Von Excel bis E-Mail-Drama: Ein Survival-Guide für Werkstudis
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Kollegenzusammenhalt unter den Werkstudis war tatsächlich ein Lichtblick. Man hielt zusammen und unterstützte sich gegenseitig, um den Arbeitsalltag erträglicher zu machen.
Die Weihnachtsfeiern und ein paar Events waren nett und boten eine kleine Auszeit vom Alltag.
Die U-Bahn-Anbindung war in Ordnung, also immerhin war der Arbeitsweg gut machbar.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Chefin suchte ständig nach Fehlern und kommunizierte in einem sehr bissigen Ton, was die Atmosphäre ziemlich vergiftete.
Die Arbeitsbedingungen waren streng kontrolliert, jede Minute wurde dokumentiert festgehalten und es gab kaum Spielraum für Flexibilität.
Interessante Aufgaben gab es anfangs, aber später war es sehr eintönig, und man konnte kaum über den Tellerrand hinausschauen.
Das Gehalt war eher mittelmäßig, insbesondere weil man eigene Versicherungen tragen musste.
Verbesserungsvorschläge
Neben mehr Vertrauen und besserer Kommunikation wäre es sinnvoll, Werkstudis nicht nur als günstige Aushilfen zu sehen, sondern ihnen auch echte Perspektiven für eine Festanstellung zu bieten. Dann würde sich das Engagement auch für beide Seiten lohnen.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre war so spannend wie ein Detektivroman – leider war die Chefin die Hauptfigur, die ständig auf Fehlersuche ging. Ihre reißerischen E-Mails sorgten für mehr Nervenkitzel als die eigentliche Arbeit. Aber hey, man konnte sich darauf verlassen, dass jeder Tippfehler zu einem kleinen Abenteuer wurde.
Kollegenzusammenhalt
Die Werkstudis waren wie eine kleine Überlebenscrew, die gemeinsam gegen die „E-Mail-Stürme“ ankämpfte. Da war der Zusammenhalt schon fast so etwas wie ein kleines Sozialexperiment – man rückte eben zusammen, um nicht allein im Sturm zu stehen.
Work-Life-Balance
Eigentlich konnte man sich seine Schichten frei einteilen – zumindest auf dem Papier. In der Realität war es so: Wer auch nur ein bisschen zu spät dran war, bekam die Rest-Schichten, die sonst niemand wollte. Spontane Uni-Termine? Dafür brauchte man fast schon einen Antrag in dreifacher Ausfertigung. Wollte man mal ein bis zwei Wochen vor einer Schicht tauschen oder absagen, gab es direkt Terz, als hätte man gerade den Weltfrieden persönlich verhindert.
Vorgesetztenverhalten
Die Chefin hatte ein besonderes Talent: Fehler nicht nur zu finden, sondern sie auch genüsslich zu zelebrieren. Ein kleiner Zahlendreher in der Excel-Tabelle? Zack, schon kam eine „freundliche“ E-Mail, die länger war als die eigentliche Aufgabe. Wer Glück hatte, bekam die Standpauke gleich persönlich im Büro serviert.
Lob gab es eher in homöopathischen Dosen, Kritik dagegen in XXL. Manchmal hatte man das Gefühl, dass das eigentliche Tagesziel nicht die Arbeit war, sondern das Aufspüren kleinster Ungereimtheiten.
Interessante Aufgaben
Am Anfang gab es tatsächlich spannende Aufgaben, aber irgendwann fühlte es sich an wie die Wiederholung einer immer gleichen Serie. Über den Tellerrand schauen? Fehlanzeige. Gerade im Marketing durfte man seine Studienkenntnisse getrost im Rucksack lassen. Es war ein bisschen traurig, denn Eintönigkeit war hier das Motto des Tages.
Arbeitsbedingungen
Flexibilität gab es nur in der Theorie, denn jede Minute wurde akribisch in einer Excel-Tabelle festgehalten. Es war ein bisschen wie Zeiterfassung im Mittelalter nur ohne die Ritterrüstungen. Fehler waren natürlich unvermeidlich, und wer einen machte, durfte sich auf eine persönliche „Motivationsmail“ freuen.
Und dann waren da noch die täglichen Meetings, die so sinnvoll waren wie ein Sandkasten in der Wüste. Man stand im Kreis in sogenannten „Stand-up-Meetings“ und die Standardfrage war: „Hat jemand was Neues?“ gefolgt von einem kollektiven „Nein, nein, nein“. Es war ein tägliches Ritual, das vor allem bewies, wie wenig Neues es wirklich gab.
Karriere/Weiterbildung
Es war leider enttäuschend, dass Werkstudis im Grunde nur als günstige Arbeitskräfte für Routineaufgaben genutzt wurden. Eine Chance auf eine Festanstellung gab es praktisch nie, selbst wenn man sich bewährt hatte. Am Ende fühlte es sich an, als würde man nach ein, zwei Jahren einfach wieder aussortiert.