Gut am Arbeitgeber finde ich
- Viele und attraktive Benefits.
- Der Arbeitsplatz war ordentlich
- Gut strukturierte Einarbeitung in Themen wie Datenschutz, Jira und weitere relevante Systeme.
- Möglichkeit, Einblicke in andere Abteilungen zu erhalten.
- Chance auf Probearbeitstage bzw. ein Praktikum während der Bewerbungsphase.
- Herzliches Willkommen und persönliche Vorstellung im Monatsmeeting.
- Die meisten Kolleginnen und Kollegen sind sehr nett und freundlich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Es gibt keine strukturierte oder ordentliche Einarbeitung in das Majesty-ERP-System.
- Die Geschäftsführung überlässt nahezu alle Aufgaben der Ausbildungsleitung, eine direkte Kommunikation findet kaum statt – abgesehen von der Vorstellung.
- Feedbackgespräch verlief emotional statt sachlich und konstruktiv.
- Eigeninitiative wird stark betont, jedoch unabhängig vom tatsächlichen Engagement als unzureichend bewertet.
- Fehler werden nicht offen und lösungsorientiert besprochen, sondern meist emotional angesprochen.
- Verantwortung wird Auszubildenden zu früh übertragen, ohne ausreichende Vorbereitung oder Unterstützung.
- Vergesslichkeiten und Fehler werden zwar teilweise toleriert, jedoch ohne nachvollziehbares oder professionelles Feedback.
- Es herrscht ein starker, teils dauerhafter Druck durch bewusste oder unbewusste Wortwahl in Gesprächen.
- Der Führungsstil wirkt sehr autoritär und ablehnend, insbesondere in Bezug auf das Arbeitsverhalten und die persönliche Entwicklung.
- Gewisse Demut und Einsicht wird eher ausgenutzt, als es zu respektieren.
- In der Probezeit wurde viel schöngeredet, anstatt ehrlich zu sein.
Verbesserungsvorschläge
- Die Ausbildungsleitung sollte unbedingt auf ihre Ausdrucksweise und Wortwahl in Feedbackgesprächen achten. Unterstellungen wie beispielsweise, man würde sich „langweilen“, und daraufhin mit der Androhung, die Probezeit nicht zu bestehen, zu reagieren, sind unangebracht. Die Art und Weise der Kommunikation kann viel mehr bewirken, als möglicherweise beabsichtigt ist. Aussagen wie „Ich habe mich im Betrieb umgehört…“, gefolgt von einer Reihe negativer Aufzählungen, fördern Misstrauen. Dadurch entsteht schnell eine Atmosphäre, in der man ungern noch Persönliches von sich preisgibt.
- Während eines Feedbackgesprächs übernahm die Hauptausbildungsleiter/in die Kritikpunkte, obwohl ausschließlich die nachfolgende Ausbildungsleiter/in während der gesamten Zeit mit mir zusammengearbeitet hatte. Es wäre nachvollziehbarer und fairer, wenn Rückmeldungen direkt von der Person kämen, die tatsächlich den Einblick in die tägliche Arbeit hat.
- Ein gelegentliches persönliches Nachfragen der Geschäftsführung, wie es einem geht, ob alles in Ordnung ist oder ob man gut angekommen ist, hätte ich mir sehr gewünscht. Eine solche Wertschätzung und Aufmerksamkeit können viel dazu beitragen, dass sich Auszubildende im Unternehmen wohlfühlen und Missverständnisse frühzeitig vermieden werden.
- Hinsichtlich der Erwartungen an die Arbeitsleistung sollte nicht nur im Feedbackgespräch darüber gesprochen werden. Stattdessen wäre es hilfreich, Auszubildende regelmäßig zu unterstützen, zu motivieren und bei erkennbaren Leistungsschwächen direktes, konstruktives Feedback zu geben. Dafür sollte sich die Ausbildungsleitung Zeit nehmen und den damit verbundenen Aufwand in Kauf nehmen. Eigeninitiative ist wichtig, sollte jedoch nicht als alleinige Lösung gesehen werden – insbesondere dann nicht, wenn sie bereits vorhanden ist
- Es ist auch nichts schlechtes, den Auzubildenden mal zu loben, falls er sich über etwas überwunden hat.
