.
Befristet Angestellte haben leider einige Nachteile, vor allem bei Sonderzahlungen und tariflichen Komponenten, die dann, je nachdem wovon man spricht, auf sie einfach nicht oder nur anteilig angewandt werden.
Laut Austausch unter den Kollegen über das Gehalt standen Betriebszugehörigkeit und Lohnstufe bei manchen Kollegen in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zueinander.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Müll wird getrennt, Chemie ebenfalls, Alles TOP
Kollegenzusammenhalt
Geschuldet m.M.n vor allem durch die Leiharbeits-/Befristungskultur, wird eine Kultur gezüchtet, in der Kollegen sich gegenseitig versuchen, Hindernisse zu stellen, dem Anderen ein Messer in den Rücken zu stechen um seinen Platz einzunehmen (Stichwort, der heilige Festvertrag, den jeder bitter erkämpft, und der nur bitter begrenzt vorhanden ist).
Mein Vorgesetzter hat mich immer als guten Mitarbeiter bezeichnet, sich zur Beschäftigungszeit sogar als privater Freund dargestellt - mir dann aber kurz vor Vertragsende trotz gegenteiliger mündlicher Aussagen nicht mehr den Rücken gedeckt.
Umgang mit älteren Kollegen
Es wird unter den Mitarbeitern hauptsächlich über ältere Kollegen, die zum Beispiel nicht mit modernen Systemen und Technik zurecht kommen, gelästert und beschwert, desöfteren auch versucht, diesen Kollegen Fehler in die Schuhe zu schieben. Ansonsten ist der Umgang allgemein höflich und korrekt.
Vorgesetztenverhalten
Mein Chef war wie ich ihn erlebt habe, ein äußerst launischer und vergesslicher Mensch der seine Launen an seinen Mitarbeitern rausließ, und einen zurechtwies, wenn er wiedermal vergessen hat, was seine eigene Aussage war und sie im Nachhinein völlig anders darstellte. Das ist menschlich, kann passieren - aber nicht die Regel sein.
Arbeitsbedingungen
Siehe alle anderen Kommentare. Je nachdem, ob man sich im Werk, oder im Büro befindet, schrecklich bis auszuhalten.
Kommunikation
Schichtübergreifende Informationen werden nur an Teamleiter verteilt. Einfache Mitarbeiter sind von den täglichen Morgenmeetings (was ja toll ist, dass es diese gibt!) vollumfänglich ausgeschlossen. Man wollte als Mitarbeiter niemals in der Nähe des Meetingpoints sein, weil man meist sehr harsch darauf angesprochen wurde, was man dort zu suchen habe und ob man keine Arbeit hätte (Wobei wichtige Arbeitsmaterialien sowie Computer genau dort sind, wo Meetings gehalten wurden), gleichzeitig konnte man tatsächlich seine Arbeit aus eben diesem dort stattfindenden Meeting einfach nicht erledigen.
Gleichberechtigung
Mit den Frauen wird eigentlich ordentlich umgegangen - ich musste aber oft Weinkrämpfe von Mitarbeiterinnen erleben, weil laut Ihrer Aussage Vorgesetzte sie angeblich angeschrien hätten.
Interessante Aufgaben
In keiner Art und Weise wurden mir jemals interessante Aufgaben zugeteilt. Ich habe mich gefühlt, als traue man mir nichts zu.