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Bewertung

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Vielversprechender Start, gefühlt extremes Pensum, enttäuschte Erwartungen und ein unprofessionelles Offboarding

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Marketing / Produktmanagement in Leuna gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Start im Unternehmen war äußerst vielversprechend. Ein anfänglich sehr freundlicher und bemühter Umgangston sorgte direkt für das Gefühl, in einem angenehmen Arbeitsklima zu starten. Ebenfalls erfreulich waren die in Aussicht gestellten Weiterbildungsangebote sowie gelegentliche, vom Arbeitgeber übernommene Teamevents wie gemeinsame Essen oder Ausflüge zum Go-Kart-Fahren.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Extremes Arbeitspensum: Die an mich gestellten Erwartungen (phasenweise extrem hohe Video-Ziele) empfand ich als völlig unverhältnismäßig und für eine Person kaum leistbar. Meine Work-Life-Balance hat unter dieser Arbeitslast massiv gelitten.

Umgang mit Kritik: Als ich Bedenken zur strukturellen Überlastung äußerte, fehlten mir konstruktive Lösungsansätze. Stattdessen hatte ich das unangenehme Gefühl, dass Auslöser in meinem Privatleben gesucht wurden und mir vermittelt wurde, ich sei das Problem.

Ineffizienz & Fehlerkultur: Den Workflow empfand ich durch endlose Korrekturschleifen für in meinen Augen absolute Lappalien als sehr zäh. Die interne Fehlerkultur habe ich persönlich als ausbaufähig empfunden, da mir bei Verzögerungen oft der konstruktive, gemeinsame Blick nach vorne fehlte. Dadurch entstand bei mir rein subjektiv das unangenehme Gefühl einer gewissen personellen Unruhe auf dieser Position.

Dienstliche Auslagen (z.B. für Parkgebühren bei Drehs) musste ich aus eigener Tasche vorstrecken. Ich persönlich hätte mir hier einen wesentlich schnelleren und unbürokratischeren Erstattungsprozess gewünscht.

Unprofessionelles Offboarding: Während meiner Krankschreibung bestand die Firma darauf, dass meine privaten Arbeitsmaterialien und mein Arbeitszeugnis entweder im Büro abgeholt werden (ca. 30 Min entfernt), oder ich mich selber um den Versand kümmern soll. Nach einem zähen kommunikativen Hin und Her habe ich beschlossen den Rückversand meiner Gegenstände schließlich komplett selbst zu organisieren und die Versandkosten aus eigener Tasche zu zahlen.

Verbesserungsvorschläge

Arbeitspensen und Deadlines so setzen, dass sie für einzelne Mitarbeiter auch gesundheitlich machbar sind.

Sachliche Kritik an Arbeitsprozessen annehmen, anstatt private Ursachen beim Mitarbeiter zu vermuten.

Konstruktive Lösungen für Workflows finden, anstatt Erwartungen zu kommunizieren, die auf Mitarbeiter kaum leistbar wirken.

Mehr Selbstreflexion in der Führungsebene, anstatt die Ursachen für Stagnation überwiegend bei den (ehemaligen) Mitarbeitern zu suchen.

Weiterbildungsangebote zeitlich so einplanen, dass sie neben dem regulären Arbeitspensum auch realistisch innerhalb der Arbeitszeit absolviert werden können.

Einen professionellen, reibungslosen und lösungsorientierten Offboarding-Prozess sicherstellen – insbesondere im Krankheitsfall.

Arbeitsatmosphäre

Start gut, danach empfand ich die Atmosphäre durch den gefühlten ständigen Druck und für mich zähe Korrekturschleifen als sehr belastend.

Work-Life-Balance

Meine Work-Life-Balance hat unter der für mich enormen Arbeitslast massiv gelitten.

Karriere/Weiterbildung

Angebote existieren zwar, aufgrund des von mir als sehr hoch empfundenen Arbeitspensums fiel es mir in der Praxis jedoch extrem schwer, diese zeitlich noch realistisch in den regulären Arbeitsalltag zu integrieren.

Vorgesetztenverhalten

Mir fehlte das gefühlte Verständnis bei Überlastung. Bei Kritik empfand ich persönliche Grenzen als überschritten und bei der Bereitstellung essenzieller Arbeitsmittel (Lizenzen) fühlte ich mich alleingelassen.

Arbeitsbedingungen

Die Präsenzpflichten im Büro wirkten auf mich unbegründet, zudem empfand ich die Software- und Lizenzausstattung als lückenhaft.

Kommunikation

Wirkte auf mich sehr einseitig. Ich hatte den Eindruck, dass Kritik selten sachlich aufgenommen wurde; die Kommunikation beim Offboarding empfand ich als extrem zäh.

Interessante Aufgaben

Die Video-Arbeit an sich hätte Potenzial, ging für mich aber im gefühlten Massen-Pensum und durch eine in meinen Augen mangelhafte Bereitstellung von Equipment völlig unter.


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Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

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