Arbeitsatmosphäre
Generell sehr angenehm. Ergonomisch auf einem hohem Level. Bis zum Ende wurde es leider sehr angespannt.
Karrierechancen
Eine mögliche Übernahme wurde groß angesprochen, also schätze ich das dies so sein wird. Ein möglicher Wechsel in andere Abteilungen wurde auch erwähnt.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten sind grundsätzlich sehr flexibel und lassen sich gut einteilen. In der Probezeit ist dies jedoch mit Vorsicht zu genießen. Man bekommt den Eindruck, dass genau beobachtet wird, wie man dieses Benefit nutzt, und dass dies möglicherweise Einfluss darauf hat, wie die Probezeit verläuft. Hier wäre es wünschenswert, von Anfang an klar zu kommunizieren, welche Rahmenbedingungen und Erwartungen in der Anfangszeit gelten, anstatt den Auszubildenden raten zu lassen, was 'angemessen' ist.
Ausbildungsvergütung
Immer und sogar überpünktlich, und bei der Netto-Menge im ersten Jahr darf man sich nicht beklagen, wenn man bedenkt was es alles an attraktiven Benefits gibt.
Die Ausbilder
Hauptausbilder/in war nett und freundlich, jedoch fehlte es an direkter Kommunikation bei zwischenmenschlichen Problemen. Für sensiblere Personen ist der Umgang daher eher schwierig, da sich die Ausbilderin nur schwer darauf einstellen kann – als Auszubildender bemüht man sich in solchen Situationen häufig vergeblich. Die Erklärungen und Maßnahmen zum Erlernen des Majesty-ERP-Systems waren grundsätzlich solide, auch wenn eine klare Struktur oder ein konkreter Einarbeitungsplan fehlten. Der Lernprozess gestaltete sich etwas trocken, aber dennoch lehrreich. Man sollte lediglich berücksichtigen, dass das Lernen unter diesen Bedingungen mehr Zeit in Anspruch nimmt.
Spaßfaktor
Wenn man sich für den IT-Support des Majesty-ERP-Systems interessiert, ist man hier genau richtig. Man lernt viele kaufmännische Zusammenhänge und Prozesse kennen. Wenn ich meine bisherige Zeit prozentual einschätzen müsste, würde ich sagen: etwa 80 % kaufmännische Inhalte und 20 % Informatik (hauptsächlich das Einrichten von Windows-Systemen oder das Aufschalten beim Kunden über TeamViewer). Am meisten Spaß hat mir der Umgang mit der eigenen Datenbank gemacht – dort konnte man sich am besten ausprobieren und Neues entdecken.
Aufgaben/Tätigkeiten
Hauptsächlich die Ticketbearbeitung für das Majesty-ERP-System. Zum Zeitvertreib oder Entlastung anderer kann man die Kaffeemaschine putzen oder Spülmaschine ausräumen.
Variation
Die hauptsächliche Aufgabe am PC zu sitzen und Tickets zu bearbeiten ist bisher immer gleich geblieben. Die Tickets sind jedoch immer verschieden, das bringt doch sehr viel Abwechslung.
Respekt
Leider hatte ich am Ende das Gefühl, man wolle mich loswerden. Begründet wurde dies mit einer „schwachen Arbeitsleistung“ und der Aussage, es sei „nichts Persönliches“. Von diesem Eindruck kann ich mich jedoch bis heute nicht lösen. Die Ausbildung ist aus meiner Sicht nicht besonders geeignet für sensiblere Personen, denen es schwerfällt, selbst aktiv Kommunikation bei schwierigen Themen aufzubauen. Die Kritik im Feedbackgespräch wurde sehr harsch und teilweise verletzend formuliert. Anstatt zur Verbesserung zu motivieren, führte die Art und Weise eher zu Verunsicherung. Zudem hatte ich das Gefühl, dass teilweise Kritik geäußert wurde, die eigentlich andere betraf. Das Gespräch wirkte insgesamt wenig vorbereitet, was sich auch in der sehr emotionalen Ausdrucksweise widerspiegelte. Natürlich sollte man nicht „mit Samthandschuhen“ angefasst werden – dennoch ist Neutralität und Sachlichkeit der Schlüssel zu respektvollem und effektivem Feedback.