Gut am Arbeitgeber finde ich
... dass ich nun sehr genau weiß, wie und wo ich niemals arbeiten möchte.
Verbesserungsvorschläge
Hier läuft grundlegend alles schief, angefangen damit, die eigenen Leute ordentlich zu bezahlen oder wenigstens nicht bei Heizung und Reinigung zu sparen. Von den schrecklichen Zuständen wüsste die namengleiche Eigentümerin des Unternehmens auch, wenn sie selbst öfter vor Ort wäre. Vielleicht sollte man sich zudem dringend Gedanken machen, das Aggressionspotenzial im eigenen Unternehmen in den Griff zu bekommen.
Arbeitsatmosphäre
Es ist kalt und äußerst unhygienisch. Praktikanten müssen Toiletten putzen und es gibt keinen Bereich zum essen... Teilweise läuft Musik, jedoch herrscht insgesamt ein Klima, in dem sich niemand traut, offen etwas anzusprechen. Außerdem gibt es keine richtigen Arbeitsplätze bzw. Stühle.
Image
Nach außen wirkt das Image hochwertig, doch hinter den Kulissen ist alles nur Schein. Praktikanten werden schlichtweg ausgenutzt!! Man kann nur hoffen, dass die bekannten Persönlichkeiten, die sich hier einkleiden lassen, irgendwann erkennen, wen und was sie damit tatsächlich unterstützen.
Work-Life-Balance
Eine Work-Life-Balance ist nicht gegeben. Man arbeitet montags bis freitags von 9:30 bis 18:30 Uhr in einem kalten, dunklen Atelier mit einer Stunde Pause.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Müll wird nicht getrennt, und es wird regelmäßig bei Anbietern wie Aliexpress und Temu bestellt... selbst für Materialien und Produkte, die hier als Haute Couture angepriesen werden.
Karriere/Weiterbildung
Eine Übernahme ist sicher möglich... vorausgesetzt, man gibt sich selbst komplett auf.
Kollegenzusammenhalt
Man kann froh sein, wenn man überhaupt eine feste Bezugsperson findet. Das Team der Angestellten spricht hinter dem Rücken über die Praktikanten und zeigt keinerlei Bereitschaft, sich für diese einzusetzen. Auch grundlegende Aufgaben wie das Herausbringen des Mülls oder das Sauberhalten der Räume werden ignoriert, da diese grundsätzlich den Praktikanten überlassen werden. Zudem gibt es über zehn Praktikanten und nur ein sehr kleines festes Team, das selbst weder ausreichend ausgebildet noch professionell aufgestellt ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Durchschnittsalter 23-24 Jahre
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten ist arrogant und respektlos. Man erhält schnippische Nachrichten und Kommentare, und für geleistete Arbeit wird sich nie bedankt, Wertschätzung findet nicht statt. Zusätzlich werden Leistungen im Atelier in Konkurrenz zueinander gestellt und durch ein Belohnungssystem bewertet, was den Druck und das Konkurrenzdenken unter den Praktikanten verstärkt.
Arbeitsbedingungen
Die Area ist stark verschmutzt, und der Geruch ist bis in den Innenhof wahrnehmbar. In der Pause gibt es jedoch Möglichkeiten, sich von seinen Ersparnissen etwas zu essen zu kaufen.
Kommunikation
Es gibt keinerlei Struktur! Jede Person gibt unterschiedliche Anweisungen, und am Ende werden grundsätzlich die Praktikanten verantwortlich gemacht. Eine strukturierte Einarbeitung findet nicht statt, dennoch wird man von der „Chefin“ angeschrien. Teilweise wird selbst bei Anwesenheit im selben Raum auf ein persönliches Gespräch verzichtet und Aufgaben werden per WhatsApp übermittelt. Zudem erfolgt Kontaktaufnahme außerhalb der Arbeitszeit, und es wird erwartet, private Geräte wie Handy oder Laptop ohne Entschädigung für die Arbeit zu nutzen.
Gehalt/Benefits
Eine Übernahme ist sicher möglich... vorausgesetzt, man gibt sich selbst komplett auf.
Interessante Aufgaben
Die Tätigkeiten wiederholen sich ständig. Zudem werden überwiegend die aufwändigen und unbeliebten Aufgaben den Praktikanten zugewiesen, wodurch kaum ein fachlicher Lerneffekt entsteht. Anfangs wirkte das Praktikum vielversprechend und abwechslungsreich, doch von den spannenden Eindrücken, die in den Instagramstories der Geschäftsführerin vermittelt werden, ist vor Ort nichts zu spüren.